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Sieben Vertreter aus dem Bezirk Rastatt
14.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Wolfram Braxmaier

Da die Handball-Region Rastatt/Niederbühl die sofortige Rückkehr in der Relegation gegen die SG Schramberg geschafft und sich die Reserve des BSV Phönix Sinzheim überraschend den Meistertitel in der Bezirksklasse gesichert hat, geht die Handball-Landesliga Nord mit sieben Vertretern des Bezirks Rastatt in die neue Saison, die morgen mit fünf Spielen startet. Zu erwarten ist eine ähnlich spannende Spielzeit wie zuletzt, als sich die HSG Ortenau Süd und der SV Ohlsbach, der in den Aufstiegsspielen knapp am TuS Oberhausen scheiterte, ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten.

Als Favoriten kristallisierten sich bei einer Trainerumfrage der HTV Meißenheim, der SV Ohlsbach und der TuS Ottenheim heraus, der den Königstransfer landete: Mit Chris Berchtenreiter kehrte ein Kreisläufer mit Zweitliga-Erfahrung (HSG Konstanz) zu seinem Stammverein zurück. Für die restlichen Mannschaften steht der Klassenerhalt im Vordergrund, was vor allem für die Aufsteiger gilt.

Schon früh war bei der HR Rastatt klar, dass man einen neuen Trainer benötigen würde. Martin Ehrentraut wechselte trotz des geschafften Aufstiegs zur HSG Hardt, um dort gleichberechtigt mit Mathias Eisele zu arbeiten. In Rastatt übernahm erneut Michael Pigac den Trainerjob, der gemeinsam mit HR-Chef Thomas Collet schon einmal den Aufstieg in die Landesliga geschafft hatte. Pigac ist aber nicht alleine, Michael Sauerbrunn und Dieter Kresin stehen ihm zur Seite. Im Kader gab es nur geringfügige Veränderungen. Torwart Dirk Langenickel wechselte zum TVS Baden-Baden II, Yan Wenzel in die zweite Mannschaft. Nach seiner Knie-OP ist mit Sven Amann erst in der Rückrunde wieder zu rechnen. Neu im Kader ist Andreas Fahrländer von der SG Waldkirch/Denzlingen, der in Karlsruhe ein duales Studium absolviert. "Wir wollen einen Platz über dem Strich erobern und die Klasse erhalten", lautet das Saisonziel von Thomas Collet, der den Titelkampf als ziemlich offen bezeichnet. Der Aufsteiger startet am 29. September mit dem Heimspiel gegen Ottenhöfen in die Saison.

Phönix-Reserve betritt Neuland

Nicht nur die Reserve von Phönix Sinzheim betritt mit dem Aufstieg handballerisches Neuland, auch der neue Trainer Michael Rauber ist in dieser Funktion ein Neuling. Erfahrungen sammelte Rauber allerdings bei BSV-Coach Frank Schulmeister, bei dem er zwei Jahre als Co-Trainer in die "Lehre" ging. Rauber, der für den SV Kappelwindeck aktiv war, freut sich auf die Nachfolge von Thomas Schuppan: "Wir haben eine junge, sehr fleißige Truppe, die sich natürlich den Klassenerhalt als Ziel gesetzt hat." Zur Seite steht ihm Johannes Krell. Einzige Veränderung im Kader des Bezirksklassen-Meisters ist Neuzugang Benedikt Müller, der von der SG Steinbach/Kappelwindeck kam. Zum Start muss die BSV-Reserve gleich morgen zum Titelfavoriten TuS Ottenheim und ist dort deutlicher Außenseiter.

In der letzten Saison wollte der ASV Ottenhöfen eigentlich um den Aufstieg mitspielen, doch viele Verletzungen warfen das Team von Trainer Sigurjon Sigurdsson immer wieder zurück. So gesehen ist der dritte Rang am Ende als großer Erfolg zu bezeichnen. Jetzt will der ASV einen erneuten Anlauf Richtung Südbadenliga nehmen, der Isländer ist durchaus optimistisch: "Alle Spieler sind in der Vorbereitung fit und gesund und trainieren gut. Es spricht nichts dagegen, dass wir diese Runde unser Ergebnis aus der Vorsaison übertreffen." Nicht mehr dabei sind beim ASV Torwart Uwe Armbruster, der aus beruflichen Gründen eine Pause einlegt, und Stefan Schmälzle, der seine Karriere beendet hat. Neuzugänge vermeldete Sigurdsson, der mit dem ASV am 23. September gegen Schuttern startet, keine.

