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Ein bisschen Wiedergutmachung
Ein bisschen Wiedergutmachung
18.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Christoph Ruf

Über mangelnde Arbeit konnte sich Benjamin Uphoff hernach nicht beklagen. Dass der Torhüter des Karlsruher SC im Spiel bei Energie Cottbus im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun hatte, konnte man auch nach Abpfiff noch leicht sehen: Sein gelbes Torwartleibchen war übersät von braun-grünen Grasflecken. Immer wieder hatten die feldüberlegenen Cottbusser den Karlsruher Keeper geprüft, doch selbst eine Großchance des freistehenden Dimitar Rangelov (65.) hatte Uphoff zunichte gemacht. "In der ersten Halbzeit machen wir aus einer Chance ein Tor. Vielleicht müssen wir schauen, dass wir uns da nicht ganz so hinten reindrücken lassen. Aber nach dem 2:0 hätten wir trotzdem noch höher gewinnen können", sprach er nun.

Tatsächlich war die frühe Karlsruher Führung durch Marvin Pourié (5.) bis zur 80. Minute eher glücklich. Cottbus hatte weit mehr Ballbesitz und zeigte gefällige Kombinationen, ohne sich dabei allerdings mehr als zwei, drei richtig gute Chancen herauszuspielen. Doch dann hatten die Badener allein in den Schlussminuten genügend Gelegenheiten, um das Spiel sogar noch mit vier oder fünf Toren Differenz zu gewinnen. Am Ende blieb es nach dem zweiten Tor von Pourié (76.) bei einem 2:0-Sieg, nach dem der KSC nun wieder fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang hat - eine ziemlich gute Zwischennotierung nach dem 29. Spieltag.

"Wir sind sehr zufrieden, dass wir drei Punkte mitgenommen haben", bilanzierte denn auch Trainer Alois Schwartz. "Wir hatten uns vorgenommen, nach dem schlechten Spiel am Mittwoch wieder Kompaktheit zu erlangen. Das hat gegen eine gute Cottbusser Mannschaft gut geklappt."

Dabei resultierte die frühe Karlsruher Führung aus dem guten Zusammensp iel der beiden besten Karlsruher Torschützen: Nach schönem Zuspiel von Anton Fink (12 Saisontreffer), der einen langen Ball schön in den Lauf von Pourié (15) verlängerte, schloss der ab und traf zum 1:0 (5.). Doch anstatt gegen den erkennbar geschockten Tabellen-17. weiter Druck aufzubauen, zog sich der KSC, bei dem Christoph Kobald den Vorzug vor Alexander Groiß auf der Doppel-Sechs erhielt, weit zurück und überließ den Gastgebern Ball und Initiative. Dass die knappe Führung zur Halbzeit Bestand hatte, war eher glücklich. Die größte Chance der spielstarken Lausitzer in der ersten Hälfte ergab sich in der 21. Minute, als ein Schuss von Marcelo Costa de Freitas nur um Zentimeter am Karlsruher Tor vorbeiging. Dann verfehlte Gjasula mit einem Freistoß aus 18 Metern das Gästetor nur knapp (40.). An Karlsruher Gelegenheiten war nach dem Treffer im ersten Durchgang hingegen nur noch eine Szene zu notieren - und die war symptomatisch: Nach gutem Zuspiel von Marvin Wanitzek auf Pourié verzögerte Karlsruhes Angreifer geschickt das Tempo, doch es dauerte zu lange, bis aus dem tief stehenden Karlsruher Block mögliche Anspielstationen nachgerückt waren. Pourié musste es mit einem Verzweiflungsschuss versuchen, der deutlich im Aus landete (36.).

Im zweiten Durchgang hatte Energie dann jene Chance, der FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Spiel am meisten nachtrauerte: Nach Zuspiel von Viteritti hatte Rangelov freie Schussbahn, scheiterte aber an Uphoff (65.). Umso bitterer aus Cottbusser Sicht, da Pourié wenig später seinen zweiten Treffer nachlegte. Nach Flanke des eingewechselten Burak Camoglu köpfte Energie-Verteidiger Kevin Weislich Pourié an, woraufhin der Ball an den Pfosten prallte. Den Nachschuss vollendete der Mann, der die Torschützenliste der 3. Liga anführt, zum 2:0 (76.). Wanitzek (90.) und Manuel Stiefler (87./89.), der mit zwei Kopfbällen an der Latte und am Cottbusser Keeper Kevin Rauhut scheiterte, hatten daraufhin die große Chance, die Führung auszubauen. Doch ein noch deutlicherer Sieg hätte dem Spielverlauf dann auch wirklich Hohn gesprochen.

Energie Cottbus: Rauhut - Weidlich, Robert Müller, Matuwila, Schlüter (72. Geisler) - Bohl (61. Hemmerich), Gjasula - Marcelo Freitas, Viteritti (89. Holthaus) - Mamba, Rangelow.

KSC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach - Wanitzek, Kobald - Stiefler, Marc Lorenz (90.+3 Groiß) - Pourié (90.+1 Sané), Fink (69. Camoglu).

Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen) - Tore: 0:1 Pourié (5.), 0:2 Pourié (76.) - Zuschauer: 8 703 - Gelbe Karten: Viteritti (3), Mamba (7), Matuwila (7), Gjasula (1) / Lorenz (10), Stiefler (7).

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