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Alle Augen auf′s Derby
Auch heute Abend geht es zur Sache: Mörschs Christof Leiss (Mitte) wird von den Kuppenheimern Faruk Karadogan (rechts) und Sami Saddedine in die Zange genommen.  Foto: toto
14.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Hucky Krämer

Ein Derby bezieht seinen Reiz weniger aus Zahlen als aus Gefühlen. Diesmal stimmt das nicht. Wenn heute der SV 08 Kuppenheim (5:11 Tore/5 Punkte) und der 1. SV Mörsch (6:5/9) im Wörtel aufeinander prallen, geht's für den wankelmütigen SV08 um die nackten Punkte. Der toll gestartete 1. SV Mörsch kann indes den Spannungsbogen dieses Verbandsliga-Derbys entspannt schlagen.

Die erste Saisonniederlage daheim gegen einen überragenden Freiburger FC war kein Weltuntergang. Im Gegenteil: Das 0:1 hatte das Aroma eines Unentschiedens. Der 1. SV Mörsch fährt also mit breiter Brust zum Derby. Der größere Druck lastet auf den Gastgebern. Der im Wörtel noch immer sieglose SV08 muss beweisen, dass das 0:0 in Lörrach keine Eintagsfliege war.

Trainer Matthias Frieböse ist der Druck, der auf ihm lastet, zwar im Gespräch oft nicht anzumerken, aber die Unruhe im Verein und die Schmach dreier Niederlagen haben auch ihn dünnhäutiger werden lassen. Doch er lebt und liebt diesen Verein, auch mit seinen ganzen Verrücktheiten. Und das 0:0 in Lörrach macht Mut, zumal sich der SV 08 endlich als kompakte Einheit präsentierte. Dass hinten erstmals in dieser Saison die Null stand, kam nicht von ungefähr. Wenn es schon nach vorne nicht stimmt, diese Weisheit ist so alt wie der Fußball, muss es zumindest hinten stimmen.

"Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ich wollte von der Mannschaft auf dem Platz eine Reaktion sehen - und die hat sie gezeigt. Jetzt gilt es im Derby gegen Mörsch und dann beim Aufsteiger TuS Oppenau nachzulegen", fordert Frieböse. Kein leichtes Unterfangen, denn im Derby gibt's keinen Favoriten. Für den SV08 ist es erneut ein Charaktertest, denn Mörsch ist ein Paradebeispiel dafür, dass Teamgeist Berge versetzen kann.

"Das wird ein Duell auf Augenhöhe", sagt Frieböse. Er hat die Mörscher im Spiel gegen Freiburg beobachtet und war beeindruckt: "Die spielen ein fast perfektes Abwehrpressing, sind viel unterwegs und setzen auch nach vorne immer wieder Nadelstiche. Ins offene Messer laufen darf man denen nicht." Also heißt es für die Kuppenheimer erst einmal, sich in Geduld zu üben, aggressiv gegen den Ball zu arbeiten und dann schnell umzuschalten.

Luxuriös ausgestattet ist der 08-Kader derzeit nicht. Andreas Weisgerber und Armin Karamehmedovic sind in Urlaub, Yannis Otto und Maximilian Klein verletzt. Nun handelte sich auch noch Fabio Borutta in der U23 die Rote Karte ein. Entscheidend dürfte aber ohnehin nicht die Aufstellung, sondern die Einstellung sein. Hohes Derby-Fieber haben sicher Torwart Fabian Hegele und Steven Herbote, die in der vergangenen Saison noch mit dem 1. SV Mörsch im Wörtel mit 3:1 triumphiert hatten.

Kaum Derby-Fieber hat der neue Mann auf der Mörscher Kommandobrücke, Patrick Anstett. Natürlich weiß der Derby-Debütant, dass seine Spieler diesem Nachbarschaftsduell entgegenfiebern, aber er weiß ebenfalls, dass es auch in diesem Spiel nur drei Punkte gibt. Drei Punkte, mit denen Mörsch einen Riesensatz machen könnte. "Es ist für beide Mannschaften, die sich aus dem Effeff kennen, ein richtungsweisendes Spiel, in dem letztendlich die Tagesform entscheiden wird. Wir freuen uns auf das Derby und werden es seriös angehen", sagt Anstett. Die erste Saisonniederlage, zumal gegen das Topteam FFC, hat er abgehakt. Viel schmerzhafter war die Verletzung von Julian Schwarz (Beckenprellung). Auch Innenverteidiger Leon Preine ist angeschlagen. Aber Anstett ist ein Improvisationskünstler, möglicherweise gönnt er selbst dem "überspielten" Philipp Würz eine schöpferische Pause.

"Wir sind stabil, so schnell wirft uns nichts aus der Bahn. Die Punkte für den Klassenerhalt müssen wir gegen Gegner unserer Kragenweite holen. Und dazu zählt der SV08", erläutert Anstett.

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