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Der dritte Frühling des Daniel Schmidt
23.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Hucky Krämer

Jetzt hat der Frühling endlich seinen Einzug gehalten. Und passend zu der Knochen wärmenden Jahreszeit erlebt Daniel Schmidt beim FV Ottersweier seinen dritten Fußball-Frühling. Der 32-jährige Kapitän, der für seinen Stammverein VfB Bühl und den SV Bühlertal jahrelang in der Verbandsliga am Ball war, schaffte mit dem FVO gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga, die er nun zusammen mit seiner Crew kräftig aufmischt.

Punktgleich mit dem SV Ulm und dem FV Baden-Oos liegt der Aufsteiger (alle 43), dessen Ziel vor der Runde eigentlich nur der Klassenerhalt war, auf dem dritten Platz. Der Tabellenvierte FSV Kappelrodeck-Waldulm hat schon neun Zähler Rückstand, man muss also kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass dieses Trio die Meisterschaft unter sich ausspielen wird.

"Die Entscheidung kann erst am letzten Spieltag fallen, vielleicht sind wir dann mit unserer starken Defensive der lachende Dritte", meint Daniel Schmidt gewohnt zurückhaltend. Die lauten Töne sind ohnehin nicht s eine Sache. Er lässt viel lieber Taten sprechen. In der vergangenen Saison steuerte Daniel Schmidt 19 Treffer zum Aufstieg bei, in der laufenden Runde erzielte er bereits deren 13. Beim jüngsten 5:3-Heimsieg gegen den FC Ottenhöfen traf er gleich dreimal ins Schwarze. Und erstmals in dieser Saison gelangen dem "Professor für Freistoß-Wissenschaft" auch zwei Tore aus dem Spiel heraus.

Das ist besonders erwähnenswert, denn Schmidt spielt nicht im Sturm, nicht im zen-

tralen offensiven Mittelfeld, sondern mit der Nummer sechs auch wirklich auf der Sechs. Sein Revier ist die neutrale Zone im Mittelfeld, dort, wo die unsichtbaren Dinge eines Fußballspieles passieren, das wuselige Gerangel um die Macht auf dem Platz. Er ist einer, der Pässe spielen kann, die Räume und manchmal sogar Horizonte öffnen; er hat die technischen Fertigkeiten für das feinsinnige Kurzpassspiel - und er hat eine rechte Klebe, die jeden Torhüter nicht nur bei Standards in Schrecken versetzt. Ein "Usain Bolt der Bezirksliga" ist Daniel Schmidt dagegen nicht, aber das gleicht er durch seine Übersicht, sein gutes Stellungsspiel und seinen großen Einsatz aus. Er gibt im Spiel und auch außerhalb des Platzes alles für die Mannschaft. Als Kapitän, Spieler und Mitglied des Trainerstabs.

Der Vater von zwei Söhnen ist ein bodenständiger Familienmensch mit großem Herzen. "Ohne Melanie, die eine tolle Ehefrau und Mutter ist, wäre das nicht machbar. Sie hält mir den Rücken frei und gibt mir auch den nötigen Rückhalt", sagt Schmidt stolz. Für ihn ist auch enorm wichtig, dass er sich in einem Verein wohl fühlt. Und beim FVO fühlt er sich "pudelwohl", hat deshalb auch schon seine Zusage für die neue Runde gegeben.

Mitgemacht hat der FVO-Kapitän, der die Fußball-Gene von seinem Vater Tilo Schmidt geerbt hat, schon vieles. Für seinen Heimatverein VfB Bühl, bei dem er das Fußball-ABC lernte und bei dem auch sein Vater schon mit großem Erfolg am Ball gewesen war, hat er über 200 Verbandsligaspiele absolviert. Anfangs als Zehner, dann als Sechser und zum Schluss als rechter Verteidiger. Bis 2013 hielt er dem VfB die Treue, dann wechselte der Bühler im besten Fußballalter von 26 Jahren zum Erzrivalen SV Bühlertal. Mit dem schaffte er dann gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Verbandsliga und absolvierte dann im südbadischen Fußball-Oberhaus für den SVB noch einmal rund 80 Partien.

Nach der Saison 2016/2017 verließ Daniel Schmidt den Mittelberg. Nicht wegen des Abstiegs, sondern er wollte aus familiären Gründen fußballerisch etwas kürzer treten. Angebote flatterten ihm genügend ins Haus, aber der gestandene Verbandsliga-Recke entschied sich für den damaligen A-Kreisligisten FV Ottersweier, zumal dort sein alter VfB-Kumpel Christian Coratella als Spielertrainer tätig war. Außerdem schlossen sich mit Robin Seifermann und Manuel Kirschner (beide SVB) sowie Christian Kist (SV Stadelhofen) drei weitere gute Bekannte dem FVO an. "Ich habe meinen Wechsel nie bereut", lobt Daniel Schmidt den umtriebigen Verein und das ruhige Umfeld. Und er ist mit seinen 32 Jahren noch immer hungrig auf Erfolg, die Batterie noch immer nicht leer. An ihm soll jedenfalls der Durchmarsch in die Landesliga nicht scheitern.

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