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Vier Derbyhelden erinnern sich
Vier Derbyhelden erinnern sich
04.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Hucky Krämer

VfB Bühl gegen SV Bühlertal, das ist eine alte Fehde, emotional und mit viel Zündstoff voll gepackt. So auch heute wieder, wenn es um 17 Uhr zum Landesliga-Derby im Hägenich kommt. Der SVB ist voll auf Meisterkurs, der VfB steht zwar im Niemandsland der Tabelle, kann aber mit einem Derbysieg eine bisher durchwachsene Saison aufpolieren. Das BT hat vier ehemalige Derbyspezialisten gebeten, in ihrer Erinnerungskiste zu graben und ein paar feurige Gedanken zum Derby und zum Erzrivalen zu verraten.

Der aus Ottersweier stammende und heute in Bühlertal lebende Pädagoge Egon Koch hat sowohl schon den VfB als auch den SVB trainiert, kennt die Rivalität also aus beiden Lagern. In guter Erinnerung geblieben ist ihm das Landesliga-Derby auf dem Mittelberg im Frühjahr 1987: "Der SVB brauchte Punkte für den Aufstieg, der VfB für den Klassenerhalt. Um Dampf aus dem Kessel zu lassen, habe ich mich morgens mit dem Bühlertäler Trainer Seppl Guth zum Tennis verabredet. Das haben wir den Spieler dann auch gesagt. Die haben ganz schön gestaunt. Die Partie endete mit einem Remis, gefeiert wurde auf beiden Seiten. Da war echt was los, die Leute standen in Zehnerreihen den Berg hoch." Im heutigen Bühlot-Derby sieht Koch den SVB "im Vorteil": "Die Bühlertäler sind souveräner Spitzenreiter, gut drauf und personell klar besser besetzt. Ein Bühler Sieg käme schon einer Überraschung gleich."

Ins gleiche Horn bläst auch VfB-Urgestein Tilo Schmidt: "Der SVB ist klarer Favorit, mein Wunschergebnis ist allerdings ein 3:3." Bis heute nicht vergessen hat der langjährige VfB-Libero den 3:2-Sieg der "Städter" am 5. April 1988 auf dem Mittelberg. "Das ist der einzige Derby-Triumph, an den ich mich erinnern kann. Christian Franzoni war der Siegtorschütze. In der Regel haben wir aber im Derby fast immer eins auf den Deckel bekommen. Und einmal hatten die SVB-Fans vor dem Duell im Hägenich die Tore bemalt. Das war total verrückt", erinnert sich Schmidt. Auch an die Privatduelle auf dem Mittelberg mit seinem SVB-Liberokollegen Gernot Meder: "Wir haben uns auf dem Hartplatz gegenseitig die Bälle zugeschlagen."

Die "angestrichenen Tore" sind Gernot Meder ebenfalls gut im Gedächtnis geblieben. "Das war das Größte", sagt der Mann, der einst beim SVB vom Torschützenkönig zum Abwehrchef mutierte. Auf die Duelle gegen den VfB hat er, der ohnehin jedes Spiel gewinnen wollte, sich immer ganz speziell vorbereitet: Früh ins Bett, früh aufstehen - und dann auf dem Platz Vollgas. "Wir wussten alle wie wichtig das Derby für unsere Fans war, und die wollten wir nicht enttäuschen", sagt Meder, und es klingt wie ein Appell an die Spieler in beiden Lagern. Den SVB sieht er im heutigen Duell keineswegs in der Favoritenrolle: "Das Derby hat nichts mit dem Tabellenstand zu tun, ich rechne mit einem Remis."

"Derby ist Derby. Und wir haben uns auch schon beim 2:2 im Hinspiel schwer getan", meint auch Rolf Keller, der selbst mit dem SVB einige Derby-Schlachten geschlagen hat und dessen vier Söhne Sebastian, Maximilian, Moritz und Philip sich derzeit für den Höhenflug der Bühlertäler maßgeblich verantwortlich zeichnen. Und er wartet mit einer ganz besonderen Anekdote auf. "Als Spielertrainer der zweiten Mannschaft habe ich in den 90er Jahren im Hägenich den bisher höchsten Derbysieg gefeiert. Das war in der Bezirksliga mit 5:1", erinnert sich Rolf Keller. Gut möglich, dass heute wieder ein Keller zum Derbyhelden wird.

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