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Adler setzen zum Höhenflug an
Der härteste Trainer in der DEL: Mit dem früheren Meisterspieler Pavel Gross wollen die Adler am Saisonende an einstige Erfolgszeiten anknüpfen. Foto: dpa
13.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Michael Ihringer

Nun ist tatsächlich Schluss mit lustig im Adlerhorst. Eishockey-Profis sind hart im Nehmen. Doch eine Vorbereitung wie unter dem neuen Trainer Pavel Gross hat kaum ein Profi der Adler Mannheim vor dem Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga morgen jemals absolviert. Gross ist der Härteste der Harten hinter der Bande, gar ein Schinderhans, was Fitness und Disziplin betrifft.

Zehn Jahre lang hat Gross das Low-Budget-Team Wolfsburg Grizzlies auf Vordermann und beachtliche dreimal ins DEL-Finale gebracht. Bei den Adlern spielt Geld bekanntlich keine Rolle, man hat es dank Geschäftsführer Daniel Hopp, dessen Vater Dietmar nun einmal Milliardär und Hoffenheim-Mäzen ist, einfach. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der 50-jährige Deutsch-Tscheche Gross, der als Profi mit den Adlern dreimal Meister wurde (1997 bis 1999), im nächsten Frühjahr mit den enthusiastischen Fans das große Fass aufmachen kann.

Denn Titelverteidiger EHC München ist nach drei Titeln in Folge vielleicht nicht satt, nach den Abgängen von vier Topspielern aber personell geschwächt. Trainer-Titelsammler Don Jackson - mit den Eisbären Berlin fünfmal und mit München dreimal Champion - versucht mit sechs kanadischen Neulingen, darunter dem mehr als 1000-fachen NHL-Crack Matt Stajan, die hochkarätigen Abgänge zu kompensieren. Als da wären die Nationalspieler Dominik Kahun und Brooks Macek, die beide in die NHL (Chicago und Las Vegas) abwanderten, DEL-Topscorer Keith Aucoin (Karriereende) und der für Gegner unter die Haut gehende Gnadenlos-Haudrauf Steve Pinizzotto (Kölner Haie).

Ob es die Bullen den endlos titelabsahnenden Fußball-Bayern nachmachen können, darf zumindest bezweifelt werden. In der hochkarätigen Champions League setzte man mit drei Siegen gegen Minsk und Turku, was den Achtelfinaleinzug bedeutete, indes bereits ein Ausrufezeichen. Adler und Bullen sind tierisch stark angesichts des fast identischen Etats von rund 13 Millionen Euro. Selbst die Eisbären Berlin und Nürnberg Ice Tigers, die mit Marcel Noebels (Boston Bruins) und Yasin Ehliz (Calgary Flames) je einen gestandenen Nationalspieler in die NHL verloren, sind da nur Statisten.

Pavel Gross hat sein Team zielgerichtet verstärkt. Zwei Finnen (Huhtula, Lehtivuori), drei Nordamerikaner (Mikkelson, Smith, Katic), ein Deutsch-Kanadier (Lampl) und zwei deutsche Nationalspieler (Eisenschmid, Krämmer) bringen eine unglaubliche Tiefe in den bärenstarken Kader. Verteidiger Akdag und die Stürmer Wolf, Plachta und Kink sind zudem allesamt erfahrene Olympia-Silberhelden, Hungerecker, Seider und Möser darüber hinaus vielversprechende Talente. Gross ("Ich begnüge mich nicht mit 80 Prozent") verspricht eine "ehrliche Mannschaft, wir wollen hart arbeiten, viel laufen und unsere Gegner immer unter Druck setzen. Wir wollen mit allen vier Reihen Tempo machen und mit großer Aggressivität spielen." Was er spätestens bis zu den Playoffs schaffen will: "Wir müssen die Mannschaft dahin bekommen, dass irgendwann alles läuft wie geschmiert."

Auch das Team hinter dem Team wurde aufgerüstet. Gross wird von Mike Pellegrims, ebenfalls früherer Adler-Meisterspieler und zuletzt in Düsseldorf als Chefcoach entlassen, und dem Finnen Pertti Hasanen unterstützt. Zwei Torhüter- und drei Athletiktrainer runden perfekte Rahmenbedingungen ab. "Wir sind geholt worden, um etwas zu gewinnen", sagt Gross. Nach dem Verständnis von Hopp junior und den erwartungsfrohen Fans heißt das: sehr bald.

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