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Ein würdiger Abschied
Ein würdiger Abschied
05.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber immerhin: Am Ende stand der gewünschte Sieg und damit ein würdiger Abschied aus dem Wildparkstadion. Mit 2:1 gewann der Karlsruher SC sein letztes Spiel im altehrwürdigen Oval. Marvin Pourié wurde zum Mann des letzten Wildpark-Tages und ließ mit seinen beiden Treffern recht schnell vergessen, dass die Gäste den Hausherren über die gesamte Spielzeit ein sehr unangenehmer Gast waren und durchaus hätten einen Punkt mit nach Hause nehmen können.

"Wir haben gerackert und gearbeitet - und damit unseren Teil zum Gelingen der Abschiedsparty beigetragen", sagte KSC-Trainer Alois Schwartz nach Abpfiff. Ganz ähnlich hörte sich die Zusammenfassung von Oliver Kreuzer an: "Das war ein mühsamer Arbeitssieg", stellte der Sportdirektor fest. Der allerdings hätte laut Schwartz durchaus ein, zwei Tore höher ausfallen können. "Wir hatten mehr und die klareren Chancen", befand der Trainer.

Dabei hatte es durchaus ein paar Minuten gedauert ehe sich die Hausherren im mit 24 317 Zuschauern dem Anlass entsprechend besuchten Wildpark zurechtfanden. Würzburg war zu Beginn der Partie die bessere Mannschaft, soll heißen: quicklebendig, ballsicher und sehr selbstbewusst. Zumindest kämpferisch hielt der KSC allerdings dagegen - und je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Wildparkprofis zurecht. Mehr noch sogar: Nach etwa 25 Minuten hatten sich die Blau-Weißen ein zumindest leichtes Übergewicht erarbeitet und verzeichneten in dessen Folge auch zwei Halbchancen (27., 35.). Fast folgerichtig gingen die Badener kurz vor der Pause auch in Führung. Nach einem Abwurf von Torhüter Benjamin Uphoff ließen sich die Rothosen auskontern. Über Alexander Groiß und Manuel Stiefler kam der Ball zu Marvin Pourié. Der zog aus gut 20 Metern ab und traf mit seinem Flachschuss links unten (41.) ins Würzburger Tor. Dass dessen Hüter Leon Bätge dabei keine gute Figur machte, war den Karlsruhern ziemlich egal.

Kurz nach dem Seitenwechsel war die Pausenführung allerdings schnell perdu. Würzburg spielte die KSC-Abwehr nach einem einfachen Ballverlust von Daniel Gordon so durcheinander, dass schließlich Patrick Göbel problemlos das 1:1 erzielen konnte (51.).

Die Wildparkprofis ließen sich davon allerdings nicht weiter beirren und bissen zurück. In der 67. Minute scheiterte Anton Fink noch in seinem 300. Drittligaspiel aus kurzer Distanz an Leon Bätge, den Nachschuss setzte zudem Pourié aus zehn Metern über den Querbalken. 13 Minuten später freilich machten es die beiden besser: Fink eroberte nach einem erneut groben Schnitzer von Bätge den Ball und bediente Pourié, dessen "Schüsschen" ins Würzburger Tor "rumpelte". Nur weil der Karlsruher Mittelstürmer wenig später eine weitere Großchance zum 3:1 vertändelte (86.), blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen.

Aus Sicht von Michael Schiele war die zweite Halbzeit "auf Augenhöhe" verlaufen. Der Gästetrainer vertrat die Ansicht, dass für seine Mannschaft ohne ein zweites Gegentor sogar "ein dreckiger Sieg" möglich gewesen wäre. Derweil bekrittelte Kreuzer das Spiel der eigenen Elf. "Das war kein Spiel aus dem Regal ,Fußball-Feinkost'. Dazu war es zu fehlerhaft. Engagement und Mentalität sind in Ordnung - aber spielerisch müssen wir uns einfach steigern", forderte der Sportdirektor.

KSC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach - Groiß, Wanitzek - Stiefler (72. Choi), Lorenz - Pourie (88. Sané), Fink (90.+2 Hanek).

Würzburger Kickers: Bätge - Patrick Göbel, Hägele, Schuppan, Kai Wagner - Bachmann (65. Hansen), Gnaase - Kaufmann, Skarlatidis, Mast (70. Baumann) - Ademi (83. Breitkreuz).

Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta) - Tore: 1:0 Pourié (41.), 1:1 Patrick Göbel (51.), 2:1 Pourié (82.) - Zuschauer: 24 317 - Gelbe Karten: Fink, Stiefler, Roßbach - Skarlatidis, Schuppan.

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