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Löw sieht Ziele erreicht
11.09.2018 - 00:00 Uhr
Tief in der Nacht auf Montag stellte Joachim Löw erleichtert seinen DFB-Koffer zu Hause in Freiburg ab. "Wir haben unsere Ziele erreicht", sagte der Bundestrainer mit spürbarer Zufriedenheit über den gelungenen Neustart mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Desaster - wohl wissend, dass "noch nicht alles super ist", wie Thomas Müller bilanzierte.

Wenn im Oktober die "wichtigen, schwierigen Auswärtsspiele" (DFB-Präsident Reinhard Grindel) in der Nations League in den Niederlanden und Frankreich anstehen, muss sich Löws Auswahl weiter steigern. Das zeigte nach der Nullnummer gegen Weltmeister Frankreich auch das glückliche 2:1 in Sinsheim gegen Peru.

Müller sprach von einem "kleinen Schritt in die richtige Richtung, aber es ist schon noch was zu tun". In Amsterdam und Paris "müssen wir auch Ergebnisse liefern", betonte der Bayern-Profi. Sonst muss Löw womöglich das hässliche Wort "Abstieg" aus der Nationenliga in den Mund nehmen. "Die Mannschaft weiß, dass es weitere gute Leistungen braucht, weil wir unter Beobachtung stehen", sagte er.

Löws Zufriedenheit speiste sich aus einigen guten Ansätzen. "Die Woche hat gezeigt, dass wir gewillt und auf einem guten Weg sind", sagte er. Gegen Frankreich zeigte seine Mannschaft die gewünschte defensive Stabilität, nach vorne aber fehlte meist der Schwung. Gegen Peru erspielte sich sein Team deutlich mehr Chancen, zeigte in deren Verwertung aber enormes Steigerungspotenzial. "Die Balance stimmt noch nicht hundertprozentig", sagte Löw.

Das Vorhaben, "ein anderes Gesicht" als bei der WM zu zeigen, sei jedoch geglückt, meinte Grindel, "das ist die positive Bilanz, die man nach diesen beiden Spielen ziehen kann". Das Einzige, was ihm wie in Russland fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Aber, betonte Grindel: "Jogi Löw wird hier Antworten finden, da bin ich ganz sicher."

Doch welche? "Momentan haben wir keinen, der der Torjäger Nummer eins ist und jedes Spiel bombt", sagte Julian Brandt, der für den Ausgleich gesorgt hatte (25.). Marco Reus und Timo Werner sind mehr "falsche Neuner" als Bomber, Nils Petersen ein Joker. Ein Typ wie Miroslav Klose, Mario Gomez oder Sandro Wagner fehlt. Ilkay Gündogan, der immer wieder gute Pässe in die Spitze gespielt hatte, machte für die Abschlussschwäche auch die "Verunsicherung nach den letzten Wochen" verantwortlich, "das ist völlig normal und menschlich".

An mentaler Stärke kann man arbeiten - einen Knipser "backen" kann sich Löw nicht. Bezeichnend, dass in Nico Schulz ein Defensiver für den Sieg sorgte (85.) - mit gütiger Unterstützung des peruanischen Torhüters. Auch die defensiven Außen, zumal nach der von Löw als Dauer-Lösung verkündeten Versetzung Joshua Kimmichs auf die "Sechs", bleiben Baustellen.

In der Schlussphase durften in Thilo Kehrer und Kai Havertz auch die anderen beiden Neulinge ran, mit Blick auf den "heißen Herbst" in der Nationenliga setzt Löw aber auf seine WM-Verlierer. Kapitän Manuel Neuer im Tor, Mats Hummels und Jerome Boateng im Abwehrzentrum, davor Kimmich und Toni Kroos, in der Offensive Müller, Reus und Werner - das ist auch weiterhin sein Gerüst.

"Man hat gesehen, dass die erfahrenen, die arrivierten Spieler der Mannschaft Sicherheit geben, dass es ohne diese Spieler noch nicht geht", sagte Grindel. Junge, frische Kräfte wird Löw weiter nur punktuell zuführen. "In der jetzigen Phase ist es wichtig, dass die Mannschaft in puncto Taktik und Einstellung weitergeht", sagte er - und dies können aus seiner Sicht am ehesten die Etablierten gewährleisten. (sid)

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