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Trainer-Tattoo als Marschroute: Ans Limit
07.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

In grünen und schwarzen Lettern steht es auf Ralf Ludwigs rechtem Arm: "Am Limit". "Das ist mein Leitspruch", erklärt der Trainer des TVS Baden-Baden seinen Körperschmuck. Und weil die zwei Worte ziemlich deutlich zu lesen sind, kann eigentlich keiner seiner Sandweierer Drittliga-Handballer sagen, er hätte von nichts gewusst. Umso unerklärlicher ist im Nachhinein, dass die Spieler in grün-weiß bei ihrer Auswärtspremiere in der neuen Spielklasse am vergangenen Wochenende in Pforzheim nicht bis ans Limit gegangen sind. Die Folgen waren dann auch sehr gut lesbar, schwarz auf weiß: Der TVS war bei der 22:35-Klatsche völlig chancenlos.

Keine Frage, dass es in Liga drei extrem schwer werden wird, war allen Beteiligten klar. Auch, dass es teilweise deutliche Niederlagen hageln wird. Die Wucht der Lehrstunde in der Bertha-Benz-Halle war dann allerdings doch etwas überraschend. Am Sonntag um 16.30 Uhr steht daher gegen die HSG Konstanz Wiedergutmachung auf dem Plan.

"Nun haben alle gemerkt, dass man kein Spiel gewinnen kann, wenn man nicht immer 100 Prozent gibt", betont Ludwig und appelliert an die Einstellung seiner Spieler. Schon in der Trainingswoche vor dem Duell bei der TGS hat Ludwig einen seltsamen Spannungsabfall bei seinem Team beobachtet. Nach dem erfolgreichen Auftaktsieg gegen Willstätt hätten seine Jungs nach dem kaiserlichen Motto "Schaun mer mal" agiert. "Aber mit schauen ist es nicht getan", merkt der Coach richtigerweise an. Diese Ansicht teilt mittlerweile auch seine Mannschaft, Ludwig hat im Training entsprechend nachgeholfen.

Freilich wurde nicht nur die mentale Komponente, sondern auch das Sportliche analysiert. Auch in diesem Bereich präsentierte sich der TVS in der Goldstadt wenig glanzvoll. "Wir haben im Eins-gegen-Eins die Tiefe nicht gesucht, sind nicht in die Schnittstellen gekommen", so Ludwig, dem das "schlampige Angriffsspiel" gar nicht gefallen hat. Räume am Kreis gab es für Nikolaj Unser damit so gut wie nie. Weil mit lediglich drei Toren auch aus dem Rückraum deutlich zu wenig Unterstützung kam, war die Pleite letztlich nicht zu verhindern. Aber auch Ludwig selbst hat nach eigener Aussage nicht alles richtig gemacht, sondern etwas zu viel probiert. Sein Fazit: Eine ganz offensive Deckung könne man gegen solche Gegner "vergessen", die Lücken am Kreis werden schlichtweg zu groß.

Und so gilt es, eben diese Dinge gegen Konstanz besser zu machen. Was freilich trotz des frenetischen Heimpublikums in der Rheintalhalle keineswegs leicht wird, denn der Zweitligaabsteiger ist für Ludwig "der Meisterschaftsanwärter Nummer eins". Der TVS-Trainer weiß aber, "dass auch bei denen noch nicht alles rund läuft". Einen Sieg hält er daher nicht für gänzlich unmöglich. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang, dass es Markus Koch auch auf der Platte wieder krachen lässt. In Pforzheim fehlte die Rückraum-Rakete aufgrund seines Polterabends. Weil morgen nun geheiratet wird, ist sein Einsatz am Sonntag noch nicht sicher.

Völlig klar ist hingegen, dass sich Ludwig vor dem Duell gegen den Bodensee-Krösus großes Tamtam an der Taktiktafel sparen kann, ein kleiner Fingerzeig auf seinen rechten Unterarm sollte genügen.

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