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Stützels größter Sieg
24.09.2018 - 00:00 Uhr
Es ist eine dieser wundersamen Geschichten, wie sie der Sport immer wieder mal schreibt. In Simon Stützel gewann zwar nicht ganz unerwartet jener Läufer den diesjährigen Baden-Marathon in Karlsruhe, der auch in den drei Jahren zuvor triumphiert hatte, doch beim Blick auf die vergangenen zwölf Monate im Leben Stützels, kann dieser Sieg durchaus als sensationell bezeichnet werden.

Vor einem Jahr, kurz nach seinem dritten Sieg beim Baden-Marathon, brach sich Stützel den Fuß, sieben Monate lang war anschließend an Laufen nicht zu denken. Erst im April nahm Stützel das Training wieder auf und schien auf gutem Weg, ehe der nächste Einschlag folgte: Bei einem Trainingslauf auf pfälzischer Seite entlang des Rheins wurde er Anfang Juni in einer Kurve frontal von einem Fahrradfahrer gerammt. Der Lenker bohrte sich durch Stützels Bauchdecke, Teile des Darms quollen heraus.

"Als ich im Helikopter lag und ins Krankenhaus geflogen wurde, war mein erster Gedanke, dass es das war mit dem Baden-Marathon." Doch Langstreckenläufer sind zähe Knochen, nur eine Woche und 30 Infusionen nach dem schweren Unfall ging der Blick bereits wieder nach vorne. Dass Stützel nun, bei seinem vierten Sieg in Folge, mit 2:24:37 Stunden sogar unter den Zeiten seiner bisherigen Siege blieb, rundete den gestrigen Tag ab.

Dabei war es auf der Strecke alles andere als einfach. "Sehr schwer", empfand nicht nur Stützel die Bedingungen. Die neue Strecke mit der Rückkehr des Zielbereichs ins Beiertheimer Stadion zwar deutlich reizvoller und insgesamt wohl schneller als zuletzt mit der Zielankunft in der Messe Karlsruhe, dafür passte das Wetter nicht. "Auf den letzten Kilometern hatten wir brutalen Gegenwind", so Stützel. Hinzu kam, dass ab Kilometer 33 bis ins Ziel die Marathonis sich die Strecke wieder mit den Halb-Marathonis teilen mussten und es zeitweise sehr voll auf der Strecke wurde.

Wie bei den Männern, so schlug auch bei den Frauen in Simone Raatz eine Seriensiegerin zu. Die Karlsruherin beherrschte wie in den beiden Jahren zuvor die Konkurrenz deutlich und konnte sich auf der Zielgeraden sogar die Zeit nehmen, Töchterchen Emmie mit auf die Laufbahn zu holen. Danach ging es gemeinsam durchs Ziel. Auch Raatz erwähnte den brutalen Gegenwind, hinzu kam, dass sie bei Kilometer 32 wegen Schmerzen in den Füßen das Schuhwerk wechseln musste. Am Ende, nach 2:55:44 Stunden, war sie platt, aber glücklich, vielleicht auch, weil es ein überragender Abschluss ihrer Marathonkarriere war. "Das war heute mein zehnter Sieg bei einem Marathon und es wird der auch mein letzter sein", stellte sie fest.

Das Kapitel Marathon ist für sie abgeschlossen. Auch Stützel wird im kommenden Jahr seinen Titel nicht verteidigen. Er plant stattdessen einen Start beim Berlin-Marathon. "Das ist für jeden Läufer ein Muss", sagte er gestern.

Carsten Pfläging, Vorstandmitglied des Hauptsponsors Fiducia&GAD und beim Halbmarathon mit deutlich unter zwei Stunden im Ziel, wird sich beim drittältesten Stadtmarathon Deutschlands also auf neue Gesichter auf dem Siegespodest einstellen müssen. Doch das wird zu verschmerzen sein, denn mit der Rückkehr des Marathons zu seinen Wurzeln mit Start und Ziel bei der Europahalle wurde die wichtigste Entscheidung schon vor einem Jahr gefällt. "Es geht wieder durch die Straßen der Stadt. Der Baden-Marathon hat wieder unwahrscheinlich viel dazugewonnen", so Pfläging. Deutlich höhere Starterzahlen als zuletzt und spürbar mehr Publikum entlang der Strecke, bestätigen diese Einschätzung. (win)

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