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Wiese hoch, Wiese runter
Karlsruhes Marvin Pourié (vorne) im Kampf um den Ball mit Unterhachings Christoph Greger.  Foto: GES
29.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Ein bisschen hatte man damit ja rechnen müssen. Die Spielvereinigung aus Unterhaching ist schließlich darauf spezialisiert, Fußballspiele nicht zu verlieren, aber auch nicht zu gewinnen. Das 0:0 am Samstag gegen den Karlsruher SC war schließlich schon das achte Unentschieden der Münchner Vorstädter in dieser Saison und das sechste hintereinander. Dieses war freilich etwas glücklich zustande gekommen, die Gäste aus Baden hatten alles in allem jedenfalls die besseren Chancen und hätten die Partie durchaus für sich entscheiden können. Immerhin: Nach zuletzt zwei Niederlagen konnte der KSC diesmal zumindest einen Punkt einsacken.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten als Sieger vom Platz gehen müssen", fasste Alois Schwartz das siebte Auswärtsspiel seiner Mannschaft hernach zusammen und konkretisierte: "Wir haben viele Chancen herausgespielt und gegen eine spielstarke Mannschaft wenig zugelassen." Ausdrücklich lobte der Karlsruher Trainer die von ihm erstmals in der Startelf aufgebotenen Alexander Groiß (20) und Tim Kircher (19).

Gerade mal 25 Sekunden waren im "Alpenbauer Sportpark" gespielt, da hätte der KSC auch schon in Führung gehen können. Gleich mit ihrem ersten Ballbesitz kamen die Wildparkprofis über rechts nach vorne. Anton Fink flankte in den Strafraum, Marvin Pourié kam mit der Fußspitze an den Ball - doch Unterhachings Keeper Lukas Königshofer verhinderte mit einer Blitzreaktion einen frühen Rückstand. Anschließend erarbeiteten sich die Münchner Vorstädter langsam aber sicher ein Übergewicht, ohne dabei jedoch Chancen herausspielen zu können. Der KSC machte seinerseits erst wieder nach etwa einer halben Stunde von sich reden. Bei einem Kopfball von Alexander Groiß nach einer Ecke musste Königshofer seine Mannschaft erneut vor dem Rückstand bewahren. Nur Sekunden später benötigte der Schlussmann der Gastgeber zudem das Glück des Tüchtigen. Diesmal klatschte - wieder nach einer Ecke - ein Kopfball von Groiß an den Querbalken (29.). Alles in allem ließ Unterhaching in der ersten Halbzeit auf dem regennassen Boden den Ball aber sicherer, schneller und genauer laufen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die zuvor schon abwechslungsreiche Partie mehr und mehr zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Mannschaften spielten auf Sieg. Dabei erarbeitete und erspielte sich der KSC ein Übergewicht, dem vor allem Königshofer immer wieder Paroli bot, wie zum Beispiel in der 52. Minute gegen Manuel Stiefler. Aber auch die Hausherren versetzten ihren Gästen immer wieder gefährliche "Nadelstiche". So konnte Pisot den torgefährlichen Stephan Hain in der 72. Minute erst in letzter Sekunde vom Ball trennen und am möglichen Torerfolg hindern.

Mit der Einwechslung von Kyoung-Rok Choi eröffnete der KSC dann eine durchaus erfolgversprechende Schlussoffensive, in der den Gästen auch nach Vorarbeit des Südkoreaners durch Marvin Wanitzek ein Tor gelang (79.). Auf Intervention seines Linienrichters nahm Schiedsrichter Tim Skorczyk die zunächst erfolgte Anerkennung des Treffers aber zurück. KSC-Stürmer Marvin Pourié stand bei Wanitzeks Schuss im Abseits und behinderte Königshofer. In der Nachspielzeit hätten dann auch noch Unterhachings Dominik Widemann (90.+2) und erneut Wanitzek (90.+3) das Spiel für ihre Farben entscheiden können.

"Wiese rauf, wiese runter - alles war möglich", beschrieb Wanitzek den Spielverlauf später. "Wir wollten den Dreier unbedingt mitnehmen. Wir hatten vor allem in der zweiten Halbzeit enorm viel Ballbesitz und enorm viele Chancen. Darauf können wir aufbauen", stellte er zudem fest. Derweil meinte Sportdirektor Oliver Kreuzer: "Wichtig war, dass die Mannschaft nach der 2:5-Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden eine richtig gute Reaktion gezeigt hat. Wir hätten den Sieg verdient gehabt."

SpVgg Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Endres, Greger, Winkler - Stahl, Kiomourtzoglou (75. Schimmer) - Marseiler, Porath (66. Widemann) - Hain (84. Robert Müller), Bigalke.

KSC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Kircher - Groiß, Wanitzek - Stiefler, Lorenz - Pourié, Fink (75. Choi).

Schiedsrichter: Tim Skorczyk (Braunschweig) - Tore: Fehlanzeige - Zuschauer: 2500.

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