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Eine faustdicke Sensation
Eine faustdicke Sensation
12.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Marek Balzer war nicht mehr zu halten. Nachdem der Edeljoker des SV 08 Kuppenheim einen herrlichen Konter in der Nachspielzeit lässig an FFC-Keeper Niklas Schindler zum 2:0 vorbeigespitzelt und damit die Sensation gegen den Spitzenreiter aus dem Breisgau perfekt gemacht hatte, begann sein Jubellauf. Dicht auf seinen Fersen die restlichen zehn Mannschaftskameraden, ja sogar 08-Torwart Fabian Hegele sprintete in bester Usain-Bolt-Manier die gut 100 Meter zum Torschützen, sowie die komplette Auswechselbank samt Betreuer. Als die Meute Balzer schließlich nach einigen Sekunden eingeholt hatte, verschwand dieser unter einer riesigen blau-schwarzen Jubeltraube.

Zuvor lieferte der SV 08 im heimischen Wörtel dem großen Favoriten Freiburger FC einen aufopferungsvollen Kampf, ja sogar spielerisch präsentierten sich die Knöpfle-

städter auf Augenhöhe mit dem Ligaprimus. "Ein riesengroßes Lob an meine Jungs. Sie haben heute überragend gespielt. Wir haben dem FFC seine Stärken genommen und verdient gewonnen", sagte ein freudestrahlender 08-Trainer Matthias Frieböse. Geknickt war dagegen FFC-Trainer Ralf Eckert, der auch mit Schiedsrichter Stefan Mera-Linz haderte: "Wir hätten einen Handelfmeter bekommen müssen. Wir hatten heute das Spielglück nicht auf unserer Seite."

Sicherlich standen die Schwarz-Blauen in besagter Minute 33 mit Fortuna im Bunde, als der Referee bei der einzigen gefährlichen Situation der Gäste im ersten Abschnitt nicht auf den Punkt zeigte: Nach einer feinen Kombination über Marco Senftleber und Alexander Martinelli legte dieser in den Rückraum auf FFC-Kapitän Fabian Sutter ab. Dessen Schuss parierte Hegele zunächst mit dem Fuß, der Abpraller landete schließlich am Arm von 08-Verteidiger Fabio Borutta, der auf der Linie stand. Eine strittige, aber vertretbare Entscheidung.

Zuvor hatte der FFC zwar mehr Spielanteile, doch die Hausherren agierten in der Defensive wie in den vergangenen Wochen bereits überaus clever. Im Zentrum ließen die Innenverteidiger Denis Smuda und Armin Karamehmedovic Freiburgs Toptorjäger Senftleber nicht zur Entfaltung kommen, davor stellte das 08-Mittelfeld die Passwege geschickt zu und die bärenstarken Außenverteidiger Borutta und Benjamin Radke gewannen nahezu jeden Zweikampf. So fand der FFC mit seinem feinen Kombinationsspiel keine Lücke, um gefährlich vor das Kuppenheimer Gehäuse zu gelangen. Anders die Hausherren: Mit ihrem schnellen Umschaltspiel taten sie der FFC-Defensive durchaus weh. Doch ein sehenswerter Heber aus rund 35 Metern von 08-Stürmer Lucas Grünbacher über den herauseilenden Schindler ging Zentimeter am Pfosten vorbei (18.). Weitere aussichtsreiche Chancen hatten Faruk Karadogan (16.) sowie der einschussbereite Götz (28.), doch FFC-Verteidiger Felix Dreher rettete in höchster Not.

Nichts mehr zu retten gab es für die Gästeabwehr dann in der 54. Minute: Auf der linken Seite spielte zunächst Karadogan Steven Herbote herrlich frei, dessen perfekt getimter Gassenball auf Grünbacher hebelte die FFC-Abwehr aus. Der 08-Goalgetter blieb cool und schob das runde Leder lässig an Schindler vorbei ins kurze Eck. In der Folge drängte der Spitzenreiter auf den Ausgleich, der SV 08 dagegen hatte nun Platz zum Kontern. Doch die Entscheidung wollte (noch) nicht fallen. So musste in der 89. Minute nochmal der Atem angehalten werden - ein Freistoß von Mike Enderle klatschte an den Pfosten. Das Spielglück, es war am Samstag der Wörtelelf hold.

Dann kam schließlich die 92. Minute - und mit ihr der lange Jubellauf des Marek Balzers.

SV 08 Kuppenheim: Hegele - Radke, Smuda, Karamehmedovic, Borutta - Tran, Weisgerber - Götz, Karadogan, Herbote - Grünbacher.

Freiburger FC: Schindler - Novakovic, Reinhardt, Dreher, Amrhein - Sutter, Bernauer - Radovanovic, Enderle, Martinelli - Senftleber.

Schiedsrichter: Stefan Mera-Linz (Schopfheim) - Zuschauer: 200 - Tore: 1:0 Grünbacher (54.), 2:0 Balzer (90.+2) - Gelbe Karten: Tran, Weisgerber, Radke, Karadogan, Götz, Grünbacher, Karamehmedovic, Peter - Reinhardt, Amrhein, Dreher - Beste Spieler: Radke, Weisgerber, Herbote - Enderle.

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