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Der eine kann, der andere muss
Der eine kann, der andere muss
09.03.2019 - 00:00 Uhr
Plötzlich flogen die Giftpfeile hin und her. St. Paulis Präsident Oke Göttlich schoss als Erster und heizte die Atmosphäre vor dem elektrisierenden Hamburger Stadtderby noch einmal deutlich an. Mit Aussagen, die HSV-Sportchef Ralf Becker als "Frechheit" wertete.

Das Getöse ist groß, die sportliche Bedeutung der Partie zwischen den beiden Erzrivalen morgen (13.30 Uhr/Sky) aber deutlich größer. Beim Duell Braun-Weiß gegen Schwarz-Weiß-Blau geht es nicht allein um die Vorherrschaft in der Stadt. Sondern auch schon ein gutes Stück um die Bundesliga. Der FC St. Pauli kann, der Hamburger SV muss aufsteigen.

Das sieht auch Göttlich so. Alles andere als die Bundesliga-Rückkehr der beiden klaren Favoriten HSV und 1. FC Köln wäre eine Überraschung, sagte der 43-Jährige. Um dann anzufügen: "Aber eine Überraschung, die sportpolitisch sehr nötig wäre. Und wenn der Fußballgott gerecht ist, dann gewinnt der FC St. Pauli und steigt auch vor dem HSV auf, weil man irgendwann auch die Quittung bekommen muss für das, was alles schiefgelaufen ist in den letzten Jahren."

Göttlich spielte in dem an der Elbe viel diskutierten NDR-Interview auf den ersten Abstieg sowie auf die finanzielle Schieflage des Erzrivalen an. Und der reagierte prompt. "Solche Aussagen sind nicht zu tolerieren", sagte Becker der Bild-Zeitung: "Das ist eine Frechheit." Er verstehe nicht, warum Göttlich sich abfällig über den HSV äußert.

Das Geplänkel auf hoher Klubebene zeigt die hohe Rivalität, beschäftigt die Trainer aber nicht. Es steht zu viel auf dem Spiel, um sich vom Säbelrasseln ablenken zu lassen. Der Tabellenvierte St. Pauli kann mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den zwei Plätze besser stehenden HSV heranrücken. Das will Hannes Wolf mit seinem Team unbedingt vermeiden. "Was es den Fans bedeutet, ist klar. Dass wir Punkte brauchen, ist klar", sagte der HSV-Coach: "Es ist ein besonderes Spiel, auf das wir hinarbeiten." Der 37-Jährige kündigte an, seine Spieler richtig heiß zu machen auf den Auftritt. "Eine ganze Generation von HSV-Fans hat so richtig noch keinen Derbysieg erlebt", sagte der gebürtige Bochumer: "Es wäre Zeit."

Im Hinspiel hatten sich die Rivalen 0:0 getrennt, zuvor hatte der 1:0-Sieg von St. Pauli im Volksparkstadion - damals noch in der Bundesliga - sieben Jahre lang für Schmerzen bei den HSV-Anhängern gesorgt. Der bis dato letzte Derby-Sieg der "Rothosen" ereignete sich 2002 (4:0). Nun hoffen 2 486 Fans des HSV im mit rund 29 000 Zuschauern ausverkauften Millerntorstadion auf einen großen Schritt Richtung Aufstieg.

Doch ein wenig geht bei den Gäste-Anhängern auch die Furcht vor St. Paulis "Fußballgott" um. Der 36 Jahre alte frühere Bundesliga-Torschützenkönig Alexander Meier hat seit seiner Unterschrift bei St. Pauli im Winter in sechs Partien fünfmal getroffen und geht selbstbewusst in das Torjägerduell mit Pierre-Michel Lasogga. Das Momentum liegt bei den Gastgebern, dem HSV ist im Jahr 2019 ein Stück weit die Leichtigkeit abhanden gekommen. Im "Zweit-Clasico" (Bild) will das Team von Trainer Markus Kauczinski den dritten Sieg in Serie landen und wäre dann im Aufstiegsgeschäft so richtig dabei. "Es wird ein knappes Ergebnis. Ich glaube, dass wir 2:1 gewinnen", sagte der 49-Jährige der Bild. (sid)

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