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Roland Heiler stößt zu Gold
18.09.2018 - 00:00 Uhr
Die Senioren-Weltmeisterschaften im spanischen Malaga bildeten für einige Leichtathleten aus dem Kreis Rastatt/Baden-Baden/Bühl den Höhepunkt der Saison. Roland Heiler von der LAG Obere Murg sorgte mit Gold beim Kugelstoßen und Silber im Diskuswerfen für den größten Erfolg der Kreisathleten. Ohne Edelmetall in den Einzelwettbewerben blieben dieses Mal die erfolgsverwöhnten mittelbadischen Geher. Dafür gab es Mannschafts-Gold für Geherin Gisela Theunissen und Bronze für Hürdensprinter Björn Maier.

Gleich zu Anfang der zwei Wochen dauernden Senioren-Weltmeisterschaften musste Roland Heiler in den Ring treten. Am Abend des ersten Wettkampftags dominierte der LAG-Werfer als einer der ältesten Teilnehmer das Feld der M-75-Kugelstoßer nach Belieben. Schon sein erster Stoß auf 11,76 Meter hätte zum Sieg gereicht. Doch Heiler steigerte sich noch bis auf 12,72 Meter und gewann mit mehr als einem Meter Vorsprung den WM-Titel. Da er in Deutschland schon der M80 angehört, steigerte er seine deutsche M-80-Bestleistung mit der Vier-Kilo-Kugel um satte siebzig Zentimeter.

Auch beim Diskuswerfen gehörte Roland Heiler als sicherer 40 Meter-Werfer zu den Top-Favoriten. Doch diese Marke wollte in Malaga einfach nicht fallen. Mit 38,11 Metern ging er trotzdem als Führender in den Endkampf. Doch im vierten Durchgang übertraf der Engländer John Watts mit 39,53 Metern den frisch gebackenen Kugelstoß-Weltmeister. Heiler konnte nicht mehr kontern und verpasste als Vizemeister seinen zweiten anvisierten Titel.

Björn Maier vom Sportring Yburg Steinbach startete in der Klasse M45 in seiner Spezialdisziplin 110 Meter Hürden erfolgreich in die Titelkämpfe. Im Vorlauf lief er in 17,06 Sekunden als Zweiter seines Vorlaufs direkt ins Finale und konnte mit der insgesamt drittschnellsten Zeit auf eine Medaille hoffen. Im Endlauf kam er dann zwar nicht mehr ganz an diese Zeit heran, holte mit 17,16 Sekunden aber trotzdem Bronze. Zum Abschluss der Titelkämpfe wurde Maier noch in der 4x100-Meter-Staffel der Männer M40 eingesetzt, die auf Platz fünf lief.

Nicht gut lief es für die ansonsten so erfolgreichen Geher aus dem Kreisgebiet. Am besten machte es noch Gisela Theunissen vom TB Gaggenau. In der Klasse W75 erreichte sie im 5000-Meter-Bahngehen in 37:53,84 Minuten ebenso den fünften Platz wie im Zehn-Kilometer-Straßengehen in 1:17:22 Stunden. Auf der langen 20-Kilometer-Strecke hatte Gisela Theunissen schon nach der Hälfte der Distanz Muskelprobleme im linken Bein und kämpfte sich aber als Sechste in 2:47:05 Stunden für die Mannschaft bis ins Ziel. Hier kam das deutsche Team W75 (Ursula Herrendörfer; Theunissen; Helga Dräger) auf Platz eins, und die Gaggenauerin wurde für ihr Durchhalten mit Gold belohnt.

Zum Vergessen liefen die Titelkämpfe für ihre Vereinskollegin Marianne Gerhard (W65). Nachdem sie über 5000-Meter-Bahngehen nicht angetreten war, hatte sie ihren ersten Start auf der zehn Kilometer Straßenstrecke. Auf einer Ein-Kilometer-Schleife mussten die Geherinnen und Geher neun Runden absolvieren, bevor sie unter dem Beifall der Zuschauerinnen und Zuschauer die letzten 800 Meter im Stadion bis zur Ziellinie absolvieren durften. Gerhard wurde aber bereits nach acht Runden auf der Straße ins Ziel geschickt und stand lange Zeit als Silbermedaillengewinnerin mit 61:09 Minuten in den Ergebnislisten. Als dieser Fehler erkannt wurde, platzte auch die deutsche Mannschaft (Patrzalek, Echle, Gerhard) und Marianne Gerhard war äußerst traurig über dieses Missgeschick. Über 20 Kilometer trat die Gaggenauerin dann nicht mehr an.

Ohne Ergebnis blieben auch die Bühlertäler M-60-Geher Georg Hauger und Alfons Schwarz. Über 5000-Meter-Bahngehen trat Schwarz nicht an, Hauger wurde disqualifiziert. Über zehn Kilometer musste Hauger aufgeben, Schwarz wurde disqualifiziert. Auch über 20 Kilometer wurde Schwarz vorzeitig herausgenommen.

Gleich in fünf Wettbewerben startete Joachim Speck (TG Ötigheim) bei den Männern M45. Trotz starker 45,82 Meter im Speerwurf konnte er sich als 15. nicht für das Finale der besten Acht qualifizieren. Über 100 Meter in 13,47 Sekunden und über 200 Meter in 27,29 Sekunden kam er nicht über die Vorläufe hinaus. Beim Weitsprung blieb er mit 4,58 Metern gut einen halben Meter hinter seinen bisherigen Weiten zurück, beim Dreisprung gelang ihm kein gültiger Versuch. (rawo)

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