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Lob allein reicht nicht
27.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Der Jubel, er war grenzenlos an diesem 16. Juni, einem Samstagnachmittag, so gegen 18.50 Uhr. Scheiterte der FV Rauental in den zurückliegenden Jahren teils unglücklich, teil tragisch am Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A, so brachen nach dem 2:0 im Relegationsrückspiel bei der SG Stollhofen/Söllingen und dem damit verbundenen Aufstieg alle Dämme im Lager der Grün-Weißen. "Jetzt wird 48 Stunden gefeiert", verkündete der damalige FVR-Coach Patrick Baumstark zum Abschied.

Nun, gute sechs Monate später, steht der Jahreswechsel vor der Tür, und die Aufstiegseuphorie ist mittlerweile der Ernüchterung gewichen. Nach 17 Spieltagen in der A Nord steckt der FVR mittendrin im Abstiegsschlamassel. Platz 14 mit 14 Zählern, punktgleich mit dem Vorletzten VFB Gaggenau, lautet die recht magere Bilanz. Allein Schlusslicht Durmersheim (acht Punkte) scheint abgeschlagen zu sein. Doch geht man bei den Ligakonkurrenten auf Meinungssuche, hört man über die Truppe von Spielertrainer Walter Kroll immer wieder vor allem eins: Lob.

"Wir haben in den bisherigen Spielen oft auf Augenhöhe agiert, aber enge Spiele meistens verloren. Wir haben bisher reichlich Lehrgeld bezahlt in der neuen Liga", sagt Kroll und führt weiter aus: "In der B-Klasse konnten wir uns auch mal einige Patzer erlauben, die nicht gleich zu Toren führten, eine Liga drüber werden die individuellen Fehler aber eiskalt bestraft."

Zum Rundenauftakt setzte es gleich eine 2:4-Niederlage bei Mitaufsteiger Bietigheim, drei weitere Pleiten folgten. Der Liganeuling steckte fortan von Sekunde eins an im Abstiegskampf.

Doch der Brustlöser für die Grün-Weißen folgte am fünften Spieltag. Ausgerechnet beim damaligen Tabellenführer FC Obertsrot gelang dem bis dato punktlosen FVR ein 4:3-Überraschungscoup.

"Da haben die Jungs gesehen, dass sie gegen jedes Team bestehen können, wenn der Einsatz, Wille und die Laufbereitschaft stimmen", sagt Kroll. Mit dem ersten Dreier im Rücken gelang gleich der nächste Sieg gegen Kellerkind Gaggenau. Doch eine wirkliche Erfolgsserie konnte der Aufsteiger bislang nicht starten. Geht es nach Kroll, liegt das vor allem an der fehlenden Konstanz seiner Schützlinge. "Wir haben einen kleinen Kader, aber eine überragende Teamchemie", sagt der FVR-Coach, der im harten Abstiegskampf nur eines fürchtet - einen Ausfall von Stürmer Jan Hämmerling. Die personifizierte Lebensversicherung erzielte bereits 15 Tore, exakt die Hälfte aller Treffer des Neulings. "Eine Verletzung von ihm würde uns heftig treffen", so Kroll, der "vollkommen überzeugt" ist, die Klasse zu halten. Dafür wird der Coach auch ein offensiveres System in der Vorbereitung einstudieren, das er erstmals im Auswärtsspiel in Gernsbach ausprobierte. "Da hat es schon gut geklappt, auch wenn wir unglücklich verloren haben", sagt Kroll. Sorgen muss sich der Aufsteiger noch keine machen, liegt man nur zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Schließlich wusste auch Harald Ernst, Trainer der damals unterlegene SG, bereits im Somer über den Kontrahenten zu berichten: "Mentalität schlägt Qualität."

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