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Der Offensivmotor stottert
Der Offensivmotor stottert
19.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Als sich die Enttäuschung bei Alois Schwartz nach der bitteren 0:1-Niederlage im Südwest-Schlager am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern allmählich gelegt hatte, machte sich der Trainer der Fußball-Drittligisten an die Ursachenforschung für den holprigen Start ins Jahr 2019. Schließlich stotterte der Motor der Wildparkprofis bereits beim Heimauftakt vor gut zwei Wochen gegen Köln (3:1) gehörig. Auch bei der Ost-Tour mit den Spielen gegen Jena (1:1) und Zwickau (1:1) war es den Badenern nicht gelungen, einen Gang hochzuschalten. Ausgerechnet gegen die Pfälzer setzte es nun die erste Niederlage seit elf Spielen.

Und so stand Schwartz nach dem missratenen Derby gegen die "Roten Teufel" im Presseraum und war bei der Aufarbeitung der "Minikrise" (drei Spiele ohne Sieg) zwangsläufig bei den Schwergewichten des deutschen Fußballs angelangt. "Es gibt in jeder Saison Phasen, in der es nicht so läuft, in der man sich schwertut. Die Dortmunder etwa in den vergangenen Wochen, die Bayern hatten die Phase im Herbst. Da werden dann halt kleine Fehler, wie heute bei uns vor dem Gegentor, bestraft. Es ist in der dritten Liga alles so eng, dass man immer an die Leistungsgrenze gehen muss. Deshalb müssen wir wieder anfangen, hart zu arbeiten", sagte Schwartz zu der derzeitigen Formkurve seines Teams und bezeichnete die Derby-Niederlage als "Wachrüttler". Dabei ist der KSC dank der ebenfalls inkonstanten Konkurrenz nicht ins Hintertreffen geraten, belegt immer noch den zweiten Rang, zwei Punkte vor Wehen Wiesbaden.

Dass in den vier Spielen 2019 bislang ordentlich Sand im KSC-Getriebe war, blieb auch Schwartz nicht verborgen. Zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel sah der Chefcoach, ebenso waren die Abstände zwischen den Reihen für seinen Geschmack zu groß. Logische Konsequenz: Das Offensivspiel lahmt. In den vergangenen drei Spielen erzielten die Wildparkprofis kein Tor aus dem Spiel heraus. Vorne wirft sich Stürmer Marvin Pourié zwar in jeden Zweikampf, agiert aber vor dem Tor derzeit glücklos. Zudem fehlt ihm die Unterstützung: Der Schaltzentrale um Marvin Wanitzek und Manuel Stiefler fehlt es an Dynamik nach vorne, und wenn dann noch Anton Fink, wie am Samstag im Derby, blass bleibt, ist vieles Stückwerk im KSC-Angriffsspiel. "Wir kommen momentan nicht so zum Abschluss", stellte Schwartz fest. "Die letzte Idee, der letzte Pass war meistens eine falsche Entscheidung - und der Ball dann beim Gegner", befand Kapitän Pisot, verbunden mit dem Hinweis: "Daran müssen wir arbeiten und es in Lotte besser machen."

Sicherlich hat die Begegnung beim Tabellenzwölften am Samstag richtungsweisenden Charakter, zumal der KSC im Hinspiel 1:3 verlor und daher auf Wiedergutmachung aus sein sollte. Bei einer weiteren Niederlage droht das Abrutschen auf Rang vier, weshalb Pisot folgende Losung ausgibt: "Wir müssen dort wieder ein anderes Gesicht zeigen. Eine Mannschaft sein, die unbedingt gewillt ist, das Spiel zu gewinnen. Es dürfen keine Fragezeichen im Kopf sein, sondern, dass wir mit Überzeugung dort ins Spiel gehen."

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