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Der vierte Streich in Folge
Der vierte Streich in Folge
03.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans Falsehr

Manuel Stiefler zog die Bilanz des Tages kurz und schmerzlos. "Wir wollten die erste Mannschaft sein, die in dieser Saison hier gewinnt - das haben wir geschafft", sagte der Mann aus dem defensiven Mittelfeld des Karlsruher SC, der mit seinem Führungstreffer nach einer guten halben Stunde maßgeblichen Anteil am gestrigen Erfolg der Badener in Folge hatte. Mit 2:1 gewann der KSC schließlich bei der SG Sonnenhof Großaspach.

Für die Hausherren war es die erste Heimspielniederlage in dieser Runde. Für ihre Gäste der vierte Sieg schon in Folge - aber auch das erwartet schwere Stück Arbeit, obwohl sie über 40 Minuten lang in Überzahl agieren durften - Jonas Meiser hatte in der 52. Spielminute die Gelb-Rote Karte zu sehen bekommen - und Anton Fink zudem mit einem Handelfmeter an SG-Keeper Kevin Broll scheiterte.

"Wir wussten, wie schwer dieses Spiel wird", sagte KSC-Trainer Alois Schwartz nach Abpfiff. "Aber wir hatten zwei Motivationsspritzen: Ersten wollten wir uns für die 0:1-Niederlage revanchieren", stellte der Karlsruher Coach fest. Und zweitens habe Großaspachs Innenverteidiger Kai Gehring nach der SG-Niederlage in Halle kundgetan, die dort verlorenen Punkte gegen den KSC zurückholen zu wollen.

Ähnlich wie schon in Meppen erspielten sich die Badener auch in Großaspach in der Anfangsphase einige gute Tormöglichkeiten. Allerdings scheiterte Marvin Pourié mit seinem Kopfball nach einer Flanke von Damian Roßbach schon in der zweiten Minute an SG-Keeper Kevin Broll. Nur eineinhalb Minuten später schoss Manuel Stiefler aus dem Rückraum links vorbei. Bei der dritten Möglichkeit, in Führung zu gehen, kam wiederum Damian Roßbach nach einem Freistoß von Marc Lorenz einen Schritt zu spät (10.).

Damit hatten die Hausherren zumindest die Anfangsoffensive der Wildparkprofis unbeschadet überstanden und gestalteten die Partie in Folge offen. Mehr sogar: Jonas Meiser (17.) und Philipp Hercher (28.) hätten durchaus die Führung erzielen können. Diese blieb freilich dem KSC vorbehalten, der sich nach einer halben Stunde wieder leichte Vorteile erarbeiten konnte. Bei einer Flanke von rechts von Burak Camoglu behinderten sich Torhüter Broll und sein Kapitän Julian Leist gegenseitig. Stiefler nutzte die Chance und traf am zweiten Pfosten mit links ins kurze Eck (34.). Kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit hatte dann Anton Fink mit einem von Leist verschuldeten Handelfmeter die Möglichkeit zum 2:0, doch SG-Keeper Broll ahnte die Ecke und parierte. Auf der Gegenseite verhinderte quasi mit dem Halbzeitpfiff Benjamin Uphoff bei einem Kopfball von Raphael Jamil Dem den möglichen Ausgleich der Sportgemeinschaft (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel handelte sich dann Großaspachs bereits verwarnter Jonas Meiser mit einem Trikotzupfer bei Roßbach die Gelb-Rote Karte ein (52.). Schon kurz darauf vollendete Pourié einen von Daniel Gordon eingeleiteten und von Stiefler prima weiterverarbeiteten Konter mit dem 2:0 (63.). Die Platzherren gaben sich freilich noch keineswegs geschlagen. Die Folge ihrer Widerstandskraft: Nach einem Freistoß und schlechter Faustabwehr von Uphoff stellte der kurz zuvor eingewechselte Shqiprim Binakaj den 1:2-Anschluss her (67.).

Es wurde also nochmal spannend in der mechatronic-Arena, zumal der KSC in der Schlussphase defensiv alles andere als souverän wirkte und auch offensiv nichts mehr Zählbares zustande brachte, obwohl sich Konterchancen quasi naturgemäß ergaben. Letztendlich brachten die Gäste ihren knappen Vorsprung aber über die Runden.

Großaspach: Broll - Choroba, Leist, Gehring, Burger - Dem (84. Gerezgiher), Bösel (77. Jannes Hoffmann) - Hercher, Röttger (66. Binakaj), Baku - Meiser.

KSC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach - Wanitzek, Stiefler - Camoglu (84. Choi), Marc Lorenz - Pourie (84. Sane), Fink (90.+2 Kobald).

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang) - Tore: 0:1 Stiefler (34.), 0:2 Pourie (63.), 1:2 Binakaj (71.) - Zuschauer: 6 500 - Gelb-Rote Karte: Meiser wegen wiederholten Foulspiels (52.) - Gelbe Karten: Leist, Bösel, Burger - Camoglu, Gordon, Marc Lorenz.

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