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In einer anderen Liga
In einer anderen Liga
04.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Winfried Heck

Zufrieden sein konnte Bühls Trainer Ruben Wolochin mit der Leistung seiner Mannschaft keinesfalls. Bei der 0:3 (14:25, 17:25, 17:25)-Niederlage der Volleyball Bisons Bühl gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen war über weite Strecken des Spiels ein Klassenunterschied zu sehen. "Friedrichshafen spielt in einer anderen Liga, deshalb tut die Niederlage heute nicht so weh. Wir müssen das aber trotzdem besser machen", so Wolochin. Lediglich im dritten Satz, der bis zum 15:15 ausgeglichen gestaltet werden konnte, zeigten die Gastgeber, zu was sie fähig wären, wenn nur nicht immer wieder Annahmeprobleme und falsche Entscheidungen im Aufbau den eigenen Rhythmus durchbrechen würden.

Der Beginn des dritten Satzes entschädigte die 1 100 Zuschauer in der erneut nur leidlich gefüllten Bühler Großsporthalle immerhin ein bisschen. Friedrichshafen ließ nach zwei problemlos gewonnenen Sätzen die Zügel etwas schleifen, traf mit den Aufschlägen auch nicht mehr ganz so präzise die Bühler Problemzonen, außerdem wurde im Angriff nicht mehr so konsequent gepunktet. Vor allem aber steigerten sich die Gastgeber in dieser Phase gewaltig. Der Bühler Block hatte endlich ab und zu die Hände am Ball, so dass die Feldabwehr die Chance bekam, das Spielgerät in der Luft zu halten.

Mit großem Einsatz und einem unwiderstehlich zuschlagenden Bruno Lima auf der Diagonalen machte Bühl in dieser Phase nicht nur einen 0:3-Rückstand wett, bei 7:6 gelang es sogar, erstmals seit Beginn des Spiels wieder in Führung zu gehen. Zuspieler Mario Schmidgall suchte jetzt konsequent seinen stärksten Akteur am Netz - und Lima enttäuschte nicht. Starke 21 Angriffspunkte hatte der Argentinier am Ende auf seinem Konto, knapp die Hälfte aller Punkte, die die Bisons an diesem Abend machten. Hinzu kam großer Kampf in der Feldabwehr. Die beiden Mannschaften lieferten sich lange Ballwechsel, vor allem ein Monsterballwechsel, den Felix Orthmann zum zwischenzeitlichen 5:5 versenkte, ließ die Halle beben. Bühl hielt glänzend dagegen, so dass Gäste-Trainer Vital Heynen sich zu einer Auszeit gezwungen sah, in der er seine Mannschaft mächtig zusammenfaltete. "Der Rüffel war nötig", bekannte der Ex-Bühler David Sossenheimer, der sich immer auf die Rückkehr in die Zwetschgenstadt freut, nach Spielende. Trotzdem brauchten die Seehasen bis zum 15:15, ehe sie wieder in den Killermodus der ersten beiden Sätze umschalteten. Knallhart schlugen die Aufschläge der Gäste auf Bühler Seite ein, den Rest besorgten Friedrichshafens Angreifer mit Schmetterschlägen.

PK heute: Trainerfrage auf der Agenda?

Dass es nicht einfach werden würde, hatte Wolochin vorher befürchtet: "Wir haben fast die ganze Woche ohne Felix Orthmann und Corbin Balster trainieren müssen, da war klar, dass wir Probleme bekommen." Nun heiße es aber, die Enttäuschung abzuschütteln und sich auf das kommende Wochenende zu konzentrieren. Mit VCO Berlin und den Netzhoppers gastieren am Samstag und Sonntag zwei lösbare Aufgaben in der Großsporthalle. "Diese beiden Spiele müssen wir gewinnen", lässt Wolochin keine Ausflüchte gelten. Für heute Vormittag haben die Bühler derweil zu einer Pressekonferenz geladen. Allem Anschein nach geht es dabei um die Trainerfrage bei den Bisons.

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