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Machtkampf beim SV 08
Machtkampf beim SV 08
25.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Heute um 15.30 Uhr spielen die Fußballer des SV 08 Kuppenheim beim SC Lahr um wichtige Punkte in der Verbandsliga. Doch auch abseits des Rasens werden derzeit Zweikämpfe geführt und (verbale) Grätschen ausgepackt - im Wörtel ist ein echter Machtkampf entbrannt.

Am Dienstag vergangener Woche ist Michael Hager wie berichtet nach etwas mehr als einem Jahr als erster Vorsitzender des Vereins zurückgetreten. Über die Gründe hat der Unternehmer, der seit neun Jahren in unterschiedlichen Funktionen beim SV08 tätig war, bisher geschwiegen. Gestern nun hat er sich dem BT erklärt - und schwere Vorwürfe erhoben. Sein Abgang habe "ausschließlich personelle Gründe", namentlich: Almir Karamehmedovic. Der Sportdirektor habe ihn "persönlich und zutiefst beleidigt". Es seien Worte gefallen, "die spreche ich nicht nochmal aus", so Hager. Das habe er sich nicht mehr gefallen lassen können, zumal es nicht zum ersten Mal zu lautstarken verbalen Entgleisungen seitens Karamehmedovics gekommen sei.

Und Hager legt nach: Mit seinen teils emotionalen Auftritten an der Seitenlinie habe Karamehmedovic seine Vorbildfunktion als Vorstandsmitglied des Vereins verletzt. Zudem seien "finanzielle Absprachen nicht eingehalten worden". Sprich: Der Sportdirektor, der auch Sponsor des SV08 ist, soll mehr Geld als vereinbart für Spieler ausgegeben haben. Prinzipiell stehe der Verein strukturell und finanziell (Hager: "Keinen Cent Schulden.") bestens da, daher sei "unverständlich, was da passiert", so der Ex-Vorstand.

"Ich bin sicher kein Unschuldslamm", gibt Karamehmedovic zu, weist Budgetüberschreitungen aber von sich. Zu vermeintlichen Beleidigungen äußert er sich nicht: "Ich werde in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen. Das ist nicht mein Niveau." Stattdessen äußert er sein Bedauern über Hagers Abgang und wünscht ihm "alles Gute".

Unabhängig davon drohte die Lage Mitte der Woche nach einer Vorstandssitzung zu eskalieren. Zuerst trat der sportliche Leiter Peter Schneider zurück, am Donnerstag wurde Karamehmedovic dann darüber informiert, dass gegen ihn ein Vereinsausschlussverfahren eingeleitet wurde. Die überraschende Wendung folgte nur Stunden später: Mehrere Spieler drohten mit Boykott und stellten sich hinter den Sportdirektor. Daraufhin trafen sich der kommissarische Vorsitzende Klaus Strickfaden - laut Hager bis dato in der Causa auf seiner Seite - und "Kara" zu einem klärenden Gespräch. Das Ergebnis: Karamehmedovic bleibt Sportdirektor und sitzt heute in Lahr bei "meinem Trainer und meiner Mannschaft" auf der Bank. Angesichts der Zerwürfnisse mutet es kurios an, dass sich alle Protagonisten unisono nichts mehr wünschen, als "dass im Verein Ruhe einkehrt".

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