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Maktoum-Scheichs siegen doppelt
Bewunderte Sieger: Best Solution aus dem Stall von Scheich al-Maktoum mit Jockey Pat Cosgrave.  Foto: Tuchel
03.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Daniel Delius

Es ist schon ein paar Jahre, dass Trainer Saeed Bin Suroor aus Dubai nach dem Großen Preis von Baden auf dem Podest der Siegerehrung stand. 2002 hatte er mit Marienbard, der später sogar im Prix de l'Arc de Triomphe siegte, gewonnen. Ein Jahr später war der Trainer dann mit Mamool vorne. 15 Jahre danach war es gestern um kurz nach 17 Uhr der vierjährige Hengst Best Solution, der den dritten Treffer im Grand Prix erzielte - für Suroor und seinen Arbeitgeber, Scheich Mohammed al-Maktoum aus Dubai.

Es war in diesem Jahr einmal mehr ein Ergebnis, das eine schwere Schlappe für die deutschen Cracks bedeutete, denn mit Defoe kam im siebenköpfigen Feld der zweite Gast aus England auf Rang zwei, vor Iquitos, der unweit zurück zumindest noch Dritter wurde. Die 15800 Besucher quittierten den Doppelerfolg der Briten eher gelassen, schließlich handelte es sich um die am stärksten gewetteten Pferde in diesem Rennen.

Es war auf dem schon arg strapazierten Boden ein langsames Tempo, das vorne die Stute Night Music eingeschlagen hatte, was sicher nicht jedem entgegen kam. Best Solution wurde von Pat Cosgrave stets mit Tuchfühlung zur Spitze geritten, ging Mitte der Zielgeraden in Front und konnte auch den Angriff des 28:10-Favoriten Defoe sicher kontern. "Ich wollte früh von ihm wegkommen", erläuterte Cosgrave seine Taktik: "Das ist ein Pferd für lange Strecken und ich wusste, dass er noch erhebliche Reserven haben würde."

Monster-Rennen in Australien folgen

"Der hat sich in den letzten Monaten schon enorm verbessert", erklärte Bin Suroor zu Best Solution, "schließlich hat er gerade den Großen Preis von Berlin gewonnen und wir haben auch noch große Pläne mit ihm." Am Donnerstag wird er in England in Quarantäne gehen und dann in einigen Wochen einen Flieger Richtung Australien besteigen. "Caulfield Cup und dann Melbourne Cup", nannte der Trainer die kommenden Aufgaben, zwei Monster-Rennen auf dem fünften Kontinent. Ob er dafür gut genug ist? "Ich denke schon", antwortete Suroor. "Zwei Gruppe-eins-Siege sind doch schon eine Empfehlung."

Weniger glücklich war Roger Varian, der Trainer von Defoe. Er hatte in der Stunde vor dem Rennen sogar darüber nachgedacht, sein Pferd aufgrund der Bodenverhältnisse zu streichen, nach Rücksprache mit dem Besitzer wurde dann aber doch gestartet. "Noch weicher wäre besser gewesen", meinte Varian. Der Eigner von Defoe ist Scheich Obaid al Maktoum, ein Cousin von Scheich Mohammed. Das große Geld blieb somit in der Familie: 150000 Euro für den Sieg, 60000 Euro für Rang zwei.

Dabei hatte es Mitte der Zielgeraden einen Moment so ausgesehen, als ob Iquitos seinen Sieg von vor zwei Jahren würde wiederholen können. Der Hengst steckte seinen Kopf nach vorne, "aber das war zu früh", ärgerte sich Trainer Hans-Jürgen Gröschel. "Ich hatte Eddy Hardouin extra gesagt, dass er bis zum letzten Moment warten muss. Aber letztlich ist er doch ein tolles Rennen gelaufen." Auslandspläne gibt es mit ihm nicht, der Sechsjährige könnte dieses Jahr noch in Hoppegarten und in München laufen, "als Deckhengst will ihn ja keiner haben."

Deutlich verärgerter war Markus Klug. Windstoß erfüllte als Vierter zumindest halbwegs die Erwartungen, Dschingis Secret, der amtierende "Galopper des Jahres", kam hingegen nicht über den vorletzten Platz hinaus. Klug hatte schon in den Tagen zuvor nie einen Hehl daraus gemacht, dass er eigentlich gar nicht laufen sollte und er nur auf Wunsch des Besitzers agiert hatte. "Iffezheim ist halt nicht seine Bahn", sagte er. "Außerdem dachte ich, dass er vielleicht vorne gehen würde. Das hat aber auch nicht geklappt." Der Prix de l'Arc de Triomphe, in dem Dschingis Secret letztes Jahr Sechster wurde, wird es diesmal wohl nicht werden.

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