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"Wir sind in der Lage, sie mehr als nur zu ärgern"
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Lukas Kwasniok spielte als Jugendlicher zehn Jahre für den Karlsruher SC, ehe er Jugendtrainer im Wildpark und zwischenzeitlich sogar Interimscheftrainer wurde. Seit Anfang Dezember ist er Cheftrainer des FC Carl-Zeiss Jena - und das äußerst erfolgreich: Sechs Punkte aus vier Spielen haben die Thüringer unter der Leitung des 37-Jährigen, dessen Familie nach wie vor in Muggensturm lebt, gesammelt, dabei keine Niederlage und nur einen Gegentreffer kassiert. Vor der heutigen Partie (14 Uhr) des KSC in Jena sprach unser Mitarbeiter Peter Puting mit Kwasniok.

Frage: Herr Kwasniok, es geht gegen den KSC, ihren Ex-Club. Das ist doch sicher etwas Besonderes - oder?

Lukas Kwasniok: Auf jeden Fall. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit vielen Freunden. Ich habe zu ganz vielen ein sehr gutes Verhältnis.

Frage: Dabei war die Trennung letzten August keineswegs einvernehmlich über die Bühne gegangen.

Kwasniok: Das stimmt. Aber ich habe im Leben noch nie nach hinten geschaut. Jetzt freue ich mich einfach auf das Spiel.

Interview

Frage: Sie machen es in Jena ein wenig wie Alois Schwartz in seinen Anfangszeiten beim KSC: Hinten erstmal sicher stehen. Gelingt dann vorne ein Tor, ist der Dreier fast schon sicher unter Dach und Fach.

Kwasniok: Da habe ich mir wohl unbewusst eine Scheibe von ihm abgeschnitten. Sowohl "Alu" als auch ich haben eine Mannschaft übernommen, die einfach zu viele Gegentore kassiert hat. Da muss man die Defensive stabilisieren. Das geht natürlich zu Lasten der Trefferquote, weil man mehr Spieler hinter dem Ball braucht. Es gibt aber einen großen Unterschied: Der KSC startete damals mit großen Ambitionen, vorne mitspielen zu wollen. Bei Jena ist das nicht der Fall. Auch daher sind die Qualitäten in der Mannschaft unterschiedlicher Natur.

Frage: Sie kennen den KSC natürlich gut. Wo hat das Team Schwächen?

Kwasniok (lacht): Das aktuelle Team kenne ich gar nicht so gut, es gab doch einige Veränderungen. Um so mehr zolle ich großen Respekt, wie man es geschafft hat, trotz der vielen Abgänge wieder Homogenität in die Mannschaft zu bringen. Eine große Stärke des KSC ist: Die Elf verliert nie die Fassung. Auch bei einem Rückstand wissen sie immer ganz genau: Wir sind in der Lage ein Tor zu erzielen. Eine weitere Stärke: Sie machen aus relativ wenig ziemlich viel. Der KSC ist da richtig clever und überlässt den Ball auch mal dem Gegner, um letztendlich Erfolg zu haben.

Frage: Und die Schwächen?

Kwasniok: Es ist nicht neu, dass der KSC in der letzten Kette nicht die ganz große Geschwindigkeit hat.

Frage: Wie lautet Ihr Ziel: Drei Punkte - oder wären Sie auch mit einem Remis zufrieden?

Kwasniok: Jede Partie gegen ein Topteam ist für uns ein Bonusspiel. Gegen Münster und Halle haben wir zwei Bonuspunkte sammeln können - und natürlich gehen wir auch am Samstag in die Partie und wollen drei Punkte. Wir sind durchaus in der Lage, sie mehr als nur zu ärgern.

Frage: Was ist wahrscheinlicher: Dass Jena die Klasse hält oder dass der KSC aufsteigt?

Kwasniok: Ich glaube, beide Vereine werden ihre Ziele erreichen. Der KSC steigt auf, auch wenn er bei uns nicht gewinnen sollte. Wir haben ihnen ja schon geholfen, weil wir in Halle einen Punkt geholt haben. Da können sie ruhig mal gute Gäste sein und die Punkte hier lassen.

Frage: Sie haben in Jannis Kübler und Pierre Fassnacht zwei ehemalige KSC-Jugendspieler verpflichtet. Werden die beiden zum Einsatz kommen?

Kwasniok: Jannis Kübler ist Stammspieler. Und Pierre Fassnacht hat in unserem Test am Mittwoch gegen Dresden richtig gut gespielt. Mal sehen, ob er gegen den KSC dabei ist.

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