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Dunkle Wolken vertreiben
Schmerzhaft: Ausgerechnet gegen den Tabellenletzten fehlt 08-Kapitän Faruk Karadogan, der im Urlaub ist. Foto: fuv
31.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Der goldene Spätsommer wärmt derzeit ganz Mittelbaden: Die Schwimmbäder sind noch proppenvoll, in den Eisdielen herrscht dichtes Gedränge und die dicken Pullover sind noch in den Untiefen des Kleiderschranks verstaut. Allein im Kuppenheimer Wörtel braut sich seit geraumer Zeit ein heftiges Unwetter mit dunklen Gewitterwolken aus Eitelkeiten, Eifersüchteleien und gegenseitigen Anschuldigungen zusammen. Zur Unzeit möchte man sagen - schließlich stehen die Verbandsligakicker des SV 08, die fußballerisch in den bisherigen Spielen keineswegs zu überzeugen wussten, aber punktetechnisch bislang mit einem blauen Auge davongekommen sind, vor einem eminent wichtigen Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Endingen.

"Natürlich herrscht Unruhe im Verein. Und Unruhe ist nie gut", redet 08-Trainer Matthias Frieböse nicht lange um den heißen Brei herum. "Auch die Jungs beschäftigt das Thema, das ist klar. Aber jetzt müssen wir erst recht versuchen, den Fokus auf den Rasen zu lenken und sportlich Erfolg zu haben, um wieder für Ruhe im Umfeld zu sorgen." Leichter gesagt als getan. Schließlich dürften die Machtkämpfe zwischen der sportlichen Leitung und den Vereinsoberen auch in der Kabine ein Thema gewesen sein. Ein Teil des Tabellenzwölften (vier Punkte) stellte sich hinter Sportdirektor Almir Karamehmedovic, drohte gar mit Boykott, falls dieser vom Verein ausgeschlossen worden wäre.

So muss für morgen im Wörtel die alte Fußball-Weisheit von BVB-Urgestein Adi Preißler Herhalten: "Entscheidend is auf'm Platz." Am besten mit einem Sieg gegen das Schlusslicht aus Endingen (ein Punkt, 2:14 Tore). "Ich messe den SVE aber nicht am derzeitigen Tabellenstand. Sie haben mit Benjamin Pfahler einen neuen Trainer, der einen offensiveren Spielstil spielen lassen wollte. Zu Beginn haben sie zwei Watschen bekommen mit insgesamt zehn Gegentoren, seitdem agieren sie nun defensiver", sagt Frieböse.

Abwartend erwartet der 08-Coach das Team vom Kaiserstuhl auch morgen. Folglich heißt das für das Spiel der Wörtelkicker: Agieren statt reagieren, Ballbesitz statt auf Ballverluste lauern. "Wir werden mehr den Ball haben. Umso wichtiger ist es, dass wir keine unnötigen Ballverluste in gefährlichen Räumen haben, um Endingen einzuladen", sagt Frieböse, der auf Kapitän Faruk Karadogan (Urlaub) und Armin Karamehmedovic (gesperrt) verzichten muss.

Zudem appelliert der Ur-Kuppenheimer an die Ehre seiner Jungs und ruft das vergangene Spiel im Wörtel gegen den SVE (0:2), der damals bereits gerettet war, ins Gedächtnis seiner Spieler. "Die wollten unbedingt, dass wir absteigen. Zudem gab es ein paar unschöne Szenen auf und neben dem Platz. Jetzt können wir uns revanchieren und ihre Krise verschärfen. Das sollte eine Extramotivation für uns sein."

Die eigene Krise ent- und eine andere verschärfen - dann könnten sich auch die Gewitterwolken rund ums Wörtel wieder verziehen.

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