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Menge Lob für das "Vereinsche"
Menge Lob für das 'Vereinsche'
01.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Christoph Ruf

Es ist Brauch in den deutschen Profi-Ligen, dass der jeweils nächste Gegner immer über den grünen Klee gelobt wird. Das gebietet die Höflichkeit. Und die Angst davor, sich im F alle einer Niederlage dem Vorwurf auszusetzen, man habe vergessen, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Alois Schwartz, Trainer des Tabellenzweiten Karlsruher SC, ist dann auch schon zu lange im Geschäft, um nicht regelrecht zu schwärmen, wenn er vom kommenden Gegner, der Kölner Fortuna, redet.

"Spielstark" sei das Team, es spiele "einen guten Ball, wenn man es gewähren lässt". Keine Floskel, wie Schwartz nach dem offiziellen Teil der Pressekonferenz nachschiebt. Besonders das Mittelfeld um Okan Kurz, Michael Eberwein und Abu Hanna sei fußballerisch gut ausgebildet.

Das ändert allerdings nichts an den Zielen seiner Mannschaft, die nach der Zwangspause wegen des Spielausfalls am vergangenen Wochenende in Zwickau mit den Hufen scharrt, wie Verteidiger Damian Roßbach betont: "Jetzt sind wir umso heißer. Wir wollen unbedingt mit einem Sieg an die Hinrunde anknüpfen." Nichts deutet derweil darauf hin, dass Schwartz morgen (14 Uhr, live im SWR) seine Stammelf verändern wird. Verletzungsbedingt werden nur Alexander Groiß und Malik Batmaz (Magen-Darm-Infekt) fehlen. Der ehemalige Fürther Sercan Sararer scheint die verlängerte Winterpause hingegen weiter genutzt zu haben, um an seinem "Fitnesszustand" zu arbeiten, wie Schwartz berichtet. Was in diesem Fall eine nette Umschreibung des bösen Wortes "Übergewicht" ist. So oder so hat Schwartz die Erfahrung gemacht, dass sich Fußballer unabhängig von ihrem Alter immer für fitter halten, als es ihre Trainer tun. "Das ist auch klar. Die wollen alle spielen."

Zudem hat der KSC gestern seinen neuen Ausrüster bekannt gegeben: Für die nächsten fünf Jahre werden die Badener vom italienischen Unternehmen Macron eingekleidet.

Knapp 8 750 Eintrittskarten waren gestern Mittag verkauft, das lässt auf eine überschaubare Kulisse in der Baustelle Wildpark schließen. In Köln wurde bislang noch kein einziges Ticket verkauft. Die Reisefreude bei der Anhängerschaft des Nischenclubs aus dem Kölner Süden hält sich offenbar in Grenzen. Dabei geht es für die Fortuna in der Rückrunde um die Existenz, wie Geschäftsführer Michael W. Schwetje, betont: "Das sportliche Überleben hat höchste Priorität." Das "Vereinsche", wie der längst verstorbene langjährige Mäzen, Jean "Schäng" Löring, seinen Klub nannte, steht nur einen Zähler vor einem Abstiegsrang und hat zusammen mit Braunschweig das schlechteste Torverhältnis. Nachdem Vereinsikone Uwe Koschinat die Fortuna im Oktober Richtung Sandhausen verlassen hat, setzte es unter Nachfolger Tomasz Kaczmarek erst einmal 0:6- und 0:7-Niederlagen gegen Unterhaching und Wehen Wiesbaden.

Auch deshalb wurden im Winter mit Torhüter Florian Kraft, Abwehrspieler Alwin Komolong und Stürmer Anatole Ngamukole drei Spieler nachverpflichtet. Dass der Trainerwechsel die Rheinländer nachhaltig aus dem Gleichgewicht gebracht haben könnte, glaubt Schwartz allerdings nicht: "Sie haben sich längst gefangen und am vergangenen Wochenende nur unglücklich gegen Halle verloren. Da wartet jede Menge Arbeit auf uns."

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