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Wenigstens die Serie hält
14.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Christoph Ruf

Als der Mannschaftsbus des Karlsruher SC am frühen Mittwochmorgen im heimischen Wildpark ankam, lagen fünf Stunden Fahrt hinter der gut 30-köpfigen Reisegruppe aus dem Badischen. Anton Fink, der mit einem verwandelten Handelfmeter (65.) für den 1:1-Endstand gegen den FSV Zwickau gesorgt hatte, war am Vorabend nicht der einzige gewesen, der sich nach dem Schlusspfiff am liebsten sofort nach Karlsruhe gebeamt hätte: "Wir haben jetzt fünf Tage hier verbracht, sind fast nur im Hotel gewesen, und draußen hat es geregnet. Das war schon richtig zäh."

Für das Spiel galt das zwar nur streckenweise. Dennoch war das Ergebnis schnell analysiert. "Insgesamt ist das Unentschieden schon gerecht", fand Keeper Benjamin Uphoff. "Zwickau ist nicht unverdient mit einer Führung in die Halbzeit gegangen. Danach haben wir nicht mehr viel zugelassen und sind vorne zwingender geworden."

Tatsächlich hatte der KSC nach dem Zwickauer Führungstreffer durch Kevin Hoffmann (44.) mal wieder eine Leistungssteigerung nach der Pause gebraucht, um zumindest einen Zähler mitzunehmen. Erst im zweiten Durchgang kamen die Gäste etwas gefährlicher auf, doch Großchancen blieben auf beiden Seiten rar. Echte Dominanz konnte der KSC allerdings auch in den zweiten 45 Minuten nicht aufbauen, immerhin verwandelte Fink einen von Robin Lauberbach, der allerdings, glaubt man zumindest den Zwickauer Spielern, diskussionswürdig war.

Torhüter beschäftigte hernach ohnehin Grundsätzlicheres: "Scheinbar brauchen wir im Moment immer erst ein Gegentor, bis wir aufwachen", steltte er fest. "Das war gegen Braunschweig so, gegen Köln - und jetzt auch gegen Jena und Zwickau." In der Hinsicht sei man nun wieder beim Stand zu Beginn der Saison, als man ebenfalls häufig früh in Rückstand geraten war. "Sonst machen wir es ja gut", seufzte Uphoff und blickte zurück: "Jena hatte zwei Chancen aus der Distanz, und von Zwickau kam heute nach den beiden Pfostentreffern auch nicht mehr viel."

Dass immerhin die Serie von nunmehr elf ungeschlagenen Spielen gehalten hatte, war zumindest ein wenig Balsam auf die blau-weißen Seelen. Drei Punkte Vorsprung haben die Badener nun auf den Tabellen-Dritten aus Halle, weshalb Fink dann auch schnell einen Haken hinter die Partie machte: "Wir haben uns einen Punkt weiter abgesetzt."

Kein allzu euphorisches Fazit der fünftägigen Ost-Reise zog dennoch Alois Schwartz: "Wenn wir mit vier Punkten nach Hause gefahren wären, wär's okay gewesen. Aber das sind Mannschaften, die mit viel Leidenschaft und viel Wucht agieren. Da ist es nicht so leicht zu bestehen." Immerhin: Mit der Leistung von Startelf-Debütant Christoph Kobald und Kyoung-rok Choi, die die gesperrten Daniel Gordon und Manuel Stiefler vertraten, war der KSC-Trainer vollauf zufrieden.

Schon am Samstag (14 Uhr) wartet die nächste Aufgabe auf den KSC, der dann vor heimischem Publikum auf den 1. FC Kaiserslautern trifft.

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