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Spielfreude trifft auf Abstiegssorgen
29.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Die einen, der SV 08 Kuppenheim, strotzen gerade so vor Spielfreude und rocken seit einigen Monaten die Verbandsliga. Die anderen, der

1. SV Mörsch, haben dagegen einen Start zum Vergessen ins Fußballjahr 2019 hingelegt und befinden sich nach drei Pleiten wieder mitten im Abstiegskampf. Morgen nun kommt es in der Mörscher Sandgrube zum Derby. Für solche Duelle gilt die gleiche phrasenschweinträchtige Aussage wie für Pokalspiele: Sie haben ihre eigenen Gesetze. In den bevorstehenden 90 Minuten sind momentane Formkurven oder Tabellenstände zweitrangig, was zählt sind Wille, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft.

Momentan trennen die beiden Kontrahenten satte 14 Punkte und sieben Positionen in der Tabelle - fast eine kleine Welt, die da zwischen den beiden mittelbadischen Fußball-Schwergewichten liegt. Während es für den SV 08 als Rangfünften derzeit um die Vorherrschaft hinter den großen Drei (Freiburger FC, 1. FC Rielasingen-Arlen, Offenburger FV) geht, heißt der triste Alltag beim SVM nach der bitteren Heimpleite gegen Mitkonkurrent Waldkirch (1:2) und der 1:5-Klatsche bei Ligaprimus FFC Abstiegsangst.

Dementsprechend scheinen die Rollen verteilt. "Wir gehen als Favorit in die Partie, was die Angelegenheit für uns aber vielleicht sogar einen Tick schwieriger macht", sagt 08-Trainer Matthias Frieböse und hat dabei das Hinspiel im vergangenen September noch im Hinterkopf. Schließlich musste sich damals der vermeintliche Favorit geschlagen geben: Der SVM. Mit 1:4. Vor gut sieben Monaten waren die Vorzeichen nämlich andere: Die Wörtelkicker starteten, von Querelen in der Vorstandschaft begleitet, äußerst schleppend in die Runde, die Abstiegszone in Sichtweite, während sich die Gelb-Schwarzen trotz starker Gegner im gesicherten Mittelfeld befanden. "Damals stand der SV 08 vor dem Derby mit dem Rücken zur Wand. Dieses mal geht es uns so", sagt Mörschs Coach Patrick Anstett, der die Bedeutung der Partie jedoch etwas herunterspielt. "Für uns ist es ein Spiel wie jedes andere. In unserer Situation zählen nur Punkte, egal gegen wen."

Zumal, das hat so ein Derby naturgemäß an sich, der Überraschungseffekt überschaubar ist. Vielmehr ist es ein Treffen guter Bekannter. Die Stärken und Schwächen der Spieler sind bekannt, die taktischen Systeme ebenfalls. "Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, wie wir spielen wollen. Der SV 08 ist eine unbequeme Mannschaft, defensiv sehr stabil, mit gutem Zweikampfverhalten. Wichtig wird es sein, dass wir gut in die Partie reinkommen", sagt Anstett. Gegen den FFC gelang ebendies den Nordbadenern freilich nicht - nach acht Minuten lag man bereits 0:2 hinten. Das darf gegen die formstarken Knöpfle-

städter nicht passieren - und wird es auch nicht, zumindest wenn es nach dem SVM-Trainer geht: "Wir sind motiviert, haben gut trainiert und haben personell wieder mehr Möglichkeiten." Lediglich ein Mitwirken von Sandro Weber und Philipp Würz ist noch fraglich.

Anstetts Kuppenheimer Pendant reist dagegen mit voller Kapelle in die Sandgrube, auch der zuletzt verletzte Sami Saddedine ist wieder einsatzbereit. "Meine Jungs sind heiß, brennen auf das Derby", versichert Frieböse, der sich durchaus der Mörscher Stärken bewusst ist: "In der Offensive leben sie von Christof Leiss, zudem sind sie sehr kompakt und können jedes Team vor Probleme stellen. Wir müssen die richtige Mischung finden zwischen Kompaktheit, Umschalt- und Positionsspiel. Ich denke, es wird ein interessantes Derby."

Taktik bekannt, Spieler bekannt, die Trainer kennen sich - also wird es wohl wieder auf die altbekannten Grundtugenden ankommen: Keinen Ball verloren geben, Meter um Meter abspulen, totale Einsatzbereitschaft bis zum Krampf - und darüber hinaus. Das Team, das den Sieg mehr will, wird morgen in der Sandgrube gegen 17.15 Uhr dann Folgendes intonieren: Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

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