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KSC will seine
26.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Christoph Ruf

KSC-Trainer Alois Schwartz und Marco Thiede taten gestern gar nicht erst so, als fänden sie die derzeitigen Temperaturen in Deutschland besonders attraktiv. Das Trainingslager in Marbella sei "herrlich" gewesen, schwärmte Thiede. "Temperaturen von 20 Grad, daran kann man sich gewöhnen." In den vergangenen Tagen galt es sich hingegen an den Frost im Badischen zu gewöhnen, auch die gestrige Nachmittagseinheit fand wieder auf Kunstrasen statt. Die Trainingsstunden auf hartem Untergrund seien allerdings auch eine optimale Vorbereitung auf das morgige Spiel in Zwickau (13 Uhr), findet Schwartz. Der KSC-Trainer erwartet dort ein Spiel auf nassem, schwerem Geläuf, denn für das Wochenende sind in Westsachsen Regenfälle angekündigt. So oder so werde es eher auf Zweikampfhärte denn auf technische Finessen ankommen.

Das glaubt auch Thiede, der mit seiner rustikalen Spielweise viele ältere KSC-Fans an Gunther Metz erinnert, der von 1987 bis 1999 Publikumsliebling bei den Badenern war. "Ostvereine haben oft eine gute Fanbasis", weiß der ehemalige Sandhäuser Zweitligaprofi, "die wollen aggressives Zweikampfverhalten sehen. Nur mit schönem Fußball kommt man da nicht weiter."

Umso besser, dass der KSC mit Ausnahme des verletzten Alexander Groiß den kompletten Kader zur Verfügung hat. Mit an Bord des Busses, der sich schon heute Richtung Osten aufmacht, wird auch Winter-Zugang Sercan Sararer sein, den Schwartz als "Option" und "mögliche Alternative" für die Offensive sieht. Als Sturmspitzen dürften aber erneut Anton Fink und Marvin Pourié von Beginn an auflaufen, Sararer könnte hingegen - je nach Ergebnis - ein Kandidat für die letzten 20 Minuten der Partie sein.

Derweil würde Oliver Kreuzer zu gerne den Vertrag mit dem treffsicheren Pourié (bislang elf Saisontreffer) vorzeitig auch für die Dritte Liga verlängern, doch der KSC-Sportdirektor stellt sich auf schwierige Verhandlungen ein. "Seine Leistungen bei uns haben natürlich Begehrlichkeiten geweckt", stellt er fest. Selbst im Falle eines Aufstiegs, für den Pourié an den KSC gebunden wäre, rechne er mit Abwerbungsversuchen. Ein erneuter Wechsel wäre wohl auch nichts, das die private Lebensplanung des zweifachen Vaters durcheinanderbringen würde. Der KSC ist schließlich bereits die 16. Station des 28-Jährigen, der von sich selbst sagt, dass er "nicht pflegeleicht" sei und bei einigen früheren Vereinen disziplinarische Probleme hatte. Beim KSC sind sie aber zuversichtlich, den selbstbewussten Angreifer halten zu können. Schwartz und Kreuzer betonen jedenfalls immer wieder, dass es bislang zu keinen Missstimmungen oder disziplinarischen Verfehlungen gekommen sei. Und bei vielen Mannschaftskollegen ist Spaßvogel Pourié sowieso beliebt.

Auf die Treffsicherheit der beiden Angreifer - Pouriés Sturmpartner Fink traf auch bereits zehn Mal - bauen Schwartz und Thiede jedenfalls auch beim Spiel in Sachsen. Das Ziel jedenfalls sei klar, so Thiede: "Die Mannschaft ist heiß auf Zwickau. Wir wollen an die Serie anknüpfen, die wir in der Hinrunde gestartet haben." Zur Erinnerung: Der KSC ist seit acht Spielen ungeschlagen und holte dabei sechs Siege.

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