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Zwei Typen, ein Ziel - die nächste Goldmedaille
28.02.2019 - 00:00 Uhr
Eric Frenzel gegen Johannes Rydzek, Rekordweltmeister gegen Titelverteidiger, Familienvater gegen Sonnyboy: Wenn die deutschen Vorzeige-Kombinierer der vergangenen Jahre heute das nächste WM-Gold von Seefeld in Angriff nehmen, gehen auch zwei höchst unterschiedliche Typen an den Start. Das Ziel ist aber bei beiden DSV-Stars seit jeher dasselbe: maximaler Erfolg. "Wir sind beide ehrgeizige Typen, jeder auf seine Art", sagt Rydzek (27), mit sechs WM-Titeln als Rekordweltmeister nach Tirol gereist. Weil aber Frenzel (30) dort zweimal triumphierte, zog der Sachse mit siebenmal Gold vorbei. "Es macht mich wahnsinnig stolz, zwei so herausragende Sportler im Team zu haben", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch vor der Entscheidung heute von der Normalschanze (Springen 11 Uhr/Langlauf 15.15).

Die drückende Dominanz der vergangenen Jahre, als Frenzel und Rydzek im Weltcup die Siege fast unter sich ausmachten, ist zwar vorbei. Doch bei der WM führt der Weg zum Titel einmal mehr nur über das deutsche Duo. Sind die Ehrgeizlinge also größte Konkurrenten? Oder Freunde? "Freunde!", sagt Frenzel stets. Und auch der stets etwas emotionalere Rydzek betonte einmal: "Wenn der Wettkampf vorbei ist, sind auch die Rivalitäten vorbei."

Als Typen sind WM-Fahnenträger Rydzek und Olympia-Fahnenträger Frenzel dennoch höchst unterschiedlich. "Privat geht doch jeder völlig andere Wege", sagt Weinbuch: "Johannes geht gerne auf den Berg, ist mit der Natur sehr verbunden. Eric hat eine junge Familie mit Kindern, er hat komplett andere Verpflichtungen. Von daher trennen sich da die Wege." Beide seien "eher Kameraden" als Freunde.

Geheiratet hat inzwischen auch Rydzek, Anfang September gab Deutschlands Sportler des Jahres 2017 seiner Lissi in Oberstdorf das Ja-Wort - in Lederhose. Frenzel dagegen wurde schon mit 18 erstmals Vater, er und Ehefrau Laura haben inzwischen drei Kinder. "Für Eric sind Harmonie und Vertrauen sehr wichtig, darum legen wir auch im Team viel Wert darauf", sagt Weinbuch. (dpa)

Genau diese Harmonie spürt Frenzel nach zweimal Gold derzeit auch in Seefeld. Rydzek dagegen geht durchaus mit einer Portion Wut im Bauch in die dritte WM-Entscheidung. Im Teamsprint am Sonntag hatte der Oberstdorfer zuschauen müssen, Weinbuch gab Frenzel und Fabian Rießle den Vorzug. Rydzek blieb dennoch ein "wahrer Champion", so Weinbuch, und drückte seinen Teamkollegen die Daumen - mit goldenem Erfolg. Am Ende geht es ohnehin nur gemeinsam, denn in Seefeld kämpfen Frenzel und Rydzek nicht nur gegen-, sondern auch miteinander. Am Samstag steht die Staffel an, auch dort ist Deutschland Titelverteidiger. "Da würde ich schon ganz gerne Gold holen", sagt Weinbuch. Eric Frenzel und Johannes Rydzek dürften nichts dagegen haben. (dpa)

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