Auf ein gut eingespieltes Team kann bei der TS Ottersweier Trainer Hans-Peter Knopf zurückgreifen. "Die Vorbereitung verlief gut, ich bin zufrieden. Unser Ziel ist es, besser abzuschneiden als in der Vorsaison", so der Coach. Besser als Rang neun also, was sicherlich nicht unrealistisch ist, wenn die TSO konstanter wird. Knopf wird weitere Jugendspieler einbauen, denn Marko Falk, Julian Autenrieth und Magnus Falk stoßen ebenso zur ersten Mannschaft wie Tim Belikan aus der Reserve. Seine Karriere beendet hat der langjährige Torwart Stefan Gaiser. Ottenheim, Meißenheim und Ohlsbach sind für Knopf, der morgen mit seinem Team HGW Hofweier II erwartet, die Favoriten.

Erneut im vorderen Mittelfeld will die HSG Hardt (zuletzt Sechster) landen, die aber zwei schwerwiegende Abgänge verkraften muss. Landesliga-Torjäger Fabian Grieb (193 Tore) wechselte zur SG Muggensturm/Kuppenheim, Abwehrchef Max Lange schloss sich der TS Durlach an. Dorthin folgte ihm Luca Sforza, während Ramazan Özcelik zum x-ten Mal seine Karriere beendet - oder auch nicht. Neu im HSG-Team sind Marco Hofacker (SG MuKu II), Luis Kaul (zurück von der SG Pforzheim/Eutingen), Dominik Bertsch und Timo Krebs (beide zweite Mannschaft) sowie Marvin Volz, Marvin Hartmann und Lukas Schumacher (alle eigene A-Jugend). "Die Abgänge sind natürlich große Schwächungen, die wir durch mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren müssen. Wir müssen jetzt noch schneller spielen, noch mehr aufs Tempo drücken. Ich bin guten Mutes, dass das auch klappen wird. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung toll mitgezogen", so Eisele, der das Team gemeinsam mit Martin Ehrentraut führt. Die HSG startet am 23. September mit einem Heimspiel gegen den TuS Ottenheim, dem erklärten Favoriten von Eisele.

Kovacs hinterlässt "Riesenbaustelle"

"Wir stehen vor einer ganz schwierigen Runde", stöhnt Trainer Martin Valo vom TuS Großweier, der am 22. September bei der TVS-Reserve startet. Hart getroffen hat den Coach der Rücktritt des gerade erst verpflichteten Top-Torwarts Robert Kovacs, der aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden musste. "Das ist jetzt eine Riesenbaustelle, denn Torleute wachsen nicht auf den Bäumen", so Valo, der zudem auf Kai Huber, Mathias Behrle, Julian Strack, Andreas Herrmann (alle Laufbahnende) und Torwart Dennis Schott (TuS Memprechtshofen) verzichten muss. Wann der verletzte Marcel Konjevic, beim TuS ein Schlüsselspieler, wieder einsatzfähig sein wird, bleibt abzuwarten. An Zugängen stehen Enricko Strack (eigene Jugend), Leon Jakob (A-Jugend Helmlingen), Tim Walter (Kehler TS) und Jan Islam (Offenburg) fest. "Ein Ziel zu setzten ist unter diesen Umständen schwer. Wir werden aber um jeden Punkt kämpfen", so Valo, für den Meißenheim, Ottenheim und Ohlsbach Favoriten sind.

"Wir wollen schnell Fahrt aufnehmen und uns möglichst früh einen guten Mittelfeldplatz sichern", lautet das Ziel von Trainer Fabian Hochstuhl, der mit der Reserve des TVS Baden-Baden nicht wieder in Bedrängnis kommen will. Vielleicht spielt Hochstuhl ja auch wieder selbst, es juckt ihn jedenfalls in den Fingern. Der Kader ist aber riesengroß, denn die dritte Mannschaft wurde aufgelöst, Hochstuhl hat jetzt 16 Feldspieler zur Verfügung. "Die jungen Spieler sollen an den Leistungsstand der Landesliga herangeführt werden", setzt der Trainer auf eine gesunde Mischung. Neu im Team sind Torwart Dirk Langenickel (HR Rastatt) und Daniel Grimm, in der vergangenen Saison noch einer der Leistungsträger des Oberliga-Meisters. Für Hochstuhl, der im ersten Heimspiel am 22. September Großweier zum Derby erwartet, ist Ottenheim Favorit, gefolgt vom SV Ohlsbach.

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