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Drei Gegentore in Überzahl
Drei Gegentore in Überzahl
26.02.2019 - 00:00 Uhr
Die Baden Rhinos stehen nach dem ersten Halbfinale in der Eishockey-Regionalliga Südwest mit dem Rücken zur Wand: Die Hügelsheimer unterlagen am Sonntagabend beim Vorrundensieger Bietigheim Steelers mit 7:5 (3:0/4:5/0:0). Bietigheim hat nun die Chance, mit einem weiteren Sieg am Samstag am Baden Airpark die Best-of-three-Serie für sich zu entscheiden.

Vor 300 Zuschauern in der kleinen Nebenhalle der EgeTrans-Arena verschliefen die Rhinos die Anfangsphase des ersten Drittels komplett. Gerade einmal 42 Sekunden waren gespielt, als Eric Freeburg den ersten Schuss im Tor von Max Häberle unterbringen konnte. Danach schwamm die Abwehr der Rhinos. Bestes Beispiel war das 0:2 in der sechsten Minute, als Hügelsheims Verteidiger in Überzahl hinter dem Tor die Scheibe vertändelte, Graham Brulotte für den schon geschlagenen Goalie Häberle zunächst noch auf der Linie klären, Bietigheim aber fünf Nachschüsse abfeuern und Mathias Vostarek letztlich verwandeln konnte. Erst ab Mitte des Drittels meldeten sich die Rhinos in der Offensive an, hatten einige gute Möglichkeiten zu verzeichnen, blieben aber noch ohne Fortune.

Als Tim Heffner in der 18. Minuten gar den dritten Treffer nachlegte, schien die Messe frühzeitig gelesen. Was folgte, war allerdings ein völlig verrücktes Mitteldrittel, in dem die Rhinos wie verwandelt aus der Kabine kamen. Den Auftakt machte Maxim Engel in Überzahl (23.), dem Martin Vachal das 2:3 in der 24. Minute folgen ließ, als er hart nachsetzte und den Puck über die Linie stocherte. Die nächste Überzahl brachte weitere zwei Minuten später gar den Ausgleich durch Lars White, der einen Konter per Sonntagsschuss in den Winkel abschloss. Nun fingen sich die Steelers wiederum und erzielten ebenfalls in Überzahl nach 31 Minuten durch Robin Feist die erneute Führung.

Rückspiel am Samstag am Baden-Airpark

Nur 40 Sekunden später war der schönste Angriff der Rhinos an diesem Abend erfolgreich, als Iven Rösch der Treffer zum 4:4 gelang. Kurios war das Tor zum 5:4 der Steelers, als Vostareks Schuss von einem eigenen Mitspieler abgewehrt wurde, der Puck aber gleichzeitig genau vor die Füße von Eric Freeburg fiel, der nur noch einschieben brauchte (36.). Als Bietigheims Fabian Dolezel in derselben Minute auf die Strafbank musste, hatten die Rhinos die große Chance zum Ausgleich. Doch Bietigheim spielte eine sehr aggressive Unterzahl und konterte selbst in Person von Vostarek, der mit einem satten Schuss unter die Latte sein Team mit 6:4 in Front brachte. Sekunden später erhielt der Gastgeber eine weitere Strafe und fast in Kopie seines Tores zum 6:4 erzielte der überragende Vostarek bei einem Spieler weniger gar das 7:4. Statt im Powerplay zum Erfolg zu kommen, gaben die Rhinos zwei Möglichkeiten in Folge aus der Hand und fingen sich einen Doppelschlag ein. Letztlich war das der Knackpunkt des Spiels, auch wenn Noel Johnson noch vor der zweiten Drittelpause auf 7:5 verkürzen konnte.

Im Schlussabschnitt hielten die Steelers die Rhinos vom eigenen Tor fern, ohne selbst zu offensiv zu agieren. So tickte die Uhr gegen die Rhinos, die drei Minuten vor dem Ende Torhüter Max Häberle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen. Der Druck nahm zwar zu, aber alle Bemühungen endeten nur noch in einer Schlägerei zwischen Brulotte und Vachal aufseiten der Rhinos sowie Dolezel und Göttfert bei den Steelers.

So blieb es aufgrund dreier unnötiger Gegentore in eigener Überzahl bei der ärgerlichen Auswärtsniederlage gegen schlagbare Bietigheimer. Im Rückspiel am Samstag (19:30 Uhr) am Airpark ist für die Rhinos noch alles möglich, um ein drittes Entscheidungsspiel zu erzwingen. Im zweiten Halbfinale konnte sich Zweibrücken gegen Heilbronn mit 3:2 nach Penaltyschießen durchsetzen. (ndm)

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