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Gewackelt, aber nicht gefallen
Gewackelt, aber nicht gefallen
12.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Es sah gut aus, sehr gut sogar - und der Karlsruher SC bei seinem Gastspiel beim SV Meppen wie der sichere Sieger. Durch Tore von Marvin Pourié, Marvin Wanitzek und Marc Lorenz lagen die Badener bereits zur Pause mit 3:0 vorne. Bis zur 80. Minute ändere sich daran nichts. Dann brachten Nick Proschwitz mit einem Handelfmeter und Marius Kleinsorge binnen 60 Sekunden den Karlsruher Erfolg noch einmal in Gefahr. Indes: Der Sieg der Gäste wackelte zwar, aber er fiel nicht. Mit Glück und Geschick brachte der KSC seien auf 3:2 geschrumpften Vorsprung doch noch ins Ziel.

"Erst einmal durch durchpusten", musste KSC-Trainer Alois Schwartz "nach dieser Schlussphase", für die seine Mannschaft größtenteils selbst die Verantwortung trug, wie Schwartz anmerkte. Denn ein viertes KSC-Tor sei schon vor der Pause möglich und nach dem Seitenwechsel sogar "mehrmals drin" gewesen. So aber war bis zum Schluss "alles möglich", wie Meppens Trainer Christian Neidhartes es in seiner Zusammenfassung formulierte. Man habe gesehen, so stellte er zudem fest, dass auch eine Mannschaft wie der KSC noch "die Flatter kriegt". Insgesamt aber waren sich beide Trainer einig: Der Sieg des KSC war verdient.

In der Tat: Die Gäste gingen von Beginn an in allen Mannschaftsteilen aufmerksam und aggressiv zu Werke, verzeichneten deshalb etliche Ballgewinne und in der 22. Minute auch die Führung. Alexander Groiß fing einen Spielaufbau der Hausherren ab. Über Marvin Wanitzek und Anton Fink kam der Ball zu Marvin Pourié, der allein vor Eric Domaschke im SVM-Tor kein Problem hatte, seinen siebten Saisontreffer zu erzielen.

Anschließend verlor Meppen mehr und mehr die Übersicht. Eine der Folgen davon: Nach einem Foul an ihm selbst zirkelte Marvi n Wanitzek in der 30. Minute einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer zum 2:0 ins Netz (30.). Damit nicht genug: Keine weiteren zehn Minuten später rollte der KSC seine Gastgeber bei einem Konter über rechts auf. Anton Fink passte flach nach innen, wo Marc Lorenz mit seinem zweiten Saisontor den 3:0-Pausenstand erzielte (37.). Einziger Eintrüber in der ersten Halbzeit: Kurz vor Seitenwechsel handelte sich Marvin Wanitzek wegen eines Fouls im Mittelfeld seine fünfte Gelbe Karte ein (41.) und ist im Heimspiel nach der Länderspielpause gegen 1860 München (Sonntag, 25. November) gesperrt.

Auch in der zweiten Halbzeit deutete zunächst überhaupt nichts darauf hin, dass die Gäste noch einmal in Schwierigkeiten geraten könnten. Ganz im Gegenteil. Meppen lief, vor allem zwischen der 60. Und 70. Minute, mehrfach Gefahr, weitere Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Doch das, was seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten noch gelungen war, funktionierte jetzt nicht mehr. "Der entscheidende Pass, der richtige Abschluss ist nicht gelungen", bedauerte das Alois Schwartz.

Dass sich die Gastgeber noch nicht aufgegeben hatten, zeigte dann Nick Proschwitz, als er in der 74. Minute aus spitzem Winkel von links mit einem satten Abschluss Benjamin Uphoff im KSC-Tor prüfte. Weil Marco Thiede der Ball an die Hand sprang und "heutzutage jedes Ding gleich als Hand bezeichnet wird", wie Schwartz später schimpfte, sorgte erneut Proschwitz mit dem fälligen Strafstoß für den 1:3-Anschluss (80.). Meppen bekam laut Schwartz nun tatsächlich zunächst "die zweite" - und nach dem 2:3 durch Marius Kleinsorge (81.) sogar "die dritte Luft". Der SVM mobilisierte seine letzten Kräfte und warf alles nach vorne. Die Angst, den Sieg noch aus der Hand zu geben oder sogar noch zu verlieren, sei durchaus vorhanden gewesen, gab Schwartz hernach unumwunden zu. "Wir haben uns aber über die Zeit gerettet", sagte der KSC-Coach erleichtert.

SV Meppen: Domaschke - Kremer (46. Jesgarzewski), Vidovic, Komenda, Vrzogic - von Haacke (72. Undav), Leugers, Kleinsorge - Wegner (46. Tankulic), Proschwitz, Granatowski.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler (72. Choi), Groiß, Wanitzek, Lorenz - A. Fink (79. M. Röser), Pourie (90.+1 Saliou Sané).

Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn) - Zuschauer: 6 521 - Tore: 0:1 Pourie (22.), 0:2 Wanitzek (30.), 0:3 Lorenz (37.), 1:3 Proschwitz (81./Handelfmeter), 2:3 Kleinsorge (82.) - Gelbe Karten: Kremer (3), Granatowski (4) - Wanitzek (5), Lorenz (3).

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