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Lebensversicherung Pourié
Lebensversicherung Pourié
23.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Mit Versicherungen ist das ja so eine Sache. Manche sind notwendig, andere eher lästig und viele auch einfach überflüssig. Doch dann gibt es auch die überlebenswichtigen, ohne die es einfach nicht geht. Im Karlsruher Wildpark trug solch eine Police am Samstagmittag den Namen Marvin Pourié. Der Angreifer rackerte unermüdlich, brachte die Meppener Verteidiger Jovan Vidovic und Steffen Puttkammer mit seinen Finten und Dribblings an den Rand der Verzweiflung und zeigte sich obendrein als eiskalter Vollstrecker (25., 81.) - seine Saisontore 18 und 19. Die Lebensversicherung Pourié scheint sich im Endspurt des zähen Aufstiegsrennen in der Dritten Liga für den KSC auszuzahlen.

Als die kräftezehrenden 90 Minuten bei sommerlichen Temperaturen Geschichte waren und der so wichtige 3:1-Heimsieg gegen den SV Meppen schließlich unter Dach und Fach gebracht war, wollte der drahtige KSC-Stürmer hernach nicht über etwaige Heldentaten seinerseits sprechen, vielmehr hatte Pourié das große Ganze, sprich den Aufstieg, im Blick. "Wir sind jetzt vier Punkte vor Wehen Wiesbaden und drei vor Halle. Wir müssen weiter auf uns schauen", nahm der 28-Jährige den Ausrutscher der Hessen (1:3 in Jena) zur Kenntnis und schaute bereits auf die nächste Etappe im Aufstiegsrennen: "In der finalen Saisonphase ist schon ziemlicher emotionaler Druck da. Jetzt fahren wir zu 1860 München, das wird ein hartes Stück Arbeit, gerade im alten Grünwalder Stadion, da geht es richtig zur Sache."

Richtig zur Sache ging es gegen den SV Meppen zunächst nicht. Bis auf eine dicke Gelegenheit durch Anton Fink, der aus zehn Metern Meppens Janik Jesgarzewski auf der Linie anschoss (11.), blieb einmal mehr vieles Stückwerk im Spiel der Badener - Ungenauigkeiten im Passspiel, fehlende Bewegung im Spiel ohne Ball, kaum Unterstützung im Angriffsdrittel. "Meppen war der erwartet schwere Gegner, hat uns hoch angelaufen. Zudem haben wir viele falsche Entscheidungen getroffen mit dem Ball. Mit dem ersten Schuss geht Meppen auch noch in Führung, was Gift für uns war", beklagte KSC-Trainer Schwartz das Spiel der Seinen und die Meppener Führung durch Stürmer Nick Proschwitz (17.). Doch ausgerechnet den Rückstand verstanden die Blau-Weißen als Weckruf, kämpften sich in die Partie und kamen durch Pourié, der allein vor SVM-Torwart Eric Domaschke die Nerven behielt, nach Gordon-Vorlage noch vor der Pause zum Ausgleich.

In Minute 64, nachdem die Anfangsphase erneut den Gästen gehörte (SVM-Trainer Christian Neidhardt: "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht") und KSC-Torwart Benjamin Uphoff gegen Hassan Amin glänzend parierte (56.), bewies Schwartz ein goldenes Händchen und wechselte mit Christoph Kobald die Führung ein. Vier Zeigerumdrehungen später stach der Joker bereits: Nach einem Eckball drückte der 21-Jährige ein Fink-Zuspiel über die Linie - erst das zweite Jokertor für den KSC in dieser Saison. "Perfektes Timing", scherzte Kobald, der mit seinem 25-minütigen Auftritt Werbung in eigener Sache betrieb, hinterher und legte nach: "Wir haben Charakter bewiesen und das Ding noch gedreht." Auch Schwartz meinte: "Das war ein richtiger Dosenöffner für uns. Ab diesem Zeitpunkt haben wir eine richtig breite Brust bekommen und befreit aufgespielt."

Zunächst verpasste Pourié die Entscheidung, als er an Domaschke scheiterte (75.), nach Vorlage des agilen Marvin Wanitzek blieb die Karlsruher Lebensversicherung sechs Minuten später aber vor dem SVM-Schlussmann cool - und schüttete die nächste Dividende in Sachen Aufstieg aus.

Karlsruher SC Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler (80. Röser), Wanitzek - Lorenz, Fink (90. Möbius), Camoglu (64. Kobald) - Pourié.

SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Vidovic, Puttkammer, Amin - Piossek (83. Demaj), Ballmert - Kremer (66. Guder), Tankulic (76. M. Wagner) - Undav, Proschwitz.

Schiedsrichter: Bastian Börner (Iserlohn) - Zuschauer: 12 562 - Tore: 0:1 Proschwitz (17.), 1:1 Pourié (25.), 2:1 Kobald (68.), 3:1 Pourié (81.) - Gelbe Karte: Lorenz, Röser - Beste Spieler: Pourié, Stiefler - Undav.

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