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Reifeprozess in Windeseile
Reifeprozess in Windeseile
07.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Auch wenn die imposante Siegesserie am vergangenen Wochenende beim Rangzweiten 1. FC Rielasingen-Arlen mit dem 1:4 endete, kann man im und rund um das Wörtel getrost von fröhlichen Weihnachten sprechen - schließlich geht der SV 08 Kuppenheim als Tabellensechster der Fußball-Verbandsliga in die gut dreimonatige Pause. Mit einem dicken, ja fast schon fetten Zwölf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz, den zum Fest der FC Denzlingen (18 Zähler) belegt. Nicht zuletzt dank des goldenen Herbsts - mit sechs Siegen am Stück, verbunden mit dem Sprung in die Spitzengruppe - leuchtet die Christbaumspitze am nadeligen Wohnzimmerschmuck dieses Jahr ziemlich hell in der Knöpflestadt.

"Es war durchaus eine schwierige Runde. Am Anfang der Saison waren wir kein verschworener Haufen, sondern elf Individualisten auf dem Platz. Dazu kamen dann die Nebengeräusche mit den Querelen in der Vorstandschaft. In dieser Situation ist das Team aber enger zusammengerückt und hat sich in einen tollen Lauf gespielt. Auf das Geleistete können wir sicherlich ein bissel stolz sein", blickt 08-Trainer Matthias Frieböse auf die bisherige Runde zurück, ohne aber, typisch Frieböse, in Träumereien zu verfallen: "Die Jungs haben gesehen, was mit ehrlicher, harter Arbeit, Spaß, Herz und Leidenschaft möglich ist - nämlich in der Verbandsliga eine gute Rolle zu spielen. Wenn wir aber meinen, dass wir uns im neuen Jahr zurücklehnen können, werden wir ein böses Erwachen erleben."

Doch davon ist nicht unbedingt auszugehen. Denn die Wörtelkicker sind in den bisherigen 18 Saisonspielen erwachsen geworden, haben sozusagen einen Reifeprozess in Windeseile durchlebt. Holpriger Saisonstart, die Posse um die Vorstandschaft, Niederlage gegen den Tabellenletzten - das junge Team um die erfahrenen Korsettstangen Faruk Karadogan, Armin Karamehmedovic, Andreas Weisgerber, Lucas Grünbacher und dem ab und zu noch spielenden Co-Trainer Thorsten Peter hat Stärke bewiesen und trotz aller Widrigkeiten in die Erfolgsspur gefunden. Wurden in der vergangenen Saison noch etliche Führungen in den Schlussminuten verspielt, taten sich die Schwarz-Blauen anno 2018 ihrerseits als Herzensbrecher hervor, erzielten etwa in Waldkirch in der Nachspielzeit den goldenen Treffer oder brachten knappe Führungen im heimischen Wörtel gegen das Spitzenteam Offenburger FV und den Spitzenreiter Freiburger FC relativ souverän über die Zeit. "Der Sieg gegen den FFC war sicherlich ein Highlight. Es war der Beweis, dass wir mit jedem Team mithalten können, einfach ein schönes Gefühl", sagt Frieböse, der aber in der Nachbetrachtung das hart erkämpfte 0:0 in Lörrach-Brombach am sechsten Spieltag als Initialzündung ansieht. "Da haben wir den Bock umgestoßen, tolle Moral gezeigt."

Zufrieden zeigt sich der 08-Coach bislang vor allem mit der Defensive, die viertbeste der Liga, und der Heimstärke (4., 17 Punkte). "Wir haben eine richtig gute Abwehr und unsere Stärken im Umschaltspiel", erklärt Frieböse und nennt als Beispiel die elf Torvorlagen von Steven Herbote und acht Assists von Marek Balzer. Zudem sind die 08er in der Offensive nicht mehr allein von den Toren eines Grünbachers (7) abhängig. Schützenhilfe erhält der Goalgetter bislang von Karadogan (5), Weisgerber (5) und Balzer (4).

So kann das junge Kuppenheimer Team ein besinnliches Weihnachtsfest feiern, was bleibt, sind die guten Vorsätze fürs neue Jahr, die Matthias Frieböse wie folgt formuliert: "Nicht ausruhen, so viele Punkte wie möglich holen, Heimbilanz beibehalten und einfach gute Leistungen zeigen."

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