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Eigener Weltcup in Sicht
12.12.2018 - 00:00 Uhr
Die Nordische Kombination der Frauen - sie entwickelt sich. Auf diesen kurzen Nenner könnte man das bringen, was in der jüngsten nordischen Disziplin derzeit passiert. An diesem Wochenende startet im amerikanischen Steamboat Springs die fünf Wettkampforte und elf Wettkämpfe umfassende Continentalcup-Serie, die die springenden und laufenden Frauen auf das vorbereiten soll, was dann ab der Saison 2020/2021 auf sie wartet: eine eigene Weltcup-Serie und die erste Weltmeisterschaft in Oberstdorf.

Möglicherweise erleben die besten 20 Frauen der Saison 2019/2020 auch schon das Weltcup-Finale der Männer in Schonach als Aktive mit. So sieht es der langfristige Plan vor, den Horst Hüttl federführend mit aufgestellt hat. Der sportliche Leiter Skisprung und Nordische Kombination im Deutschen Skiverband (DSV) gehört zu einer Expertengruppe des Weltverbandes FIS, die sich mit der Entwicklung der Frauen-Kombination beschäftigt. Und vornehmlich von dem, was diesbezüglich in Deutschland passiert, ist Hüttl schwer begeistert.

"Das ist schon beeindruckend", sagt Hüttl. Der DSV habe sein Wettkampfsystem geöffnet, in den Nachwuchsklassen starten Jungs und Mädchen gemeinsam. In der Altersklasse der Zwölfjährigen gibt es nun bereits eine eigene Mädchenserie mit insgesamt 43 Springerinnen, von denen sich 35 auch in der Nordischen Kombination versuchen. "Das war so nicht zu erwarten", sagt Hüttl. Mittlerweile hat der DSV drei C-Kader-Athletinnen für die Kombination: Jenny Nowak (Sohland), Anna Jäckle (Schonach-Rohrhardsberg) und Sophia Maurus (Buchenberg). Sie starten im Continentalcup. Nowak geht mit der Empfehlung als erste Junioren-Weltmeisterin in die Wettkampfserie.

Die drei kommen über das Skispringen, gehören dort noch zur Lehrgangsgruppe 2A. Für Bundestrainer Andreas Bauer ist der Umstieg kein Problem. "So arbeiten wir im DSV. Jeder Kader-Sportler soll das machen, wo er am erfolgreichsten sein kann. Nicht alle Springerinnen sind auch für den Lauf geeignet. Es wird also nicht so ausgehen, dass wir plötzlich keine Springerinnen mehr haben werden", betont Bauer.

Österreich mit



Nachholbedarf

Hüttl bestätigt: "Es ist unsere Philosophie, dass wir generell mit einer kombinierten Ausbildung beginnen und die Spezialisierung erst später erfolgt. Bei den Frauen werden wir sehr lange zweigleisig fahren und bis zuletzt offen sein, sollte sich die eine oder andere letztlich für die Kombination entscheiden. Ich glaube, es wird weltweit nur ganz wenige geben, die sowohl Springen als auch Kombination im Erwachsenenbereich machen, sagt Hüttl.

International wird mit der Kombination der Frauen noch ganz unterschiedlich umgegangen. Neben Deutschland unternehmen Norwegen, Slowenien, Japan und Russland große Anstrengungen in dieser Disziplin. Spezielle Projekte gibt es zudem in Frankreich und Italien. Nachholbedarf bescheinigt Hüttl dagegen beispielsweise Österreich. Aber das hat auch Gründe. "Es war natürlich wie ein Schlag ins Gesicht, dass die Nordische Kombination Frauen noch nicht ins Olympische Programm für 2022 aufgenommen wurde. Nun hoffen wir auf 2026", betont Hüttl. (dpa)

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