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TSO und MuKu wollen oben mitmischen
15.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Auch in der Südbadenliga der Frauen geht es ab heute wieder rund: Insgesamt zwölf Handballteams gehen an den Start, sechs davon aus dem Bezirk Rastatt - eine mehr als respektable Quote. Ein ganz heißer Meisterschaftsfavorit ist nicht unbedingt dabei, stattdessen haben sich mehrere Teams das offizielle Ziel Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben. Und genau diesbezüglich gibt es gute Nachrichten - noch bevor überhaupt der erste Ball geworfen, das erste Tor erzielt und die ersten zwei Punkte eingefahren sind: Aufsteiger SG Willstätt/Auenheim hat kurz vor dem Rundenstart seine Teilnahme zurückgezogen. Das heißt im Umkehrschluss, dass eine Mannschaft weniger am Ende der Spielzeit die Liga verlassen muss.

Der Klassenerhalt sollte für die SG Muggensturm/Kuppenheim nicht das große Problem darstellen, im Gegenteil. Als Absteiger aus der Oberliga würde man eher erwarten, dass die SG die Südbadenliga schnellstmöglich in die andere Richtung verlassen will. MuKu will zwar "im oberen Tabellendrittel mitmischen", wie Matthias Reiche betont, in erster Linie müssen sich er als neuer Trainer, aber auch die neu formierte Mannschaft "in der Liga zurechtfinden", wie Reiche erklärt, der zuletzt die HR Rastatt von der Bezirksklasse ins südbadische Oberhaus geführt hat (Reiche: "Ich habe meinen Auftrag erfolgreich abgeschlossen!") und nun an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Potenzial ist massenhaft vorhanden, nach "schmerzlichen" Abgängen - Olivia Blandl (SG Steinbach/Kappelwindeck), Desire Kolasinac (TG Pforzheim), Alicia Spangenberg (TuS Schutterwald), Kerstin Merkel (Karriereende) - muss das Team aber erst "noch wachsen", so Reiche. Als Wachstumsbeschleuniger sind bei MuKu mit Lea Kriegl- stein (Panthers Gaggenau/Tor), Lilith Klein und Melissa Müller (beide HSG Hardt) drei hoffnungsvolle Talente im Kader, die Reiche - wie auch das ganze Team - erfolgreich entwickeln will. Zum Auftakt am nächsten Wochenende kommt laut Reiche mit der SG Schenkenzell/Schiltach "ein sportliches Brett" in die Wolf-Eberstein-Halle.

Dicke Bretter bohren und viel Umbauarbeit leisten musste auch Patrick Pfeifer, der bei der TS Ottersweier den Cheftrainerposten von Torsten Falk übernommen hat, der aber weiterhin als Co-Trainer fungiert. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die TSO auch in dieser Saison um die vorderen Plätze mitspielen will. Dabei wird allerdings Gabi Kneer nicht mehr mithelfen, sie hat ihre Karriere beendet. Insofern muss die Turnerschaft nicht nur die Rollen in der Defensive neu verteilen, auch die Spielweise im Angriff wird sich grundlegend verändern. Der Kader ist mit 21 Spielerinnen groß und hat mit Nadine Sax und Viola Großmann (beide SG Willstätt/Auenheim) eine Frischzellenkur im Rückraum genossen. Sarah Jäkel (TV Lahr) wird die Konkurrenz im Tor beleben, aus der zweiten Mannschaft rücken Carolin Zimmer, Luisa Zimmer und Lisa Spitznagel nach, aus der Jugend Lisa Belikan und Julia Hollek. Die erste große Bewährungsprobe steht der TSO schon heute ins Haus, wenn die HSG Freiburg II in Ottersweier gastiert.

