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Große Schwester als Vorbild
Beim Sieg in Hannover saß Marc Lerner im Sattel von Peace in Motion - heute reitet Eduardo Pedroza.  Foto: Sorge
29.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Patrick Bücheler

In der Theorie kann man sich die Chancen eines Pferdes in einem Rennen noch so gut zurechtlegen, die Wahrheit gibt es immer erst auf dem grünen Rasen. Und da muss dann immer alles passen, vor allen Dingen der Rennverlauf. Wie schnell es gehen kann mit einer mit viel Pech verbundenen Niederlage, musste die vier Jahre alte Stute Peace in Motion bei der Hamburger Derbywoche erleben. Im Ziel Siebte, war sie angesichts eines grottenschlechten Rennens auf der Zielgeraden vielleicht sogar die moralische Siegerin. Aber statt 32000 Euro Siegpreis gab es am Ende nichts.

Das soll heute am dritten Renntag der Großen Woche in Iffezheim anders aussehen. Im Coolmore Stud Baden-Baden Cup ist Peace in Motion gemeinsam mit der Französin Love And Peace in der Favoritenrolle, in der Theorie sieht es also gut aus, dass es was werden könnte mit einem Sieg. Es wäre der dritte beim erst achten Start für die Stute aus Zucht und Besitz des einstigen Turf-Chefmanagers Christoph Berglar aus Köln, in dessen Zeit die legendären Top-Sechs-Wetten mit einer halben Million Euro Auszahlung fielen (von einer Versicherung gedeckt).

Peace in Motion hat ein Vorbild in der Familie: Ihre Schwester Peace Society gewann den Coolmore Stud Baden-Baden Cup vor drei Jahren, ist jetzt als bereits zweifache Mama im Gestüt. Nur zu gerne würde man es sehen, wenn die kleine Schwester es mit einem Sieg nachmacht. "Sie ist gut drauf und hat gut gearbeitet", sagt ihr Kölner Trainer Waldemar Hickst, der insgeheim auf etwas weicheren Boden hofft, "aber den bekommen wir wohl nicht."

Die Starterinnen des über 1400 Meter führenden Rennens kommen aus insgesamt vier Ländern. England ist vertreten mit der Außenseiterin Time To Exceed, Frankreich mit Love And Peace und die Schweiz mit Auenperle. Die beiden Letztgenannten sind dann auch die stärksten Gegnerinnen von Peace in Motion. Love And Peace hat zwei Rennen in Folge gewonnen, ist der typische Fall eines Pferds, das sich von Start zu Start steigert. Kurios: Am 25. Juni lief sie für ihren damaligen Besitzer Rupert Plersch in einem der in Frankreich üblichen Verkaufsrennen, holte da den ersten Karrieresieg. Und weil der mit siebeneinhalb Längen Vorteil extrem eindrucksvoll war, erfolgte ein Verkauf an das Gestüt Jean-Louis Bouchard. 26000 Euro waren das Mindestgebot, was man abgeben musste, 52001 Euro war der finale Preis, für den der Besitzwechsel erfolgte. Und im Anschluss gab es dann gleich den nächsten Sieg. Nun soll es weiter nach oben gehen auf dem Karrieretreppchen.

Das hat Auenperle schon schwungvoll erklommen, sie ist hier in Iffezheim auch eine alte Bekannte. Sie hat auf der hiesigen Rennbahn im vergangenen Jahr den Badener Jugendpreis gewonnen und war Zweite im Zukunftsrennen, in dieser Saison war sie nicht weit geschlagene Fünfte in den klassischen 1000 Guineas in Düsseldorf. Sie ist jedenfalls in Bestform brandgefährlich.

In der Clean Lady Trophy, einem der seltenen Ausgleiche I im deutschen Turf, bietet sich für den 18-jährigen Holländer Gijs Snijders eine große Chance auf den bisher wichtigsten Sieg, er reitet Jasnin. Er hat kürzlich bei Regine Weißmeier in Sonsbeck seine Lehre angefangen, im Frühjahr hatte er an seinem 18. Geburtstag in Köln ein Rennen gewonnen und von Trainer und Besitzer Lucien van der Meulen (verdient sein Geld als Autohändler) ein Auto bekommen. Der deutsche Turf kann jeden Nachwuchs im Rennsattel händeringend gebrauchen. Mit My Mate ist ausgerechnet ein Van-der-Meulen-Pferd der stärkste Gegner von Jasnin. Wenn Snijders gewinnt, wird der Trainer ihm das Auto aber sicherlich nicht wieder abnehmen.

Heute ist in Iffezheim der KSC-Familienrenntag, zum sechsten Mal gibt es diese Veranstaltung, zu der ein Tross des Karlsruher SC auf die Bahn kommt. Es sollen die komplette Mannschaft und der Trainerstab anreisen, der KSC Blau-Weiß Cup ist das sechste der acht Rennen des Tages. Es geht mit dem ersten Rennen um 16.20 Uhr los, in der Viererwette winkt eine garantierte Auszahlung von 12000 Euro.

Es lohnt das Bleiben bis zum Schluss, Favorit im letzten Rennen ist Amazing Soldier. Das ist das Pferd, das Rennbahnmoderator Alexander Franke einst von seinem Gewinn in der TV-Show "Wer wird Millionär?" gekauft hatte. Bis dato gab es bei fünf Starts noch keinen Sieg.

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