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Lieber wieder Dr. Jekyll
Mit an Bord: Kuppenheims Marek Balzer (rechts) ist wieder fit und kehrt in den Kader zurück. Foto: toto
12.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

In Radolfzell sah Matthias Frieböse wieder einmal die zwei Gesichter seiner Mannschaft. Die Anfangsviertelstunde hatten die Fußballer des Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim komplett verschlafen, wirkten fahrig, geistig nicht auf dem Platz - mit fatalen Folgen: Bereits nach fünf Minuten kassierten die Wörtelkicker am Bodensee den entscheidenden Gegentreffer. Danach kämpfte sich der SV 08, vor allem in der zweiten Halbzeit, zwar ins Spiel zurück, zeigte eine engagierte Leistung, kreierte Torchancen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. So siegte am vergangenen Samstag wieder einmal Mr. Hyde über Dr. Jekyll - und der SV 08 Kuppenheim musste die Heimreise mit leeren Händen antreten.

"Wir haben nicht gut gespielt am Anfang. Ein langer Ball in die Spitze, Unachtsamkeiten in der Defensive und schon mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen", beschreibt der 08-Trainer die "Hyde-Phase". Dass die Schwarz-Blauen, wenn sie ihr schönes Gesicht zeigen - sprich Einsatz, Leidenschaft und Laufbereitschaft an den Tag legen - jeder Mannschaft in der Verbandsliga Probleme bereiten können, bewiesen sie gegen den Tabellenfünften nach der Pause. "Da waren wir am Drücker, haben uns drei, vier tolle Chancen herausgespielt, die der Keeper klasse pariert. Am Ende hat auch einfach das Quäntchen Glück gefehlt, um mit einem Punkt die Heimreise anzutreten", sagt Frieböse.

Während man beim SV 08 gespannt sein darf, ob morgen Dr. Jekyll oder Mr. Hyde auf dem Platz stehen wird, herrscht beim Gegner, dem Kehler FV, momentan ganz schönes Tohuwabohu: Tabellenplatz neun, lediglich drei Siege aus zehn Spielen - zu wenig für die ambitionierten Ziele der Kehler Verantwortlichen. So wurde am Montag, zwei Tage nach der 2:6-Klatsche gegen den Spitzenreiter Freiburger FC, die einvernehmliche Trennung von Trainer Karim Matmour beschlossen. Für den Ex-Bundesligaprofi des SC Freiburg steht morgen im Wörtel nun Heinz Braun an der Seitenlinie. "Natürlich müssen wir versuchen, diese Unruhe für uns zu nutzen. Wir dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen und ihren Spielfluss finden lassen. Wenn Kehl nämlich als Truppe auftritt, haben sie ganz schön viel Klasse in ihren Reihen", erklärt Frieböse und schiebt hinterher: "Wir müssen das Spiel mit geballter Power angehen, dann ist der KFV sicherlich verwundbar." Aufpassen müssen die Knöpflestädter jedoch auf die individuellen Stärken eines Kevin Sax und David Assenmacher. Zudem haben die Kehler einen bundesligaerfahrenen Akteur in ihren Reihen. Der mittlerweile 37-jährige Yacine Abdessadki brachte es für den SC Freiburg auf 55 Einsätze im deutschen Oberhaus. Verzichten muss der 08-Trainer auf den gesperrten Denis Kolasinac und wohl auch auf Simon Götz (Knöchel), dafür kehren Benjamin Radke und Marek Balzer zurück.

Geht es nach Matthias Frieböse, darf sich morgen Mittag an der Seitenlinie gerne KFV-Trainer Heinz Braun in Mr. Hyde verwandeln, denn dann wäre der SV 08 wohl auf der Siegerstraße.

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