Eine große, um nicht zu sagen riesengroße Herausforderung wird die Runde für die HR Rastatt/Niederbühl. Der Aufsteiger flog mit Leichtigkeit zum Meistertitel in der Landesliga, muss aber eine Klasse höher auch das Verlieren wieder lernen - "am nahenden Ende meiner Trainerkarriere eine sehr interessante Aufgabe", findet Gustav Buchal, der das Amt von Matthias Reiche übernommen und als Trainer unter anderem bei der TSO oder in Sinzheim einen äußerst reichen Erfahrungsschatz mitbringt. Seine Zielformulierung ist gleichermaßen plakativ wie charmant: Es gehe darum, "möglichst nicht so oft den Hintern versohlt zu bekommen und mit Selbigem am Ende in der Liga zu bleiben." Dabei kann Buchal zwar wohl nicht mehr auf Mona Walz und Roksana Chruszinska bauen, dafür auf eine ganze Reihe etablierter Spielerinnen, die allesamt schon höherklassig gespielt haben. Verstärkt hat sich die HR obendrein mit den Rückkehrerinnen Sandra Steinhardt (Phönix Sinzheim) und Carolin Joos (Freiburg), Pia Bartel und Laura Jung stoßen aus der eigenen Jugend in den Kader. Zur Südbadenliga-Premiere empfängt die HR am 29. September Phönix Sinzheim.

Die Feuervögel von Frank Schulmeister müssen bereits heute Abend bei der SG Dornstetten zum ersten Mal ran, wahrlich keine leichte Aufgabe. Aber "wenn alles passt, haben wir eine Chance", sagt der Phönix-Trainer, dessen Team froh ist, "dass es endlich losgeht." Wie vielen anderen Kollegen stand Schulmeister in der Vorbereitung selten sein kompletter Kader zur Verfügung und so bringt es den Übungsleiter auch nicht aus der Ruhe, dass auch heute "drei, vier Stammspielerinnen fehlen". Denn insgesamt ist man in Sinzheim gut aufgestellt: Nach dem Ende des sportlichen Mutterschutzes sind die Torhüterinnen Sarah Walter und Lisa Kamm wieder mit an Bord, den Neuzugängen Jessica Höwing (Panthers Gaggenau) und Michaela Tschan (zuletzt Mannheim, davor SG Achern) bescheinigt Schulmeister, der einen Mittelfeldplatz anpeilt, "sehr großes Potenzial".

Das steckt freilich auch im Team der SG Baden-Baden/Sandweier, und auch das Team von Matthias Frietsch visiert in dieser Saison wieder einen Mittelfeldplatz an. Die Zielvorgabe fußt in erster Linie auf einer "guten Vorbereitung" mit sehr "straffem Programm". Zudem verzeichnet Frietsch außer seiner Frau Vanessa, die ihre Handballschuhe an den Nagel gehängt hat, keinen Abgang. Dafür aber eine vielversprechende Neuverpflichtung: Diana Mettke, die mit den avisierten Einsatzzeiten bei der SG Steinbach/Kappelwindeck II nicht wirklich einverstanden war, hat sich kurzfristig der SG Baden-Baden angeschlossen. Sehr erfahren und immer noch pfeilschnell lauten ihre Attribute, weshalb Frietsch glaubt, dass sie eine "wichtige Stütze" im Team sein kann.

Ohne diese muss in dieser Runde die SG Steinbach/Kappelwindeck II auskommen. Das findet Arnold Manz "ein bissel schade. Wir verlieren sie nur ungern." Größere Kopfschmerzen bereitet das dem sportlichen Leiter der Rebland-SG allerdings nicht, schließlich sprudelt der Talentebrunnen in der Vorbergzone nahezu unaufhörlich. Für die anstehende Saison, in die die SG am nächsten Wochenende mit einem Heimspiel gegen den TuS Ottenheim startet, kann Fabian Heidenreich, der neue Trainer der Reserve und laut Manz "ein wahrer Handballverrückter", auf zahlreiche Nachwuchskräfte zurückgreifen, die trotz ihres jungen Alters höherklassige Spielpraxis mitbringen: Karla Höhne, Karen Klöpfer, Janina Horn, Sarah Tränkel oder Mareike Ast, um nur einige zu nennen. Dazu kommen freilich die erfahren Korsettstangen Cia Boni, Janina Huber, Laura Braun oder Cyrielle Koch. Mit diesem Kader peilt die SG einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Manz: "Es wird sicher einige Spiele geben, die wir verlieren werden, aber nicht hätten verlieren müssen. Aber wir werden sicher auch wieder die ein oder andere Überraschung landen."

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