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Happy End statt Horror
Völlig entfesselt: Seinen 13 Treffern gegen die VTZ Saarpfalz will Sandweiers Kapitän Simon Bornhäußer (am Ball) gegen Oppenweiler weitere Tore folgen lassen.  Foto: toto
28.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Mit Horrorfilmen kann Ralf Ludwig nichts anfangen. Streifen von Stephen King, Wes Craven oder Alfred Hitchcook locken ihn nicht vor den Bildschirm. Am Sonntag hat er sich aber dennoch einen echten Grusel-Schocker reingezogen. "Schlafen", berichtet der Trainer des TVS Baden-Baden, "konnte ich eh nicht!" Es war natürlich kein Horrorfilm im klassischen Sinn, es gab kein Kettensägenmassaker und es wartete kein Messermann hinter dem Duschvorhang. Gegruselt hat sich Ludwig dennoch - bei der Videoanalyse der 31:33-Heimniederlage gegen die VTZ Saarpfalz.

"In meiner langen Karriere gehört das Spiel definitiv in die Top Drei der bittersten Niederlagen", erklärt Ludwig. Das liegt einzig und allein an den letzten fünf Minuten der Partie, denn in den 55 Minuten davor haben "wir guten Handball geboten". Die taktischen Vorgaben wurden gut umgesetzt, die Sandweierer hatten - abgesehen von einer kurzen Schwächeperiode am Anfang - in Abwehr und Angriff die richtigen Lösungen parat. Simon Bornhäußer spielte wie entfesselt, Han Völker lieferte eine exzellente Vorstellung in der Defensive ab. Die Schlussphase ließ allerdings allen Verantwortlichen und Fans das Blut in den Adern gefrieren. 31:27 führten die Hausherren in der 55. Minute, der Heimsieg war so gut wie eingetütet. Doch in den letzten sieben Angriffen kam der TVS nur ein einziges Mal zum Wurf, allerdings ohne Torerfolg. Aufgrund von technischen Fehlern kam es in den sechs anderen Fällen nicht mal zum Abschluss. Eigentlich kaum vorstellbar: Es gewannen die bis dato sieglosen Gäste.

So unerklärlich dieser Spielverlauf ist, so unwahrscheinlich ist es, dass in Sandweier innerhalb von so kurzer Zeit ein weiteres derartiges Fehlerfestival steigt. Insofern hat Ludwig trotz des Horrorstreifens keine bleibende Phobie entwickelt. "Uns ist nicht bange", sagt der Trainer vor dem nächsten Heimspiel morgen gegen den Tabellenletzten HC Oppenweiler/Backnang. Die Gäste sind bisher zwar noch ohne Punkt, das hätte anderen Teams bei einem derartigen Auftaktprogramm aber auch passieren können. Und so haben die Grün-Weißen die eigenen Fehler im Training intensiv aufgearbeitet und vor allem an der Passgenauigkeit unter Gegnerdruck (Ludwig: "Daran müssen wir uns gewöhnen.") gearbeitet. Schließlich muss morgen ein Heimsieg her.

Gute Nachrichten gibt es derweil an der Personalfront: Markus Koch ist zurück aus den Flitterwochen, Abwehrchef Sebastian Wichmann ist wieder mit dabei, ebenso Toptorjäger Christian Fritz, der gegen Saarpfalz krankheitsbedingt nicht mitwirken konnte. Deshalb "sind wir guter Dinge", sagt TVS-Coach Ludwig und betont: "Das ist keine Worthülse oder Durchhalteparole. Ich bin davon überzeugt: Wir waren oft nah dran, aber jetzt packen wir es!" Auch bei Horror-Filmen gibt es ja manchmal ein Happy End.

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