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Paradigmenwechsel bei Phönix
Neue Feuervögel: Trainer Kalman Fenyö mit Yannick Bischoff, Tomas Suba, Tim Eisele (hinten von links), Noah Reck, Felix Merkel und Alexander Bossert.  Foto: F. Vetter
14.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Ohne Kopf lebt es sich bekanntlich ziemlich schlecht. Legt man diese Tatsache zugrunde, stehen die Südbadenliga-Handballer von Phönix Sinzheim vor einer schweren Saison - denn sie stehen ohne Kopf da. Yanez Kirschner, über viele Jahre hinweg der Spieler im Kader der Feuervögel, der die Synapsen zum Knapsen brachte und den Trainer Kalman Fenyö stets als "Kopf der Mannschaft" bezeichnet hat, ist in die dritte Liga zur TGS Pforzheim gewechselt. Und das war nicht der einzige schmerzhafte Verlust.

Weil sich bekanntlich auch Antoine Lauffenburger nach kleineren Querelen dem TV Oberkirch angeschlossen hat und Pascal Meny eine Pause einlegt, stand Sinzheim vor der Runde quasi ohne etatmäßigen Rückraum da. Die Flucht von Keeper Lofti Hamadi, der zwischenzeitlich zum TuS Helmlingen zurückgekehrt ist, setzte Phönix in Sachen Kaderplanung zudem unter Zugzwang. Die berechtige, aber späte Entscheidung Kirschners, sein Glück in der dritten Liga versuchen zu wollen machte die Sache nicht leichter.

"Wir haben einen kompletten Umbruch eingeleitet", sagt folgerichtig auch Fenyö. Und dabei haben der Coach und Phönix-Boss Marc Keitel durchaus sehr bewusst einen Paradigmenwechsel vollzogen. Wo früher für teures Geld Könner - teilweise aus dem Ausland - verpflichtet wurden, sollen nun junge Spieler, in Zukunft gerne auch aus der kürzlich ins Leben gerufenen Jugendakademie, an die erste Mannschaft herangeführt werden. "Wir wollen damit ein Zeichen setzen", betont Fenyö.

Zu dieser Strategie passen die Transfers von Yannick Bischoff und Noah Reck. Letzterer ist nach seinem Engagement in der Jugend der SG Pforzheim/Eutingen zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, dürfte noch bei den A-Junioren spielen und soll an das Männerteam herangeführt werden. Bischoff ist ein talentierter Rückraumakteur und kommt aus dem Balinger A-Jugend-Bundesligateam. Beim Saisonauftakt am Samstag beim Tus Altenheim wird er indes fehlen: Er hat sich in der Vorbereitung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

Ganz ohne erfahrene Spieler kommt Phönix aber dann doch nicht aus: Torhüter Tomas Suba bringt Drittligaerfahrung aus Teningen mit, das Pforzheimer Urgestein Alexander Bossert hat das Potenzial, die Kirschner-Lücke als Spielgestalter zu schließen. "Der kann Handball spielen", sagt Fenyö. Wer den Phönix-Coach kennt, weiß, dass dies als großes Lob zu werten ist.

Weniger überschwänglich wird der Trainer, wenn es um das Thema Vorbereitung geht. Diese war nämlich ziemlich "durchwachsen". Wegen Urlaubern, Schichtarbeitern und Verletzten hatte Fenyö in keinem Testspiel den kompletten Kader zur Verfügung. Kleiner Lichtblick: Fabian Ernst ist nach seinem Wadenbeinbruch wieder voll belastbar. Das Saisonziel fällt angesichts dieser Vorzeichen aber bescheiden aus: "Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben." Für den morgigen Auftakt sind die Rollen klar verteilt: Altenheim muss, Phönix kann - vorausgesetzt sie sind mit dem Kopf bei der Sache.

Zugänge: Yannick Bischoff (HBW Balingen-Weilstetten/A-Jugend), Noah Reck (SG Pforzheim/A-Jugend), Alexander Bossert (SG Pforzheim/Eutingen), Tomas Suba (SG Köndringen/Teningen), Tim Eisele, Felix Merkel (noch A-Jugend)

Abgänge: Lotfi Hamadi (TuS Helmlingen), Antoine Lauffenburger (TV Oberkirch), Yanez Kirschner (TGS Pforzheim), Pascal Meny (pausiert).

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