http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Ein Talent weniger
In diesem Trikot wird man Florent Muslija nicht mehr spielen sehen. Der 20-Jährige wechselt zu Hannover 96.  Foto: GES
01.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

und Frank Ketterer

Es geschah auf den letzten Drücker, entsprechend groß war bei Vielen die Überraschung: Ziemlich genau anderthalb Stunden vor Schließung des Transferfensters gab der Karlsruher SC den Weggang von Florent Muslija bekannt. Fußball-Bundesligist Hannover 96, vor zwei Wochen noch Pokal-Gast im Wildpark, hat sich den 20-jährigen Offensivspieler geangelt.

"Florent war für uns schon in seinem noch jungen Alter ein eminent wichtiger Spieler. Er hat seine komplette Jugend ab der U10 im KSC-Talentteam verbracht und ist ein weiteres exzellentes Beispiel für unsere hervorragende Nachwuchsarbeit", wird Oliver Kreuzer in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert. Der KSC-Sportdirektor räumt aber auch ein: "Neben der sportlichen Beurteilung sind wir aber auch in der Pflicht, die wirtschaftlichen Aspekte für den Verein verantwortlich zu beurteilen, die hier am Ende ausschlaggebend waren." Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen" soll der KSC immerhin rund 1,4 Millionen Euro Ablöse für den aus Sasbach stammenden Muslija einstreichen. Zudem soll eine prozentuale Beteiligung im Falle eines Weitertransfers fällig werden. Der 20-Jährige unterschrieb bei den Niedersachsen einen Vierjahresvertrag.

Unter KSC-Fans sorgte der Wechsel gleich doppelt für Verärgerung. Zum einen wird der Abgang des Talents als Hinweis gewertet, dass auch das zweite Jahr in Liga drei keineswegs das letzte sein wird und der KSC ohne Muslija das Thema Aufstieg erneut früh zu den Akten legen kann. Zum anderen stößt auf Unverständnis, dass Sportdirektor Oliver Kreuzer sich bereits am Dienstag, also drei Tage vor Transferschluss, in den Urlaub Richtung Griechenland verabschiedet hat, nicht ohne zuvor darauf hinzuweisen, dass sich beim KSC transfermäßig nichts mehr tue.

Eine grobe Fehleinschätzung, wie man seit gestern weiß. Zwar sollen die Badener nach BT-Informationen eilig an einer Ersatzverpflichtung für Muslija gearbeitet haben, konnten diese aber bis zur Schließung des Transferfensters nicht mehr umsetzen.

Bei alledem geriet das heutige Ligaspiel gegen die Sportfreunde Lotte (14 Uhr) beinahe zur Nebensache. Dabei geht es um nicht weniger als den ersten Heimspielsieg im dritten Heimspiel. "Unbedingt", so tat KSC-Trainer Alois Schwartz gestern kund, möchte er diesen einfahren. Dazu müssen beim Baustellenmanagement des Trainers jedoch deutliche Fortschritte sichtbar werden, gerade was die Handlungsfähigkeit seiner Mannschaft anbelangt. Die Wildparkprofis haben sich in den bisherigen Saisonspielen zu oft und dann auch über längere Phasen das Heft aus der Hand nehmen lassen bzw. den Spielfaden verloren. Gerade vor eigenem Publikum sollte es ihnen gelingen, spielbestimmender aufzutreten.

Dann könnte sich das zweite Hauptproblem der Schwartz-Schützlinge sogar von selbst auflösen. Denn wie schon in der vergangenen Saison lassen die Torgefahr, die der KSC vor dem gegnerischen Kasten entwickelt, und in direkter Folge auch die Torausbeute noch deutlich zu wünschen übrig. Vier Treffer in fünf Spielen sind jedenfalls mager - nur Kaiserslautern (3) und der heutige Gast Lotte (1) haben weniger Tore erzielt.

Der Versuch, den Verlust von Fabian Schleusener, der letzte Runde 17 Tore erzielte, durch die Verpflichtung von Martin Röser (Hallescher FC) und Saliou Sané (Sonnenhof Großaspach) zu kompensieren, ist bisher jedenfalls nicht aufgegangen. Neben Röser und Sané, dem Schwartz in Kaiserslautern bei der Auswechslung von Marvin Pourié (70.) sogar A-Jugendspieler Malik Batmaz (18) vorzog, sind aber auch Pourié und das komplette Mittelfeld diesbezüglich in der Pflicht. Für Florent Muslija gilt das seit gestern Nachmittag nicht mehr.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Kaiserslautern
--mediatextglobal-- Lauterns Mads Albaek (links) und Karlsruhes Manuel Stiefler kämpfen um den Ball. Foto: GES

27.08.2018
Südwestderby endet torlos
Kaiserslautern (red) - Es war das erste Südwestderby in der Dritten Liga - und wirklich zufrieden war danach keine der beiden Mannschaften. Sowohl der 1. FC Kaiserslautern als auch der Karlsruher SC (Foto: GES) hatten sich im Vorfeld schließlich mehr erhofft als ein 0:0. »-Mehr
Karlsruhe
--mediatextglobal-- Einfach zu langsam: Die Karlsruher Janis Hanek (links) und Marco Thiede verfolgen Hannovers Takumo Asano.  Foto: dpa

20.08.2018
"Ordentlich auf die Fresse"
Karlsruhe (red) - Hannover 96 zeigte dem Karlsruher SC (Foto: dpa) in der ersten Runde des DFB-Pokals seine Grenzen auf. Der Bundesligist gewann 6:0 und nutzte dabei die vielen Ballverluste der Badener, die "ordentlich auf die Fresse bekamen", wie KSC-Trainer Alois Schwartz später sagte. »-Mehr
Karlsruhe
Jede Menge Luft nach oben

11.08.2018
KSC verpasst zweiten Saisonsieg
Karlsruhe (red) - Nach dem ersten Auswärtssieg bei Fortuna Köln muss Fußball-Drittligist Karlsruher SC (Foto: GES) auf den ersten Heimsieg in der neuen Saison warten warten. Gegen Carl-Zeiss Jena reichte es im Wildarkstadion nach einem Rückstand nur noch zum 1:1 dank Stieflers Tor (88.). »-Mehr
Karlsruhe
--mediatextglobal-- Marc Lorenz. Foto: GES

10.08.2018
KSC will weiter Fahrt aufnehmen
Karlsruhe (red) - Nach dem ersten Saisonsieg bei Fortuna Köln will der Fußball-Drittligist Karlsruher SC am Freitag im Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena nun den ersten Heimsieg der noch jungen Saison einfahren. Wer neben Marvin Pourié stürmt, ist aber noch offen (Foto: GES). »-Mehr
Karlsruhe
Personell flexibler und schwerer auszurechnen

09.08.2018
KSC gegen Jena gefordert
Karlsruhe (red) - An Jena hat der Karlsruher SC keine guten Erinnerungen - zumindest was die vergangene Drittligasaison anbelangt. Gegen den Carl Zeiss konnte der KSC keines der beiden Spiele (0:0, 2:4) gewinnen. Am Freitag soll im Wildpark nun ein Sieg gegen die Thüringer her (Foto: GES). »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Bundesregierung die hohen Mietkosten dämpfen, die viele Bürger besorgen. Fürchten Sie, sich in Zukunft Ihre Wohnung nicht mehr leisten zu können?

Das ist schon der Fall.
Ja.
Nein.
Ich bin in keinem Mietverhältnis.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1