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Bereit für den nächsten Schritt
13.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Frank Ketterer

Die Pläne liegen in der Schublade - und sie sind durchaus ehrgeizig. Geht es nach Michael Schlicksupp, dem stellvertretenden Leichtathletik-Abteilungsleiter des SR Yburg Steinbach, und Christian Reinschmidt, dem Leiter der Südbadischen Sportschule, soll das Meister-Erwin-Städtchen möglichst bald schon Standort des einzigen baden-württembergischen Leichtathletik-Leistungszentrums werden.

"Ich bin guter Dinge. Der Landessportbund hat bislang positive Signale gesendet", sagt Schlicksupp, der auch in der überregionalen Leichtathletikszene bestens vernetzt ist, nicht zuletzt durch seine Tätigkeit als Vorsitzender des Landesausschusses Leichtathletik Baden-Württemberg sowie als Jugendwart des Badischen Leichtathletik-Verbandes. Für Reinschmidt wiederum wäre die Errichtung eines Landesleistungszentrums der "nächste Schritt".

Schon jetzt wird Leichtathletik an seiner Sportschule und im Sportring schließlich groß geschrieben. Als Landesstützpunkt firmierte man bislang, zusammen mit Offenburg, wo Speerwurf-Bundestrainer Boris Obergföll einen Teil seiner Athleten trainiert, unter anderem Weltmeister Johannes Vetter - und mit viel Erfolg. Zwölf Leichtathleten aus Bundes- und Landeskadern starten aktuell für den Sportring, insgesamt knapp 50 (auch von anderen Vereinen) trainieren regelmäßig und im Leistungsbereich an der Steinbacher Sportschule. Vor allem auf Wurf und Sprung hat man sich in den letzten Jahren konzentriert.

Dabei legt Reinschmidt Wert darauf, dass man keineswegs Mitglied im Sportring sein muss, um am Stützpunktraining teilnehmen zu können. Seine Sportschule sei schließlich ein Ort für alle.

Und möglichst alle sollen von den hervorragenden Bedingungen profitieren, die geboten werden. Das betrifft nicht nur die Güte der Trainer, die in Steinbach schon jetzt mindestens einmal pro Woche ihr Wissen weitergeben und mit und an den Athleten arbeiten, genannt seien hier nur Steffen Hertel, der Landestrainer Sprung, Lutz Klemm, der Heimtrainer von Speerwurf-Vizeeuropameister Andreas Hofmann, sowie natürlich Hermann Oser, das Urgestein des Kugelstoßens in Baden.

Auch die Leichtathletikanlagen der Sportschule sind top, schließlich wurden sie erst vor einem Jahr für rund eine Million Euro saniert und ausgebaut. Besonderer Steinbacher Clou, schon weil Alleinstellungsmerkmal: Die sogenannte Overspeed-Bahn, eine Sprintbahn mit Gefälle.

Da es auch an den für Kader-Lehrgänge notwendigen Übernachtungsmöglichkeiten nicht fehlt, erfüllt die Sportschule Steinbach schon jetzt zumindest einen Großteil der Bedingungen, um Landesleistungszentrum werden zu können. Was indes noch fehlt: Indoor-Trainingsmöglichkeiten für die Leichtathleten, soll heißen: eine Leichtathletikhalle.

Auch hierüber haben sich Schlicksupp und Reinschmidt natürlich schon Gedanken gemacht. Eine mögliche Lösung: Die Stadt stellt über die Sportschule das für den Hallenbau benötigte Gelände zu Verfügung, der Leichtathletikverband regelt die Finanzierung. In der neu zu bauenden Halle integriert sein sollten: eine Tartanlaufbahn, eine Sprunggrube samt Anlaufbahn sowie eine Hoch- und Stabhochsprunganlage. Zudem müsste fürs Wurftraining ein großes Tor zu öffnen sein, durch das ins Freie geworfen werden kann. Die Dimension der Halle: Mindestens 80 auf 40 Meter. Möglicher Standpunkt: Die Tennisplätze hinter Sporthalle II. Geschätzte Kosten: Rund drei Millionen Euro.

Es ist, wie gesagt, ein ehrgeiziges Projekt. Aber eben auch eines, das die Sportschule auf ein noch höheres Level hieven könnte - und die Leichtathletik in der Region sowieso. Win-Win-Situation nennt man solcherlei gemeinhin.

"Räumlich ist der Hallenbau machbar. Jetzt brauchen wir nur noch jemanden, der ihn finanziert", fasst Reinschmidt den aktuellen Stand der Dinge zusammen. Dafür, so Schlicksupp, müsse es Ziel sein, dass das Projekt in den nach Olympia 2020 neu zu erstellenden Strukturplan des baden-württembergischen Leichtathletikverbandes aufgenommen wird. Was das heißt, formuliert Schlicksupp kurz und knapp: "Schon nächstes Jahr könnte die Entscheidung fallen."

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