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Jeder fünfte Aufschlag im Aus
Jeder fünfte Aufschlag im Aus
28.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

"In den ersten beiden Sätzen haben wir gut gespielt, in den entscheidenden Momenten dann aber nicht die optimalen Entscheidungen getroffen": Ruben Wolochin, Trainer der Volleyball Bisons Bühl, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Frankfurt nur bedingt zufrieden. Bei der 0:3 (19:25, 21:25, 24:26)-Niederlage als Gast des Champions-League-Teilnehmers United Volleys Frankfurt schmeckte ihm vor allem das Endergebnis nicht. "Im dritten Satz haben wir uns nochmals richtig gesteigert und viele gute Dinge gemacht, am Ende passte es dann aber doch wieder nicht."

Die Frankfurter wussten nach Spielende genau, bei wem sie sich zu bedanken hatten: Mittelblocker Lucas Van Berkel, ein 2,06-Meter-Hüne, der mit Kanada bei der letzten WM den siebten Platz belegte, machte den großen Unterschied. Van Berkel, dem seine Mannschaftskollegen den Spitznamen Moose - Elch - verpassten, war mit seinen schaufelartigen Pranken praktisch an jedem Ball der Bühler Angreifer dran. Vier direkte Blockpunkte verbuchte der Kanadier, hinzu kamen zahlreiche weitere Aktionen, in denen er die Bälle so weit entschärfte, dass die Frankfurter Feldabwehr locker den Ball im Spiel halten konnte.

Auch drei der insgesamt fünf Aufschlag-Asse steuerte der Kanadier bei, die Bühl speziell im zweiten Satz das Genick brachen. "Er konnte sehr gut unser Spiel lesen und war irgendwie immer mit seinen Händen am Ball", musste auch Wolochin den Unterschied anerkennen. Das nicht immer glückliche Blockspiel seiner Mannschaft, die nur auf vier Blockpunkte kam, war aber nur ein Teil des Problems. "Wir schaffen es mit dem Aufschlag zu selten, richtig Druck aufzubauen." Zumal die vielen Aufschlagfehler in keiner Relation zu den erzielten Effekten standen. Nur ein einziges Ass gelang Bühl und insgesamt landete fast jeder fünfte Aufschlag im Netz oder Aus.

Dass Frankfurt nach der blamablen Niederlage bei Aufsteiger Giesen gegen die Bisons ganz anders auftreten würde, war vorher jedem Beteiligten klar. Wiedergutmachung war bei den Hessen angesagt und Bühl bekam es folglich mit einem hochkonzentrierten Gegner zu tun. "Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Frankfurt, wie auch Haching oder nächstes Wochenende Friedrichshafen, zu den vier besten Mannschaften der Liga gehört", zeigte sich Wolochin am Ende doch etwas versöhnlich. Sein Team müsse aber weiter konzentriert arbeiten und die Spiele gegen die Top-Teams nutzen, um zu sehen, was man selbst noch besser machen kann.

Positiv hinzu kam, dass Außenangreifer Corbin Balster langsam wieder in Tritt kommt. Nach Verletzungen und mehreren Infekten trainiert er inzwischen wieder voll mit und dürfte dem Team schon bald wieder helfen. Auch der Rückkehr von Mittelblocker Yannick Goralik fiebert Wolochin entgegen. "Ich hoffe, die Ärzte geben diese Woche grünes Licht, so dass er wieder ins Training einsteigen kann." Letztlich heiße es aber, die positiven Seiten mitzunehmen. "Wir waren in den ersten beiden Sätzen bis 17:17 gleichauf, im dritten Satz sogar bis zum Satzende, das sollte unser Selbstvertrauen stärken."

Das wird auch nötig sein, denn die Netzhoppers KW liegen in der Tabelle nach ihrem überraschenden 3:0-Erfolg gegen Düren inzwischen nur noch zwei Punkte hinter Bühl, was zeigt, wie attraktiv und spannend die Liga ist."

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