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Kurioser Transfer: Fabian Hochstuhl wechselt ins Rebland
Kurioser Transfer: Fabian Hochstuhl wechselt ins Rebland
09.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Im hiesigen Handballbezirk sorgt ein kurioser Wechsel für Gesprächsstoff: Fabian Hochstuhl, seines Zeichens Abteilungsleiter beim TV Sandweier, geht in der anstehenden Rückrunde für den Südbadenligisten SG Steinbach/Kappelwindeck auf Torejagd. "Das klingt auf den ersten Blick vielleicht komisch", sagt der 34-Jährige angesichts der ungewöhnlichen Rollenverteilung. Auf den zweiten Blick hingegen, vor allem nach einer langen Abwägungsphase (Hochstuhl: "Ich habe mir sehr lange Gedanken gemacht."), sieht das Sandweierer Urgestein "kein Hindernis" für ein Engagement im Rebland, wie er im BT-Gespräch betont. Das liegt in erster Linie daran, dass die Mannschaften beider Vereine in unterschiedlichen Ligen spielen sowie an der Tatsache, dass der 34-Jährige aus dem Vorstand des TVS - unter anderem von Vater und SHV-Präsident Kurt Hochstuhl - "volle Rückendeckung" erhalten habe: "Wäre das nicht der Fall gewesen, wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen", so Hochstuhl.

Nach seinem Rückzug als Spielertrainer der Reserve seines Heimatvereins (wir berichteten) wurde der Rückraumakteur bereits Mitte November von der SG kontaktiert. Deren sportlicher Leiter Peter Gerber kennt Hochstuhl aus gemeinsamen Zeiten beim TVS und weiß um die brisante Konstellation - aber auch er konnte letztlich "keinen Interessenskonflikt" erkennen. Die SG rangiert derzeit auf dem vorletzten Platz der Südbadenliga. Normalerweise setzen Gerber sowie das Trainer- und Brüderpaar Markus und Sandro Ullrich durchaus mit Erfolg auf den eigenen Nachwuchs, doch angesichts der prekären Tabellensituation war man auf der Suche nach "einem erfahrenen Mann, der auch die nötige Durchschlagskraft hat", so Gerber. Dem SG-Verantwortlichen ist klar, dass Hochstuhl nicht immer "60 Minuten auf der Platte stehen und pro Spiel zehn Tore werfen wird". Und so hofft Gerber, dass der Neuzugang neben seiner Qualität auf dem Platz auch als Motivator und Führungsfigur Akzente setzen wird.

Für Hochstuhl, für den die Anfrage durchaus überraschend kam, geht es "primär darum, weiter Handball zu spielen - und zwar unter Wettkampfbedingungen". Zudem sieht er den Wechsel als eine Art Blick über den Tellerrand. Zunächst ist das Engagement auf die Rückrunde beschränkt, das Ergebnis ist offen - oder wie Hochstuhl sagt: "Schaun mer mal."

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