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3 600 Euro pro Stunde
21.03.2019 - 00:00 Uhr
Ziemlich cool kommt sie daher, die Nummer 27 der Los Angeles Angels . Äußerst konzentriert zermalmt Mike Trout seinen Kaugummi, dann kneift er die Augen zusammen, fängt den kleinen weißen Ball und wirft ihn mit voller Wucht Richtung Base. So sieht es also aus, wenn der künftig bestbezahlte Sportler der Geschichte seiner Arbeit nachgeht. Umgerechnet 380 Millionen Euro wird der Star aus der Major League Baseball (MLB) in den nächsten zwölf Jahren kassieren. 31 Millionen Euro pro Jahr sind das. Oder 86 000 Euro pro Tag. Oder 3 600 Euro pro Stunde.

Der siebenmalige Allstar verdient damit im Vertragszeitraum doppelt so viel Geld, wie Besitzer Arturo Moreno 2003 für die Übernahme des gesamten Vereins bezahlte - manch einer behauptet, das wäre noch zu wenig für den 27 Jahre alten Center Fielder. Als Free Agent wäre Trout 2020 wegen seines auslaufenden Vertrages einer der begehrtesten Spieler auf dem Markt geworden. Nun kommt die Franchise aus Anaheim mit dem höchstdotierten Vertrag der Sportgeschichte allen anderen Klubs zuvor.

"Ich weiß nicht, ob es jemals wieder einen Spieler wie Mike Trout geben wird", sagte John Smoltz, seit 2015 immerhin Mitglied der Baseball Hall of Fame: "Das ist fantastisch. In diesen Zeiten ist es so schwer, mit einem Team in der gesamten Karriere zu spielen. Ich habe den größten Respekt für diesen Jungen." Trout, Spitzname "The Millville Meteor", bleibt damit bei jenem Klub, der ihn im Draft 2009 an 25. Position als Highschool-Baseballer zog und 2011 zu seinem Ligadebüt verhalf. In den vergangenen Jahren avancierte er zum besten Spieler der Gegenwart. In sieben Saisons für die Kalifornier schlug er 240 Home Runs, erzielte 1 187 Hits und hat einen Schlagdurchschnitt von .307 - allesamt Ausnahmewerte für einen Spieler seines Alters.

Was die Fans an ihm schätzen: Der Outfielder kam in seiner Karriere bisher ohne großen Skandal aus. Trout konzentriert sich vor allem darauf, der beste und nicht der berühmteste Baseball-Spieler zu sein. In Los Angeles und der gesamten Liga gilt er daher als Publikumsliebling, während der Spiele im Angels Stadium scherzt er häufig mit den Zuschauern, schreibt viele Autogramme, engagiert sich sozial.

Einzig der Erfolg mit seinem Team blieb bisher aus. Seit Trouts MLB-Debüt spielten die Angels nur 2014 in den Play-offs und gewannen keine Partie. Die bisher einzige Meisterschaft geht auf das Jahr 2002 zurück. Rund um den Superstar soll in den nächsten Jahren ein konkurrenzfähiges Team aufgebaut werden. Zudem verspricht sich die Franchise trotz des teuren Deals auch einen finanziellen Mehrwert: Nach Einschätzung von Experten könnte Trout dem Klub bis zum Ende seines Vertrages zu knapp einer Milliarde Dollar, also fast dem doppelten Wertes des Deals, verhelfen. (sid)

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