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Das Spiel des Jahres
03.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Heiko Borscheid

Es müsste noch viel schief gehen, wenn es das morgige Derby (17 Uhr) zwischen dem VfB Bühl und dem SV Bühlertal auch in der kommenden Saison geben würde. Mit neun Punkten ist der Abstand des Tabellenführers Bühlertal auf seinen nächsten Verfolger fünf Spieltage vor Rundenende zu groß, um noch abgefangen zu werden. Es könnte daher für längere Zeit das letzte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen sein.

Beide Trainer sind bemüht, die Woche über besonnen und in aller Ruhe auf dieses besondere Spiel hinzuarbeiten. "Ich bekomme immer wieder zu hören, dass wir in dieser Runde alle restlichen Spiele verlieren dürfen, nur dieses eine nicht", sagt Bühls Trainer Alexander Hassenstein und verdeutlicht damit den Stellenwert dieser Partie. Für seine Mannschaft geht es in dieser "verkorksten Saison", wie sie Hassenstein bezeichnet, um nichts mehr. Bühl rangiert im berühmten Niemandsland der Tabelle. "Da ist solch ein Derby eine gute Gelegenheit, dem eigenen Anhang einmal wieder Freude zu bereiten. Wir haben außerdem eine sehr ordentliche Heimbilanz, die wir im Spiel gegen Bühlertal ausbauen wollen." Hassenstein verweist auch darauf, wie grausam es sein kann, "wenn der Gegner aus der Nachbarschaft in unserem Stadion vor der Kabine nebenan den Sieg feiert".

Dass es auf dem Feld aufgrund der Rivalität zu unschönen Szenen kommen könnte, befürchtet Hassenstein nicht. "Die Jungs kennen sich alle untereinander. Vermutlich trinken sie am Abend nach dem Spiel schon wieder das eine oder andere Getränk miteinander." Wenn nicht gar schon am Abend zuvor. Außerdem wollen weder er noch sein Trainerkollege Johannes Hurle die Atmosphäre von außen befeuern.

"Auch für uns ist dieses Spiel ein ungemein wichtiges. Wir können mit einem Sieg einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft machen und uns einen Matchball erspielen", so Hurle. Bei einer Niederlage im 90 Minuten zuvor beginnenden Spiel des Tabellenzweiten Durbachtal zu Hause gegen Freistett - wovon aber eher nicht auszugehen ist - könnte Bühlertal aufgrund des klar besseren Torverhältnisses bereits die Meisterschaft im Hägenich feiern. Ein Szenario, das dann aber doch keiner so recht möchte.

Hurle geht von einer sehr motivierten Gastgeberelf aus. "Sie haben in dieser Saison nichts mehr zu verlieren und wenig, was sie noch motiviert - außer natürlich ein Sieg gegen uns. Wir wollen uns daher ganz auf unser Spiel konzentrieren und sämtliche Emotionen und Nebenschauplätze außer acht lassen."

Beide Trainer gehen von einem körperbetonten Spiel aus, sind sich aber auch einig, dass es ein Fußballfest und ein Erlebnis für die wohl zahlreich ins Hägenich pilgernden Zuschauer werden kann. Und das alles zum voraussichtlich letzten Mal auf unbestimmte Zeit.

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