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Zurück im Wohnzimmer
Terrain zurückerobert: Die Meldezahlen für den am Sonntag stattfindenden Baden-Marathon sind wieder deutlich angestiegen.  Foto: GES
20.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Frank Ketterer

Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, auch Fried-Jürgen Bachl sieht das so. "Wir kehren an den Platz zurück, an dem wir groß geworden sind", sagt der langjährige Geschäftsführer des Baden-Marathons. Nach zwei Ausgaben mit Start und Ziel auf dem Gelände der Karlsruher Messe draußen beim Forchheimer Flughafen befinden sich Start und Ziel des 36. Fiducia & GAD Baden-Marathon wieder auf angestammtem Terrain: Der Startschuss an diesem Sonntag fällt um 9.30 Uhr vor der Karlsruher Europahalle, das Ziel liegt nur ein paar Meter nebenan im Beiertheimer Stadion, das vielen als eine Art "Wohnzimmer" des Karlsruher Laufspektakels gilt.

Nicht zuletzt deshalb werden die beiden Ausflüge raus auf die Messe nicht unbedingt als Erfolgskapitel in die Geschichte des Baden-Marathons eingehen. "Das stieß auf wenig Begeisterung", sagt Bachl, der Blick auf die Meldezahlen beweist das: Im Vorjahr waren es nur noch rund 7800 Läufer, die für die verschiedenen Strecken gemeldet hatten, entsprechend geschrumpft waren die Einnahmen durch Startgebühren. "Im letzten Jahr haben wir ein heftiges Defizit geschrieben", nennt Bachl die logische Folge dessen. Mehr sogar noch: "Bei einem weiteren Jahr auf dem Messe-Gelände hätten wir wohl vor dem Aus gestanden."

Das wurde verhindert. Mit der Rückkehr nach Beiertheim sind auch die Starterzahlen wieder signifikant angestiegen. Knapp 10000 Läufer haben für Sonntag für die verschiedenen Distanzen gemeldet, von denen in der Fächerstadt ja eine ganze Reihe angeboten werden. "Wir haben verlorengegangenes Terrain zurückerobert", sagt Bachl dazu. Ganz genau genommen, haben er und seine Veranstalter-Crew bei den Meldezahlen sogar mehr hinzugewonnen als sie zuvor verloren hatten - und das entgegen dem deutschlandweiten Trend. Allein beim Marathon sind über 250 Starter mehr zu vermelden als im Vorjahr: Rund 1250 Läufer werden sich am Sonntag an den kompletten 42,195 Kilometern versuchen.

Auf dem Programm stehen selbstredend und fast schon naturgemäß natürlich auch die halbe Distanz sowie der im vergangenen Jahr neu eingeführte "Drittel-Marathon" über rund 14 Kilometer. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der Team-Marathon, bei dem sich vier Läufer die klassische Marathonstrecke in Staffelmanier teilen. Nicht zu vergessen sind selbstredend die bereits am Samstag stattfindenden Wettbewerbe (Mini-Marathon, Mini-Halbmarathon und Bambini-Marathon) für Nachwuchs-Marathonis ab drei Jahren.

Was die Favoriten bei den "Großen" anbelangt, bleibt sich der Baden-Marathon treu: Schon seit drei Jahren werden weder Antrittsgelder noch Preisgelder bezahlt, entsprechend fehlen die ganz großen Namen auf der Starterliste - und die ganz schnellen Zeiten. Dafür gibt sich die regionale Lauf-Prominenz gerne die Ehre, allen voran Simon Stützel, der seinen drei Siegen über die Marathondistanz in Serie gerne Triumph Nummer vier folgen lassen würde. Im Vorjahr gewann der Mann von der "Landau Running Company" in 2:25 Stunden. Ob er diese Zeit wieder erreichen oder gar unterbieten kann, wird auch davon abhängen, wie gut er seinen Trainingsunfall (Zusammenstoß mit einem Fahrradfahrer) überstanden hat. Besondere Aufmerksamkeit bei den Frauen hat Simone Ratz verdient. Auch sie war in Karlsruhe schon zwei Mal erfolgreich, nun möchte sie bei ihrem letzten Marathon-Start überhaupt aller guten Dinge drei werden lassen. Mit einer Zeit von 2:50 Stunden darf gerechnet werden. "Damit ist sie weitgehend konkurrenzlos", sagt Bachl.

Einmal mehr haben er und seine Mitstreiter sich etwas Neues einfallen lassen, an Ideen hat es ihnen schließlich noch nie gemangelt. In diesem Jahr sind es die Kilometerschilder, auf denen sich 42 badische Städte und Gemeinden wiederfinden. Zahlreiche große und kleine Städte sind dabei vertreten. Von Tauberbischofsheim oder Heidelberg im Norden, bis hin zu Waldshut-Tiengen im Süden oder Donaueschingen im Südosten. Jedes Schild zeigt ein Motiv des Ortes sowie das historische Wappen, beides wurde von den jeweiligen Gemeinden zur Verfügung gestellt. "Schritt für Schritt durch Baden", laute, so Bachl, das dazu passende Motto. Baden-Baden (Kilometer 25) ist dabei ebenso vertreten wie Rastatt (5 km), Bühl (6 km) und Gaggenau (7 km). Das letzte Schild 195 Meter vor dem Ende aller Strapazen ist freilich der Stadt Karlsruhe vorbehalten.

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