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Der Blick geht nach unten
Der Blick geht nach unten
03.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Der Blick geht ganz klar nach unten. Nach einer am Ende deftigen 0:3 (22:25, 17:25, 9:25)-Niederlage der Volleyball Bisons Bühl beim Tabellennachbarn Netzhoppers Königs Wusterhausen erübrigen sich im Bühler Lager derzeit alle Ambitionen auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Gegen ein allenfalls solides Team aus Brandenburg bezog die Mannschaft von Trainer Ruben Wolochin gestern eine ihrer bittersten Niederlagen der vergangenen Jahre.

Vor allem im dritten Satz zeigte sich, dass im Bühler Mannschaftsgefüge derzeit wenig zusammenpasst. "So ist das Leben", versuchte Wolochin die schwache Vorstellung seiner Mannschaft in Schutz zu nehmen: "Wenn man viele junge Spieler im Team hat, kann so etwas immer passieren."

Dabei hatte das Wochenende in Berlin und Umgebung für die Badener durchaus akzeptabel angefangen. Bereits am Samstag gab es gegen den VCO Olympia Berlin nach langer Spielpause mit einem 3:2 (25:19, 21:25, 25:17, 23:25, 15:9)-Sieg das sehnlichst erwartete Erfolgserlebnis. Doch auch schon gegen das Berliner Juniorenteam offenbarten sich allerdings Schwächen im Bühler Spiel. So hatten die die Bisons im vierten Satz bereits mit 21:16 geführt, ehe eine gegnerische Aufschlagserie den Traum von einem Sieg mit drei Punkten zerstörte. Immerhin fingen sich die Bisons im fünften Durchgang wieder und holten sich mit dem 3:2 zumindest den Pflichtsieg, dem 24 Stunden später eigentlich ein weiterer Erfolg hätte folgen sollen.

Und tatsächlich: Zunächst sah es für die Zwetschgenstädter auch gestern in der Landkost-Arena in Bestensee ganz gut aus. Bühl begann aufmerksam, nutzte die sich bietende Chancen zu Punktgewinnen - und so sah es bis zum 19:16 im ersten Spielabschnitt tatsächlich nach einem Bühler Satzgewinn aus. Doch die Netzhoppers erhöhten den Druck im Aufschlag. prompt bekam Bühls Annahme Probleme. Vor allem die Aufschlagkracher von Außenangreifer Casey Schouten hinterließen Wirkung, während auf Gäste-Seite nichts mehr zusammenlief.

Mit dem Satzgewinn im Rücken wuchs das Selbstbewusstsein der Hausherren noch mehr, während bei Bühl die Verunsicherung in allen Mannschaftsteilen stieg. Vom Block war kaum noch etwas zu sehen, auch die Erfolgsquote im Angriff sackte nach unten ab. Schwer wog zudem, dass niemand auf dem Feld in der Lage war, die Fäden in die Hand zu nehmen.

Alles zusammen führte schließlich dazu, dass der dritte Satz zum Debakel geriet. Während die Gastgeber ihre Erfolgsquote am Netz auf starke 72 Prozent erhöhten, kam Bühl auf nur noch vier Punkte bei 20 Versuchen. Vier Mal landete der Ball im Block, weitere vier Mal im Aus. "Da stimmte unser Spielaufbau nicht mehr. Wir machten uns selbst das Leben unnötig schwer", haderte Wolochin später. Am Ende war es erneut Schouten, der mit acht Aufschlägen in Serie den Bühler Annahmeriegel zerpflückte.

"Nach dem Spiel gegen Berlin war ich noch zufrieden mit unserer Leistung, da wir lange Zeit nur mit unvollständiger Mannschaft trainieren konnten", versuchte Wolochin die positiven Aspekte in den Vordergrund zu schieben. Doch auch er weiß, dass dringend eine Leistungssteigerung nötig ist. "Wir müssen weiter machen und wir werden weiter machen", tat der Trainer kämpferisch kund. Dass mit Felix Orthmann und Corbin Balster die ersten Langzeitverletzten wieder ins Training eingestiegen sind, sollte sich dabei positiv auswirken.

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