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Ein Charaktertest zum Jahreswechsel
Ein Charaktertest zum Jahreswechsel
28.12.2018 - 00:00 Uhr
Winfried Heck

Gelingt der Sprung auf einen Playoff-Platz oder geht es noch weiter nach unten? Für die Volleyball Bisons Bühl gerät das morgige Heimspiel gegen Aufsteiger Giesen (20 Uhr, Großsporthalle) zum wegweisenden Charaktertest. Ein Spiel, das vor wenigen Wochen noch als Pflichtsieg auf dem Weg zu einer möglichst guten Ausgangslage in den Playoff-Spielen eingeordnet worden wäre, ist inzwischen zum Kellerduell mutiert - bei dem es vor allem für die Hausherren um sehr viel geht.

Nur mit einem glatten Sieg kurz vor dem Jahreswechsel könnte die bisher sehr durchwachsene Bilanz wenigstens halbwegs gerettet werden. So oder so, für die mit Verletzungsproblemen gebeutelten Bühler Bundesliga-Volleyballer wird das Jahr unbefriedigend enden.

Nach dem verletzungsbedingten Abschied von Libero Tomas Ruiz blieb Trainer Ruben Wolochin gar nichts anderes übrig, als seine Mannschaft kräftig umzubauen. In Tim Stöhr wurde zwar aus dem Kreis der Mannschaft ein neuer Libero gefunden, der seine Sache bisher sehr gut erledigte und sogar zweimal in Folge zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft gekürt wurde, doch Stöhr fehlt nun als Wechselalternative auf der Außenposition.

Hinzu kommt, dass mit Mittelblocker Akhrorjon Sobirov der Antreiber und Stimmungsmacher des Teams fehlt. Nicht nur in Düren zeigte sich deutlich, dass die Bisons sich zwar redlich mühen, doch der Funke will innerhalb des Teams nicht überspringen. Das macht die Arbeit für Wolochin nicht einfacher, zumal die Spielerdecke dünn bleibt. "Wir versuchen im Training Lösungen mit den Spielern zu finden, die zur Verfügung stehen", hofft der Argentinier vor allem das Side-out-System, also den Angriff aus der eigenen Annahme heraus, zu festigen und zu stabilisieren.

Konzentriertes Arbeiten sei angesagt und deshalb fielen auch die freien Tage über Weihnachten weitgehend aus. Bereits am ersten Feiertag startete die Vorbereitung auf das Giesen-Spiel, von dem Wolochin sich eine Wende zum Besseren erhofft. Dabei setzt er natürlich auch auf die heimischen Fans, die gerade in kritischen Situationen die Mannschaft zu stützen vermögen.

Während Bühl zurück in die Spur will, hat Aufsteiger Giesen Morgenluft gewittert. Gegen Rottenburg gab es kurz vor Weihnachten den erhofften, ersten Saisonsieg, dem gegen Bühl nun der zweite Streich folgen soll.

Beim 3:0 gegen die Schwaben überzeugten die "Grizzlys" mit geschlossener Mannschaftsleistung, wozu auch die beiden Ex-Bühler Robert Schramm und Magloire Mayaula ihren Teil beisteuerten. Überragend beim Aufsteiger war allerdings Außenangreifer Jérôme Clère, der mit 23 Punkten am Netz wichtigster Akteur im Giesener Kollektiv war. Giesens Trainer Itamar Stein lobte sein Team darüber hinaus, weil es der enormen Erwartungshaltung standgehalten und endlich über drei Sätze hinweg eine konstante Leistung gezeigt hatte.

Tatsächlich hat Giesen in den bisherigen acht Spielen schon zehn Sätze gewonnen, aber eben erst ein Spiel. Bühl hingegen reichten nur neun gewonnene Sätze zu bereits drei Siegen. Gegen Giesen sollen nun drei Sätze und ein weiterer Sieg hinzukommen.

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