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Wieder Zeit für einen Underdog?
Wieder Zeit für einen Underdog?
25.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Die Vorbereitungen in der Mörscher Keltenhalle laufen auf Hochtouren, die letzten Trainingseinheiten sind Geschichte. Was zählt, ist die Gegenwart - und die lautet am Sonntag: 38. BT-Mittelbaden-Cup. 15 Mannschaften aus dem Fußball-Bezirk Baden-Baden werden ab 10 Uhr versuchen, die begehrte Trophäe wieder in heimische Gefilde zu holen, schließlich entführte im vergangenen Jahr der "Gast" FV Malsch rund um den damaligen Spielertrainer Dirk Rohde mit einem knappen 2:1-Finalsieg gegen den VFB Gaggenau den Pokal in den Karlsruher Raum.

Geht es nach Johannes Hurle, findet der silberne Pott für die kommenden zwölf Monate auf dem Bühlertäler Mittelberg ein Zuhause. "Wir haben auf jeden Fall den Anspruch, besser abzuschneiden als zuletzt", sagt der SVB-Trainer - und lacht verschmitzt. Hurle ist zwar erst seit dieser Saison Cheftrainer beim Landesliga-Spitzenreiter, weiß aber natürlich, dass sich sein aktueller Verein in den vergangenen Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Das soll sich am Sonntag ändern, daher hat Hurle auch angekündigt, mit prominentem Personal aufzulaufen. Und dass der SV Bühlertal feine Filigrantechniker und Dribbelkünstler in seinen Reihen hat, ist beileibe kein Geheimnis. Eine Kostprobe ihrer Schaffenskraft gaben die Keller-Bande und Co. am Dreikönigstag in der Bühler Großsporthalle zum Besten, als im Finale des Hans-Trautmann-Turniers Verbandsligist Offenburger FV bezwungen wurde. Nun soll die Mörscher Keltenhalle gestürmt werden.

Etwas dagegen haben dürfte freilich der diesjährige Gastgeber, der 1. SV Mörsch. Wie praktisch, dass das Anstett-Team zum Auftakt des Hallen-Highlights dem Mitfavoriten SVB in der Gruppe A ein Bein stellen kann. "Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung", sagt SVM-Trainer Anstett, der auf einige angeschlagene Spieler verzichten muss. "Wir wollen uns gut präsentieren und uns so teuer wie möglich verkaufen. Wirklich kleine Gegner gibt es in der Halle sowieso nicht, jeder Verein hat einige gute Hallenspieler", findet Anstett, dessen SVM in der Gruppenphase neben dem SVB noch auf den Landesligisten Rastatter SC/DJK und A-Ligisten FV Muggensturm, Mittelbaden-Cup-Sieger 2016, trifft. Vor allem das Team von Spielertrainer Patrick Klass, das sich die Hardtmeisterschaft sicherte, hat in den vergangenen Jahren beim Mittelbaden-Cup schon den einen oder anderen Großen geärgert - und rausgeworfen.

In der Gruppe C tummeln sich mit dem FV Würmersheim, der Spvgg Ottenau und dem SV Sinzheim gleich drei Landesligisten. Dazu gesellt sich der FV Malsch, der in diesem Jahr jedoch ohne Rohde, 2018 zum besten Spieler des Turniers gewählt, auskommen muss. Eine Titelverteidigung scheint da eher unwahrscheinlich.

Dagegen dürfte der Landesligist VfB Bühl, der sich in der Gruppe C mit dem Oberligisten SV Oberachern, dem A-Ligisten FC Rastatt 04 und dem Landesligisten TSV Loffenau misst, zum Favoritenkreis dazugehören. Die Hassenstein-Elf wurde beim Hans-Trautmann-Cup Dritter und krönte sich zum Bühler Stadtmeister.

Reichlich Budenzauber sollten die Zuschauer in der Keltenhalle bei den Begegnungen der Gruppe D zu sehen bekommen. Neben dem Verbandsligisten SV 08 Kuppenheim balgen sich Rot-Weiß Elchesheim (Landesliga), der FC Lichtental (Bezirksliga, Baden-Badener Stadtmeister) und der "Hallen-Experte" FC Obertsrot (Murgtalmeister) um die zwei Tickets fürs Viertelfinale. Vor allem den Underdog aus dem Murgtal haben einige Experten auf der Rechnung - zumal der FCO einen ausgewiesenen Mittelbaden-Cup-Könner in seinen Reihen hat, genauer gesagt auf der Bank: Trainer Angelo Marotta holte mit den Murgtälern 2010 sensationell den Pott. "Mittelbaden-Cup-Sieger als Spieler und Trainer - wehren würde ich mich nicht dagegen", sagt Marotta mit einem Lachen, schiebt aber hinterher: "Es ist toll, dass wir überhaupt dabei sind. Das haben sich die Jungs mit einer tollen Hallensaison verdient. Unser Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen. Was danach kommt, ist Bonus."

Die Vorrunde zu überstehen, ist auch das Ziel des SV 08, wenngleich Coach Matthias Frieböse und weite Teile der Mannschaft im Skifahren sind. "Trotzdem haben wir eine gute Truppe am Start. Beim Mittelbaden-Cup geht es um jede Menge Prestige. Er hat einen hohen Stellenwert", grüßt Frieböse aus dem Skiurlaub.

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