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Mittel- als Problemberg?
16.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Michael Ihringer

Das hatte dann schon was von Ironie: Da beherrscht der SV Bühlertal größtenteils die Landesliga-Vorrunde, begeistert bisweilen mit geballter Offensivpower, führt die Tabelle drei Monate lang an - und pünktlich zum Vorrundenende übernimmt dann der SC Durbachtal die Spitze. Tröstlich ist allerdings die Feststellung von Johannes Hurle, die auch Fakt ist: "Viel schlimmer wäre das Szenario, wenn dies am 30. Spieltag passiert wäre." Dann hätte nämlich der SVB, wie schon in der Vorsaison, die Meisterschaft und damit den Direktaufstieg selbst verspielt.

So können die zwei Heimniederlagen in Folge gegen die kompakten Titelmitstreiter aus Schutterwald und Hofstetten natürlich wettgemacht werden - und zwar möglichst noch in diesem Jahr mit der angestrebten Maximalausbeute in den restlichen drei Rückrundenspielen. Der Auftakt soll, nein er muss gegen den Vorletzten Rastatter SC/DJK gemacht werden, der einst gefürchtete Mittelberg darf nicht zum Problemberg werden. "Ich möchte nicht den Begriff Mini-Krise wählen, aber wir haben derzeit einen Durchhänger. Wir haben gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, machen aus zehn Chancen wiederholt kein Tor, der Gegner aus zwei aber zwei Tore", umschreibt Hurle die momentane Problematik.

Hurle kommt sich derzeit wie im falschen Film vor oder als würde er in einer anderen Sportart die Anweisungen geben. "Es fühlt sich teilweise an wie beim Handball", sagt er angesichts der wie am Kreis kompakt positionierten Defensivketten der Gegner, die jede Schwäche seiner Schützlinge im Konter ausnutzen. "Nun schlüpfen wir erstmals in die Rolle des Jägers", sagt der Übungsleiter, der es bislang zwar überzeugend geschafft hat, "dass wir schönen Fußball spielen", jetzt aber beim ersten spürbaren Gegenwind auch etwas anderes einfordert. "Unsere Effizienz muss einfach besser werden. Ich nehme mich da selbst voll mit in die Pflicht, auch was die Taktik betrifft."

Auch wenn die Vorrunde für den Rastatter SC/DJK als völlig verkorkst einzustufen ist, hofft man nach dem ersten Erfolgserlebnis nach einer gefühlten Ewigkeit und der Abgabe der Roten Laterne auf die dringend erforderliche Trendwende. Auf den Entschluss der Vorstandschaft, nach der Trennung von Matthias Bleich der Mannschaft das letzte Alibi zu nehmen, reagierte sie mit einer engagierten Leistung. Simon Schneider hat sich beim 4:2 nicht nur als Torschütze ausgezeichnet, er leitet gemeinsam mit Reservecoach Christian Unic derzeit auch das Training. "Er macht das bis zur Winterpause", sagt Spielausschussvorsitzender Matthias Dorsner.

Sein eigener Sohn David spielt sich seit Wochen immer mehr in den Vordergrund, gegen Stadelhofen trat der Jüngste als Topscorer auf. Im Hinspiel spielte der RSC/DJK beim 3:3 stark auf und führte bis zur Nachspielzeit. Was dann wochenlang folgte, ist schlicht unerklärlich. So wie die zwei Heimausrutscher des SVB. Johannes Hurle ist deshalb auch bescheiden: "Ich wäre schon mit einem 1:0 zufrieden."

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