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Nach Reschkes Aus soll
Nach Reschkes Aus soll
13.02.2019 - 00:00 Uhr
Thomas Hitzlsperger soll in Stuttgart zum Retter im Abstiegskampf werden. Der frühere Nationalspieler löst den umstrittenen Sportvorstand Michael Reschke ab, von dem sich der VfB gestern trennte. Mit dem überraschenden Schnitt versucht der schwäbische Krisenclub, das drohende Debakel eines erneuten Absturzes in die Zweitklassigkeit zu vermeiden. "Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats und VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Das Vertrauen als neuer Sportvorstand erhält der erst 36-jährige Hitzlsperger. "Wir haben keinen Feuerwehrmann geholt, sondern jemanden, der den Verein langfristig entwickeln kann". Der Ex-VfB-Profi steigt damit beim Bundesliga-16. vom bisherigen Nachwuchschef und Präsidiumsmitglied zum Verantwortlichen für den sportlichen Bereich auf. Er werde "alles daran setzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Wenn ich nicht mit Optimismus hier sitzen würde, wäre ich fehl am Platz", sagte der 36-Jährige. Inmitten der unruhigen Zeiten beim Traditionsverein fällt der Aufsichtsrat eine Entscheidung, mit der nicht unbedingt zu rechnen war. Nach dem desolaten 0:3 in Düsseldorf war vor allem Trainer Markus Weinzierl in den Fokus gerückt und über eine seine Ablösung spekuliert worden. Am Montag hatte Reschke noch erklärt, dass Weinzierl in jedem Fall bis zum Leipzig-Spiel am Samstag weitermachen werde.

Reschke hatte sich angreifbar gemacht, die Fans äußerten schon lange Unmut über den früheren Kaderplaner des FC Bayern. Der 61-Jährige war vor rund 18 Monaten zum VfB gekommen und kam mit dem Ruf eines hervorragenden Kaderplaners und Experte für den Spielermarkt. Seine Transfers erzielten beim VfB aber nicht die erhoffte Wirkung. "Leider hat seine Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr", sagte VfB-Präsident Dietrich über Reschke. Im August 2017 hatte Reschke den FC Bayern verlassen, weil er dort nicht die Entscheidungsmacht hatte, die er sich wünschte. In Stuttgart rückte der frühere Kaderplaner von Bayer Leverkusen ins Rampenlicht. Unmut und Kritik zog er auf sich, als er im Oktober Tayfun Korkut beurlaubte, nachdem er ihm nur Stunden zuvor noch den Rücken gestärkt hatte und damit eine Lügendebatte anstieß. Reschke verlor damit auch an Glaubwürdigkeit. "Aufgrund der negativen sportlichen Entwicklung in den letzten Monaten habe ich Verständnis für die Entscheidung des Aufsichtsrates, auch wenn ich sehr gerne für den VfB weitergearbeitet hätte." Hitzlsperger vermied ein klares Bekenntnis zu Weinzierl - etwa bis zum Saisonende. "Ich werde den Teufel tun. Ich kann gar keinen Zeitpunkt nennen. Ich werde alles tun, solange, wie ich spüre, dass es sinnvoll ist und das geht hoffentlich eine lange Zeit." (sid)

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