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Ein erfolgreicher Tausendsassa
Nicht zu schlagen: Jean-Claude Killy rast 1968 in Grenoble in der Abfahrt zu Olympia-Gold. Foto: dpa
30.08.2018 - 00:00 Uhr
Ski-Legende, Werbestar, Rennfahrer, Modedesigner, Schauspieler oder Sportfunktionär: Es gibt fast nichts, was Jean-Claude Killy in seinem bewegten Leben nicht schon (mit Erfolg) ausprobiert hat. Seit seinem Rücktritt aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vor vier Jahren ist es aber ruhiger um den einstigen Tausendsassa geworden. Heute wird Frankreichs "Sportler des Jahrhunderts" 75 Jahre alt.

Zuletzt führte Killy den Koordinationsausschuss des IOC bei den Winterspielen in Sotschi 2014 an. Kurz danach trat er im Alter von 70 Jahren auf eigenen Wunsch auf offizieller Ebene zurück. "Meine olympische Karriere hat 1964 in Innsbruck begonnen, damals war ich ein junger Athlet", sagte Killy im März 2014: "Damit habe ich 50 Jahre Olympia auf dem Buckel, ich denke, das ist genug." In der Heimat war er nach den Spielen von Sotschi für seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin massiv kritisiert worden.

Auf zwei Brettern schien die Welt für Killy leichter. Bereits im Alter von drei Jahren lernte der mitten im Zweiten Weltkrieg in Saint-Cloud geborene Jean-Claude in Val d'Isere das Skifahren. "Es gab dort sonst nichts, was du machen konntest. Mein Tagesablauf war: Schule, Essen, Skifahren", sagte er. Den Gipfel seiner Profikarriere erreichte Killy 1968. Bei den Olympischen Spielen in Grenoble krönte er seine Laufbahn und schrieb seinen Namen in die Geschichtsbücher des alpinen Skisports. In seiner Heimat gewann er in allen drei damaligen Disziplinen (Abfahrt, Slalom, Riesenslalom) die Goldmedaille - ein ansonsten nur von der österreichischen Ski-Legende Toni Sailer (1956 in Cortina d'Ampezzo) erreichtes Ergebnis. Auch in der nicht olympischen Kombination durfte sich Killy zusätzlich Weltmeister nennen.

Kurz nach den Spielen 1968 stellte "King Killy" im Alter von nur 25 Jahren seine Ski endgültig in die Ecke und begann seine Karriere nach dem Profisport: Er schloss zahlreiche Werbeverträge ab, trat in der Fernsehshow "The Killy Challenge" auf der Piste gegen Prominente an und stieg 1969 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu seinem Landsmann Bob Wollek ins Auto.

In den Wintersport kehrte er im Jahr 1977 als Mitglied des alpinen Exekutivkomitees im Internationalen Skiverband FIS zurück, nachdem er zuvor in weiteren Rollen bei Filmproduktionen mitgewirkt und das Ski-Modeunternehmen Veleda-Killy gegründet hatte.

Während seine Auftritte vor der Kamera in "Snow Job" oder "Copper Mountain" wenig erfolgreich waren, führte sein Weg als Sportfunktionär fast ausnahmslos nach oben. Als Co-Präsident des Organisationskomitees brachte Killy die Olympischen Spiele 1992 nach Albertville, er war mitverantwortlich für den Paris-Marathon, für die Rallye Dakar und die Tour de France.(sid)

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